Rentierschlittenfahrt in Finnland

Verschreckt bleibt das vorderste Rentier stehen. Es dreht den Kopf hin und her und beginnt zu schnauben. Maxim springt aus dem Schlitten, fasst es an den Zügeln und redet beruhigend  auf das Tier ein. Ein Langläufer ist mit seinen beiden Hunden im Wald unterwegs und das Gebell hat unsere Zugtiere erschreckt.

Mit dem Rentier durch Finnland 

Eingemummelt in dicken Anzügen und kaum bewegungsfähig sitzen wir auf Rentierfellen in einfachen Holzschlitten und zockeln durch die verschneite Landschaft. Nach 45 Minuten erreichen wir eine Feuerstelle im Wald und machen Halt. Maxim entfacht Feuer, kocht heißen Tee und erzählt währenddessen von den Eigenheiten der Tiere.

„Rentiere sind das Gegenteil von Huskys. Sie mögen es nicht, wenn man sie berührt und bewegen sich langsam, sehr langsam. Aber wenn sie sich einmal in Bewegung gesetzt haben, sind sie sehr ausdauernd.“ Die 15 Tiere der Farm, wo Maxim arbeitet sind ausschließlich dazu da, Touristen durch die Landschaft zu transportieren.

Rentierschlittenfahrt in Finnland

Mit dem Rentierschlitten in Finnland

Pause bei der Rentierschlittenfahrt

eine Kaffeepause bei der Rentierschlittenfahrt

Auf die vermeintlich typisch samische Tracht, die Maxim trägt, angesprochen, erklärt er uns, dass diese speziell für den Tourismus kreiert wurde. Die Bewohner seines Dorfes haben das rot-blau-gelbe Muster erfunden, um den Touristen ein typisch finnisches Klischee bieten zu können. Denn was wäre Finnland ohne Huskys, Rentiere und glückliche Finnen in ihren Trachten?

Was ich sonst noch in Finnland gemacht habe, könnt ihr hier nachlesen:

Die Reise nach Finnland fand im März 2012 statt.

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