Im Halalicamp im Etosha Nationalpark

Gerade noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang kommen wir am Halalicamp im Etoshanationalpark an. Schnell sichern wir uns einen Platz.  Das Auto muss gerade stehen, ansonsten ist es in der Nacht im Zelt ungemütlich. Schnell sind wir fertig und starten wir zum Wasserloch.

Kein Perlhuhn ist zu sehen, kein anderes Tier ist an der Wasserstelle. Plötzlich sehen wir eine Großkatze im Hintergrund. Ein Leopard! Er pirscht sich an das Wasserloch an und trinkt. Es sind nur sechs Personen an der Wasserstelle. Ich kriege meine Tasche des Fotoapparats nicht auf, nestle ungeschickt herum. Ich will ein Foto! Neben mir steht ein Fotograf mit einer Kamera, deren Objektiv so groß ist wie ein Kanonenrohr.

Alle schießen wie wild Bilder, jeder hält den Atem an, man hört nur das Klicken und Zoomen der Apparate. Der Gepard trinkt und trinkt. Es scheinen Minuten zu vergehen, dabei sind es in Wirklichkeit nur Sekunden. Der Leopard hebt den Kopf und starrt in unsere Richtung. Er ist mit dem Trinken fertig, entfernt sich von der Wasserstelle, dreht sich noch einmal um und verschwindet im Gebüsch. Die Stimmung unter den Anwesenden ist euphorisch und gelöst.

Leopard

Ein paar Minuten später bevölkert eine nicht gerade leise Reisegruppe das Wasserloch. Dabei durfte ich folgenden Dialog mithören:

Frau (seufzt): Also, wenn jetzt noch eine Giraffe hinter den Büschen hervor käme, wäre mein Glück perfekt.

Mann (genervt): Ach, Du mit deinen Giraffen. Lass doch einfach Afrika auf dich wirken.

Frau: Siehst du die Perlhühner, wie sie über das Loch fliegen? Das sieht so schön aus! Aber du bist ja immer zu langsam beim Abdrücken.

Mann: Ach, gib doch eine Ruhe!

Perlhuhn fliegt.

Frau (aufgeregt): Hast du abgedrückt?

Mann: GIB RUHE!

Klingt jetzt nicht nach einem entspannten Urlaub, oder?

Abendstimmung am Wasserloch im Halalicamp

Namibia bei Nacht

Halalicamp

 Ich war im Juni 2012 in Namibia unterwegs. Hier geht’s zu den Bildern: Bildergalerie Namibia

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