Living Desert Tour Namibia

Douglas von der Living Desert Tour Namibia holt uns um Punkt acht Uhr von unserem Hotel ab. Er ist altersmäßig sehr schwer einzuschätzen. Braungebrannt, kleine Statur, Falten im Gesicht und Lachfalten um die Augen. Er schwingt sich in den Autositz wie in einen Sattel und stellt uns kurz die anderen Gäste vor. Judy und Melvin, ein amerikanisches Paar aus den Staaten. Und schon geht es los Richtung Wüste.

Auto in der Wüste bei der Living Desert Tour Namibia
Living Desert Tour in Namibia

Wir beginnen mit der Dünenkunde

Zuerst bekommen wir eine Einführung in die Dünenkunde. Wie sind die Dünen aufgebaut? Wo leben welche Tiere? Wie funktioniert die Nahrungskette? Also: wer spielt Mittagessen für wen? Auch die Verteidigungsmaßnahmen der einzelnen Tiere wird uns genau erklärt. Auf Nachfragen antwortet Douglas kompetent und man hat das Gefühl, dieser Mann weiß alles über die Wüste und ihre Bewohner.

Wüste in Namibia bei Living Desert Tour Namibia
Douglas zeigt uns alles was in der Wüste kreucht und fleucht

Bei der Living Desert Tour Namibia geht es darum, den kleinen Tieren der namibischen Wüste Aufmerksamkeit zu schenken. Douglas „scannt“ die Umgebung und den Boden regelrecht mit seinen Augen und untersucht jeden Busch, ob sich darin ein Tier verbirgt. Eine unscheinbare Erhebung (mit etwa einem Zentimeter Durchmesser) im Sand veranlasst ihn, einen großen Kreis darum zu zeichnen.

Tourguide Douglas sitzt im Sand
Tourguide Douglas sitzt im Sand und zeigt auf ein kleines Loch

Was versteckt sich da?

Er kniet sich auf den Boden und gräbt mit bloßen Händen ein Loch. Schon hat er eine kleine weiße Spinne aufgespürt, die nur eines im Sinn hat: Flucht!

Wie man sehen kann, ist meine Kamera schon arg mitgenommen. Sorry, für die schlechte Qualität!

Nicht nur Eidechse, Gecko, Blindschleiche und Käfer stehen auf dem Programm der Tour, auch die unterschiedlichsten Arten von Wüstensand bekommen wir anschaulich erklärt.

Gecko
Gecko
Wüstensand Namibia
Wüstensand Namibia

Wir lassen ein Chamäleon frei

Höhepunkt ist für mich die „Freilassung“ eines Chamäleons, das Stadtbewohner in den Straßen von Swakopmund gefunden haben. Das Chamäleon harrt in einer Plastikbox am Rücksitz des Wagens aus.

Sobald es etwas wärmer geworden ist, entlässt Douglas das Tier in die Freiheit und füttert es noch netterweise mit einer Made. Blitzschnell schnappt das Tier nach diesem Leckerbissen und kaut genüsslich vor sich hin. Und was passiert? Das Tier verfärbt sich!

Bei der Living Desert Tour Namibia befreien wir ein Chamäleon
Chamäleon

Alles in allem vergingen die vier Stunden viel zu schnell und ich empfehle jedem, der sich für Tiere, die Wüste und Natur interessiert eine Living Desert Tour zu buchen.

Ich war im Juni 2012 in Namibia unterwegs.

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GUDRUN KRINZINGER

Ich tue. Ich reise. Ich bin.


Reiseblog von einer reiselustigen, strickbegeisterten, lesesüchtigen und fotografiewütigen Oberösterreicherin mit Hauptsitz Wien und Alte Donau.

Seit 2010 schreibe ich über meine Reisen auf dem Blog Reisebloggerin.at.

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