Die Vingerklip Lodge, versteinertes Holz und die Lieder der Damara

Nach einigen Tagen im Dachzelt sehne ich mich nach dem Luxus eines Hotelzimmers. Keine Windböen, die einen befürchten lassen, das Zelt weht davon. Keine Autoalarmanlage, die plötzlich um Mitternacht losgeht und uns mit einem Getöse aus dem Schlaf weckt. Die Vingerklip Lodge bietet sich da regelrecht an auf unserem Weg zur Skelettküste.

Vingerklip Lodge Eagles Nest

Zum Glück für uns sind auch noch Zimmer frei und wir gönnen uns nach den spannenden Tagen im Etosha Nationalpark zwei Tage Entspannung. Die Aussicht vom Balkon ist phänomenal.

Vingerklip

Die Abendsonne taucht die Felsen in rotes Licht, wie kitschig! Unser Abendessen wird im Eagles Nest serviert, einem Restaurant, das hoch über der Lodge auf einem Felsenvorsprung prangt. Puh, ob ich da nach einer Flasche Wein wieder hinunter finde?

Vingerklip Namibia

Natürlich habe ich es geschafft und nach den zwei Tagen bin ich wieder gut gelaunt und freue mich auf unsere Weiterfahrt mit unserem Jeep. Wir machen Halt in Twyfelfontain. Alleine darf man nicht in das Gelände und gemeinsam mit einem französischen Pärchen folgen wir unserem Guide Richtung „tanzendem Kudu“. Engelhardt (er heißt laut Namensschild wirklich so) macht leider lieber phantasielose Witze, als uns die Felsgravuren zu erklären. Schade!

Guide Engelhardt welche Route?

Twyfelfontain

Dancing Kudu

Unsere nächste Station ist das Petrified Forest National Monument. Unser Guide Salmon führt uns 40 Minuten lang durch versteinertes Holz, gibt uns aber auch eine Kurzeinführung in die Planzenarten Namibias. Er erklärt uns die Welwitschia Mirabilis, diese eigenartige Pflanze mit den zwei zersausten Blättern und zeigt uns eine Euphorbia.

Welwitschia Euphorbia

Nach wenigen Minuten kramt er in seiner Tasche, holt ein Federpenal mit Macademianüssen hervor und möchte unsere Namen in die Nüsse einschnitzen. Nein, danke! Schon an jeder Tankstelle wurden uns diese Souvenirs angeboten. Noch mehr Souvenirs gibt es dann beim Ausgang in einem eigenen Häuschen. Hier schwanken Mobile im Wind und Tiere aus Ziegenhaut warten auf Käufer. Ich verliebe mich auf den ersten Blick in eine Oryxantilope.

Versteinertes Holz in Namibia Versteinertes Holz

Souvenirs in Nambia Knöpfe aus Horn

Bei der Kassa spricht mich die Verkäuferin verlegen an: „We are a choir, do you want listen to us?“ Hä, welcher Chor? Ich denke sie will eine Geldspende von mir. Doch nein, die Guides sind der Chor und schnell ruft sie alle zusammen. Zwei Lieder der Volksgruppe Damara singen sie für uns und erklären uns auch den Text. Hier gibt es ein Video:

Nach der Musikdarbietung besuchen wir noch einen „privaten“ Petrified Forest. Hier sind die versteinerten Hölzer sogar noch riesiger als im staatlichen Areal. Drei Baumstämme liegen nebeneinander, gesäumt von winzigen kleinen Stückchen.

Petrified Forest Namibia Petrified Forest

Ich war im Juni 2012 in Namibia unterwegs.

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