Stefani-Perchten in Salzburg

Ich gebe es zu, ich hatte keine Ahnung. Zu meiner Entschuldigung ist zu sagen, ich war so brav, zu mir kam immer nur der Nikolaus. Ließ sich in dem kleinen Dorf, in dem ich aufgewachsen war, doch einmal der Krampus blicken, war das eine schwarz angezogene Figur, ausgestattet mit einer Plastikmaske und einer schweren Eisenkette. Und dann wird man eines Tages nach Salzburg eingeladen, fährt mit der Bahn auf die Festung Hohensalzburg hinauf und sieht das:

Schau Dir das an! Die Stefani Perchten auf der Festung Hohensalzburg

Nein, ich habe mich nicht gefürchtet und geschrien, so wie das kleine Mädchen hinter mir, dass sich verzweifelt am Papa festgeklammert hat. Ich habe auch keine coolen Sprüche von mir gegeben wie der zehnjährige Bub vor mir, der dann doch vor Angst erstarrte als einer der Stefani-Perchten vor ihm stand. Und glücklicherweise musste ich auch nicht um meine Haube oder um meine Handschuhe kämpfen, ein bevorzugtes Objekt der Stefani-Perchten. Ich stand einfach da und staunte.

Einerseits über die unglaubliche Vielfalt und Originalität der Kostüme. Andererseits über die kunstvoll geschnitzten Larven. Und über diese geballte Energie eine Tradition am Leben zu erhalten. Es war einfach beeindruckend! Ich überlege jetzt schon nächstes Jahr wieder auf die Festung zu fahren und dem Treiben zuzusehen. 

Stefaniperchten

Stefaniperchten

Die Reise nach Salzburg erfolgte auf Einladung von Salzburg Tourismus und fand im Dezember 2012 statt.

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