Oman - ein Rückblick

Traurig aber wahr, ich habe mir nicht viel erwartet vom Oman. Das Buch „Die Brunnen der Wüste“ von Thesiger verstaubte schon länger im Regal und die Vorbereitungszeit war einfach zu knapp, um sich noch großartig einzulesen.

Die Wüste im Oman

Und dann erwarten mich unendlich neugierige Kinder, die versuchen meinen Namen richtig zu buchstabieren und schon erschallt ein kleine Dorf vor begeisterten Rufen: „Guuudron, Gudrudrun, Gurun“.

 Kinder im Souk

Kinder in der Festung Nakhl

Kind im Oman

Junge, verschleierte Frauen winken mir im Supermarkt zu und freundliche Männer schütteln mir im letzten Dorf im Wadi Tiwi stolz die Hand: „Madame, how are you?“.

Und eine Touristin versucht vergeblich einem Beduinen in der Wüste zu erklären, was eine Heizung ist. Wir freuen uns über den Benzinpreis an der Tankstelle. Dieses Land hat soviel zu geben und ich wünsche ihm noch viele Besucher, die die Schönheit entdecken dürfen.

Ein Gemüseverkäufer im Oman

Wüstentour

Es lebt von den Menschen, die einerseits ihre Traditionen bewahren wollen und sich andererseits den Veränderungen des 21.Jahrhunderts zu stellen haben. Wie wird der Oman in 20 Jahren aussehen? Wird es eine Autobahn durch die Wüste geben? Werden die jungen Männer die dishdasha (das traditionelle Gewand) weiterhin tragen oder Baseballkappen und Shorts bevorzugen? Werden die Souks von den Supermärkten am Stadtrand abgelöst werden? Und wird der traditionell gebraute arabische Kaffee dann noch getrunken oder von Red Bull abgelöst?

Weihrauch im Souk von Mutrah

Fischmarkt in Oman

Diese Reise in den Oman fand im Jänner 2013 statt. Lust auf mehr Bilder? Hier geht es zu meiner Bildergalerie

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