Es geht nicht ohne…Mannerschnitten

Früher war alles ganz einfach. Was musste ich denn da schon großartig in den Rucksack packen? Griechische Drachmen, Pass und Flugticket, das genügte.

Erst das Handyzeitalter zwang mich das Handy samt Ladegerät mitzuschleppen und natürlich den passenden Zwischenstecker. Anschließend kam die i-pod Generation und ein Ladegerät mehr landete im Gepäck. Schließlich zog noch das Digitalfotoapparatzeitalter ins Land und da waren es insgesamt schon drei Ladegeräte. Ab und zu darf jetzt auch ein Laptop mit (liebevoll Läppi getauft), der selbstverständlich ebenfalls mit Strom versorgt werden will (Ladegerät Nummer 4). Und damit sich das Aufladen mit der einzigen Steckdose im Hotelzimmer auch ausgeht (bevorzugt stecke ich  meistens den Kühlschrank ab), muss noch ein Verteiler mit ins Gepäck.

Brauchen tu ich den ganzen technischen Krempel nicht. Denn schon öfters musste ich mich in manchen Ländern (Nepal, Kenia, Namibia) mit einem ganz simplen Problem herumschlagen: es gibt keinen Strom! Die Aufladerei entfällt, die besten Fotos werden im Kopf abgespeichert, der Text wird händisch in ein Notizheft gekritzelt und das berufliche Telefongespräch entfällt. Und man bemerkt: es geht auch ohne.

Es geht auch ohne, denke ich mir sowieso nach jeder Rückkehr von einer Reise.
Aber es geht nie ohne diese drei:

Roggenvollkornbrot (einzeln verpackt),
Mannerschnitten (mindestens 4 Packungen)
und einer Flasche Talisker (oder zwei – hüstel).

Vollkornbrot, Mannerschnitten und ein Flasche Talisker

Ich mag Vollkornbrot. Ich mag nicht das trockene oder patzige oder harte Gemisch, das in manchen fernen Ländern als Brot verkauft wird und nach nichts schmeckt.

Ich mag Mannerschnitten. Sie schmecken süß, aber nicht zu süß. Eine Packung ist die perfekte Zwischenmahlzeit (nicht zu groß und nicht zu klein). Sie haben den Stephansdom auf der Packung aufgedruckt und man kann herzeigen, woher man kommt (oh yes, Vienna, it’s so beautiful!!!). Man kann Eichhörnchen damit füttern (Namibia). Man kann sie als Gastgeschenk verschenken (Nordkorea). Man kann sie selber essen oder teilen (während ich diesen Text schreibe, teile ich nicht, mampf)

Ich mag Whisky. Seit ich die Isle of Skye besucht habe, liebe ich den torfigen Geschmack von der Sorte Talisker. Schon beim Kauf einer Flasche denke ich an den bevorstehenden Urlaub und freue mich. Der Whisky wird selbstverständlich aus rein medizinischen Gründen mitgeschleppt und dient zur Desinfizierung des Magens.

So, mein Geheimnis ist gelüftet! Meine Reputation wird leiden (dass ich Brot mitschleppe, hat mir doch schon komische Blicke eingebracht). Das ich Spirituosen mitnehme, hat noch keinen verwundert!

Das Blogstöckchen kam von einer Outdoorseite über Inka von blickgewinkelt zu mir gewirbelt und  ich reiche es weiter an Caroline von Wünschdirwas, an Albert von Comedian Traveller und an Andreas von Travel by Photography!

 

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GUDRUN KRINZINGER

Ich tue. Ich reise. Ich bin.


Reiseblog von einer reiselustigen, strickbegeisterten, lesesüchtigen und fotografiewütigen Oberösterreicherin mit Hauptsitz Wien und Alte Donau.

Seit 2010 schreibe ich über meine Reisen auf dem Blog Reisebloggerin.at.

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