Dasha, Una und ein russischer Kleinbus in der Mongolei

Dasha ist die Abkürzung für den Namen Dashnyan. In der Mongolei haben die Namen immer eine Bedeutung, sein Name bedeutet irgendetwas mit Feuer und Glut, doch ich taufe ihn einfach „der gute Fahrer“, was ihn zum Lachen bringt. Er lacht häufig in den zwei Wochen unserer Reise, besonders als er mir das mongolische Wort für Brot (talh) beibringen will. Meine Zunge stolpert bei der Aussprache, unermüdlich korrigiert er mich und schließlich endet die Nachhilfestunde in schallendem Gelächter auf beiden Seiten. Er hat ein viel besseres Gedächtnis als ich und da er schon seit einigen Jahren deutschsprachige Touristen durch das Land fährt, hat er sich die wichtigsten Deutschvokabeln gemerkt und wünscht mir täglich einen „Guten Appetit“ und eine „Gute Nacht“.

Dasha, Una und ein russischer Kleinbus in der Mongolei

Wird er in einer Jurte mit Milchtee bewirtet, leuchten seine Augen vor Begeisterung. Außerdem schaut er leidenschaftlich gerne Ringkämpfe im Fernsehen und hat selbst mehrmals als Ringer beim jährlichen Nadaam Festival mitgemacht. Er spielt Schach, nennt 30 Pferde, 30 Rinder, 100 Schafe und 100 Ziegen sein Eigen und kennt einen hervorragenden Trick, warmes Bier zu kühlen (Klopapier nass machen, um die Dose wickeln und in den Wind stellen).

Verschwindet er unter seinem Auto, muss man sich keine Sorgen machen. Entweder er hält ein Mittagsschläfchen oder er repariert irgendetwas. Denn das Auto, das er wie seinen Augapfel hütet, gehört ihm. Er putzt es täglich.

Kurzum, Dasha ist der perfekte Fahrer!

Wohin geht die Reise?

Una ist eine Abkürzung für den Namen Oongantsetseg, was „erste Blume“ bedeutet. Sie ist Reiseleiterin, Köchin, Übersetzerin, kurz gesagt: Mädchen für alles. Insgesamt hat sie drei Jahre in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbracht und spricht ausgezeichnet Deutsch. Sie ist auch eine ausgezeichnete Gastgeberin und flitzt zwischen den Läden hin und her, um die richtigen Zutaten für unser Mittagessen zu besorgen und ruft uns mit „Brotzeit“ an den Campingtisch.

Una hat immer gute Laune. Krieche ich morgens grummelig aus meinem Zelt, nicht sicher, ob ich das mitternächtliche Gekratze am Zeltrand meinen Träumen oder einem verirrten Schaf zuordnen soll, ruft sie schon ein fröhliches „Hast Du gut geschlafen?“ in die Landschaft. Sie lehrt mich ein mongolisches Ratespiel, fragt besorgt nach unserem Gesundheitszustand und kennt windstille Campingplätze.

Sie ist als Nomadin in einer Jurte aufgewachsen und lebt seit einigen Jahren mit ihrer Mutter in Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei. Acht Schafe gehören ihr, die sie bei Verwandten auf dem Land als „Notgroschen“ untergebracht hat.

Sie kocht ausgezeichnet und als Abschiedsessen bekommen wir frittierte Teigtaschen (Huschuur)  nach Geheimrezept!

Kurzum, Una ist die perfekte Reiseleiterin!

Mongolische Teigtaschen

Das ist ein allradbetriebender UAZ Furgon. Ohne Schnickschnack. Unverwüstlich.

Kurzum, dieses Gefährt ist das perfekte Auto für die Mongolei!

UAZ Furgon, das perfekte Fahrzeug für die Mongolei

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