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Der Rest der Welt

7 Tipps für Venedig

Meine 7 Tipps für Venedig:

Cantine del Vino gia Schiavi
Dorsoduro 992

Dorsoduro, San Marco und Cannaregio, die Namen der venezianischen Stadtviertel zergehen auf der Zunge. Genauso wie die Cicchetti in der Weinbar Cantine del Vino gia Schiavi. Cicchetti nennt man in Venedig kleine Happen. Es kann einfach ein Stück Pecorino sein, oder eine raffiniert gewürzte Gorgonzolacreme auf Weißbrot, es kann eine Creme aus Stockfisch sein oder ein Stück Tintenfisch, jede Weinbar kreiert ihre eigenen Cicchetti. Und besonders fantastisch schmecken sie mir in der oben genannten Bar. Dazu ein Glas Hauswein und die Welt ist in Ordnung, zumindest für einige Stunden.

berühmte Weinbar in Venedig

Cicchetti - venezianische Tapas

Cantine del vino gia schiavi

 

Der Campanile am Markusplatz 
Adresse überflüssig, er ist nicht zu übersehen

Um 8 € bin ich dabei. Anstellen (nur 5 Minuten Wartezeit – Glück gehabt), rein in den Lift (kein Stufensteigen – Glück gehabt), Ausblick genießen (wenn das Wetter es zulässt – Pech gehabt). Es war ziemlich diesig, aber trotzdem würde ich jedes Mal wieder auf den Turm hinauf fahren, auch bei Regenwetter. 1902 stürzte der Campanile plötzlich ein, ein Foto von der Katastrophe, bei der zum Glück niemand ums Leben kam, findet ihr hier.

Markusplatz in Venedig

Venedig vom Campanile aus gesehen

Blick vom Campanile

 

Die Fórcole Werkstatt von Saverio Pastor 
Dorsoduro 341

Ja, was ist eine Fórcole? Ich finde keine bessere Übersetzung als Rudergabel. Ohne Fórcole kann der Gondoliere keine Touristen durch Venedig „gondeln“, sie ist ein wichtiger Teil der Gondel und eine Spezialanfertigung. Denn jeder Gondoliere rudert auf seine bestimmte Art und Weise, somit ist jedes Stück kostbar und unverwechselbar. In der Werkstatt von Saverio Pastor kann man den Handwerkern bei der Arbeit zusehen. Ruderblätter werden hier ebenfalls gefertigt.

Saverio Pastor fertigt in seiner Werkstatt Forcole

IN der Werkstatt von Saverio Pastor

Ruderblätter in der Werkstatt von Saverio Pastor

 

Il Papiro
Calle de Piovan – San Marco 2764

Kaum betrete ich das Papiergeschäft, befinde ich mich in einer anderen Welt. Marmoriertes Briefpapier, Tagebücher in vielen Farben, kleine Geschenkschachteln in allen Formen und Farben und Schreibfedern aus Glas werden hier verkauft. Alles Dinge, die aus einem anderen Jahrhundert stammen. Oder wann habt ihr zum letzten Mal einen Brief per Hand geschrieben?

Papierpuppen

Briefpapier in einer Auslage in Venedig

Glasfedern

 

Torre dell’Orologio
Piazza San Marco

Elena kennt die Venedig wie ihre Westentasche. Schließlich wurde sie hier geboren. Und als sie vier Jahre alt war, besuchte sie mit ihrer Großmutter zum ersten Mal den Uhrmacher, der im Uhrturm lebte und zweimal pro Tag die Gewichte der jahrhundertealten Pendeluhr hochzog. Heute erledigt ein Elektromotor die Arbeit.

Mittlerweile kommt Elena zwei Mal täglich in den Uhrturm, da sie für die Führungen in englischer Sprache zuständig ist. Sie erzählt uns über die Entstehungsgeschichte des Uhrturmes. Der Doge wachte eines Morgens im Jahre 1496 auf und wünschte sich eine Uhr samt Turm. Gesagt, getan, der Turm samt Uhr wurde gebaut, 1502 erweitert und 1755 mit einem dritten Geschoss aufgestockt.

Behände klettert Elena die schmale Wendeltreppe bis nach ganz oben. Schließlich stehen wir vor den zwei riesigen Bronzestatuen, die in wenigen Minuten auf der Glocke die Stunden anschlagen. Die Aussicht ist einfach gigantisch und ganz anders als vom Campanile.

Kurz bevor die Figuren die volle Stunde schlagen, müssen wir die Plattform verlassen. Es wäre sonst zu laut.

Die Karten für die Führung bestellt man entweder im Internet bestellen oder man kauft sie im Museum Correr (7 €).

eine Führung in englischer Sprache im Torre dell'Orologio

Uhrwerk im Torri dell'Orologio

die zwei Bronzetatuen am Torre del'Orologio

 

Eine Fahrt mit dem Vaporetto

Um 18 Euro erkauft man sich 12 Stunden Glück auf einem Vaporetto. Dabei ist es egal, welche Linie man benützt. Ich fahre am liebsten mit der Linie 4.1 oder 4.2 einmal um die Inseln herum. Diese Linie macht Halt am Cimitero San Michele, umrundet Murano, stoppt bei unzähligen Vaporettostationen und gibt Einblick auf den Markusplatz. Dabei vergehen die zwei Stunden wie im Flug. Besonders begehrt sind die hinteren Plätze im Außenbereich des Vaporetto. Was man nicht vergessen sollte: hier sitzt man direkt über dem Antrieb, das Schiff brummt und wackelt hier am stärksten.

eine venezianische Gondel am Canale Grande

am Canale Grande durch Venedig

mit dem Vaporetto durch Murano

Die Kirche auf San Michele

Blick vom Vaporetto auf den Markusplatz mit Dogenpalast und Campanile

 

Venedig bei Nacht

Jeden Abend aufs Neue mache ich mich auf und erkunde die Stadt. Ohne Stadtplan, einfach rein in die schmalen Gassen und hinauf auf die Brücken. Hinüber auf die andere Seite des Kanals, die Stimmen der Venezianer und anderen Touristen verstummen, ich höre nur mehr meine eigenen Schritte. Immer weiter geht mein Spaziergang. Wo bin ich? Habe ich mich verlaufen? Nein, ich bin Venedig und ich bin glücklich!

verwunschenes Venedig

Venedig in der Nacht

Nächtliches Venedig

Nacht in Venedig

nächtlicher Kanal in Venedig

Passende Flüge nach Venedig gibt’s zum Beispiel bei Transavia. In nicht einmal einer Stunde bist auch Du in der weltberühmten Stadt an der Lagune. Hast Du Tipps für mich?

 

6 comments to 7 Tipps für Venedig

  • Vielen Dank für die Venedig Tipps! Ich war gerade erst in Venedig aber leider bin ich erst jetzt auf Deine Tipps gestoßen. Die werde ich mir aber für das nächste Jahr merken 😉
    VG
    Stefano

  • Schöner Artikel über Venedig!
    Ach Gudrun, ich fahre auch immer wieder gerne nach Venedig. Aber fast immer auf eigenem Kiel. Das ist auch ein ganz besonderes Erlebnis. Vor allem dürfen wir da auch bis vor dem Markusplatz fahren…
    Im Anschluss mache ich dann auch immer noch eine Tour zurück zu den Kreuzfahrtschiffen und danach durch eine eher unbefahrene Dalbenstraße retour…

    Übernachten tun wir dann immer in der Santelena Marina. Von dort aus kann man zu Fuß ins Zentrum gehen oder man erkundet den Stadtteil St. Elena, wo es auch sehr gute Restaurants zu vernünftigen Preisen gibt…

    Vielleicht kommt Ihr ja einmal mit.

    LG Markus

  • Winfried

    Mit Elena war ich sicher auch schon 3-4 Mal auf dem Uhrenturm. 🙂

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