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Der Rest der Welt

Bulgarien: 5 Tipps an der Schwarzmeerküste

Der botanische Garten und die Sommerresidenz der rumänischen Königin Maria

Sie war von der Natur und dem Flair verzaubert, erzählte man sich. Und zwar so sehr, dass sie beschloss hier in Balchik, zwischen Meer und Küste, ihre Sommerresidenz bauen zu lassen. Die Rede ist von der rumänischen Königin Maria Alexandra Victoria, einer Enkelin der britischen Königin Viktoria. Zur damaligen Zeit gehörte der Küstenabschnitt zu Rumänien und viele rumänische Adelige und Künstler ließen sich in der Gegend nieder.

Viel mehr als die königliche Villa beeindruckt mich der botanische Garten. Obwohl, Garten? Mit den Wasserfällen, Löwenornamenten, verschlungenen Pfaden und weißen Steintreppen erinnert er mich eher an ein verwunschenes Paradies. Touristen setzten sich auf den Thron aus Stein, ein Platz, den auch die Königin zu schätzen wusste.

Vorbei an Wassermühlen schreitet man über eine steinerne Brücke, die den Namen „Seufzerbrücke“ trägt. Die Lilien und Tulpen sind schon lange verblüht, doch kaum öffnet man ein schmiedeeisernes Tor, landet man  im Rosengarten. Schön ist es hier!

Bauwerk an der Schwarzmeerküste in Bulgarien

im Garten der rumänischen Königin Maria

Wassermühle aus Holz

Botanischer Garten an der Schwarzmeerküste

 

Die Muschelfarm Dalboka

Es gibt sie in der Suppe. Paprika und Weinblätter werden mit ihnen gefüllt. Es gibt sie gegrillt, gebacken und überbacken. Es gibt sie gefüllt mit Reis, Äpfeln oder Käse. Sie dominieren die Nachspeise und sie machen süchtig. Die Rede ist von Muscheln.

Wie viele Tonnen der Besitzer der Muschelfarm jährlich aus dem Wasser fischt, habe ich vergessen. Aber den Geschmack der geräucherten Muscheln mit Weißbrot und einem Gläschen Rakija werde ich niemals vergessen.

Muscheln in einer Muschelfarm in Bulgarien

Muscheln, Paprika, gefüllte Muscheln

gebackene und frittierte Muscheln

Muscheln

 

Die Strände an der Schwarzmeerküste

Eigentlich gibt nichts deprimierenderes als verlassene Strandbadeorte am Meer. Die Souvenirläden sind fest verschlossen, die Spielplätze verlassen. Die Strandliegen stehen da, fein säuberlich aufeinander gestapelt. Sie warten auf den Abtransport (und auf den nächsten Sommer). Die ersten Sonnenschirme werden gerade ausgebuddelt und winterfest verstaut. Das an den Strand angrenzende Schwimmbecken mit Doppelrutsche wurde bereits geleert, der Boden mit den blauen Fliesen ist mit Laub bedeckt.

Nur wenige Besucher genießen die letzten herbstlichen Sonnenstrahlen. Der Sand hier ist fein, fast pulvrig. Alle paar Meter lassen sich die Reste einer von Kinderhand gebauten Sandburg entdecken. Schön still ist es hier, sogar das schwarze Meer hat sich beruhigt. Nur die Möwen lachen mich aus.  Sie wissen, dass hier jedes Jahr im Sommer Tausende Urlauber Erholung suchen. Ich bin kein Strandurlauber und werde niemals dazugehören. Aber die Stimmung, jetzt im Oktober, gefällt mir.

Sandstrand in Bulgarien

am Goldstrand

Strand in Bulgarien

Strand bei Sozopol

 

Die Altstadt von Nessebar

Sie hieß Melsambria, Mesambria und Mesemvria, je nachdem ob die Thraker, die Griechen oder die Römer hier lebten. Das Städtchen ist nur 850 Meter lang und 350 Meter breit und bei jedem Schritt glaubt man über eine Kirche zu stolpern. Laut alten Chroniken wurden in Nessebar um die 40 Kirchen gebaut. Nicht alle haben die Jahrhunderte überdauert, aber viele wurden rekonstruiert und laden zur Besichtigung ein. Am besten sind die Fresken in der Kirche St.Stefan erhalten. Und wieder verschlägt es mir im Inneren den Atem. Über 1000 Figuren sind auf den 258 Themenbildern abgebildet!

In den Sommermonaten wird die Stadt von Kreuzfahrttouristen überrannt. Jetzt im Oktober ist es angenehm ruhig und ich bummle durch menschenleere Gassen, vorbei an Restaurants und alten Häusern. 

bulgarische Kirche

Überreste einer Kirche

Kirche in Nessebar

Fresken

Haus

Vampiralarm in Sozopol

Archäologische Ausgrabungen in und um die Stadt Sozopol an der bulgarischen Schwarzmeerküste führten oft zum Erfolg. 2010 fand man auf einer nahe gelegenen Insel die Gebeine von Johannes dem Täufer. Seither pilgern aus der ganzen Welt Menschen in die Kirche „Heiliger Kyrill und Method“, wo die Reliquien des Heiligen ausgestellt sind. Andere hingegen pilgern ins archäologische Museum, denn hier liegt eines der von zwei im Jahre 2012 entdeckten „Vampirskelette“. Vampiralarm in Sozopol?

Dabei beginnt die Geschichte ganz einfach. Ein Restaurantbesitzer möchte sein Restaurant umbauen und im Zuge der Renovierungsarbeiten entdeckt man die Überreste einer mittelalterlichen Kirche. Neben der Kirche findet man an die 700 Gräber und in zwei von diesen Gräbern liegen ein männliches und ein weibliches Skelett, beide mit einem Pfahl durch die Brust. Waren es wirklich Vampire? Oder ist es den abergläubischen Bulgaren des 14.Jhdts zu verdanken, die manchen Toten, welche zu Lebzeiten als böse Menschen klassifiziert wurden, eine Pflugschar, einen Holzpflock oder eine Eisenstange ins Herz rammte?

Ich überlasse dieses Rätsel gerne den Wissenschaftern!

Skelett

griechische Vase mit Ornamenten und Abbildungen

Kirche in Sozopol

Mein Dank geht an das bulgarische Ministerium für Tourismus, das mich zu dieser Reise nach Bulgarien eingeladen hat.

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