Der Rheinradweg Tag 4 : Von Buchs bis zum Bodensee

„Die Natur braucht sich nicht anzustrengen, bedeutend zu sein“. Dieser Spruch steht auf einer Tafel im Rheindelta. Die Natur war heute schon den ganzen Tag mein Begleiter am Rheinradweg. Stur fuhr ich den Damm entlang, kein Dorf, kein Ort konnte mich verlocken, anzuhalten und Fotos zu machen. Ich wollte mich auf das Radeln konzentrieren und einfach meine Nase in die Sonne halten.

Den Bodensee sah man noch lange nicht, da lockten schon die ersten Schilder: Zum Strandbad. Doch zuvor musste ich noch die österreichische Grenze passieren und landete mit meinem Rad sprichwörtlich im Schilf.

Rheinradweg - ich überquere die Grenze zu Österreich

Rheindelta

Bodensee

Und der Rhein, der war plötzlich weg. Er mündet in ein künstliches Delta in den Bodensee und schafft zwischen alten Rhein und einem Kanal ein Paradies für allerlei Getier. Wer alles im Rheindelta lebt? 36 verschiedene Libellenarten, Alpenstrandläufer, die Flussseeschwalbe, der Haubentaucher und der Flussregenpfeifer. Außer einer Libelle konnte ich keines der angeführten Tiere entdecken, aber im Schilf zirpte und flatterte es.

Am heutigen strahlend schönen Freitag sind viele Radler unterwegs. Eine Umrundung des Bodensees gehört zu den beliebten Fahrradstrecken in Deutschland, Schweiz und Österreich. In den Lokalen, die das Ufer säumen, kann man praktischerweise in Euro und Schweizer Franken zahlen. Für mich geht es nach Rheineck, wo mein Rad in die Appenzeller Bahn verfrachtet wird. Natürlich könnte ich die paar Kilometer von Rheineck nach Walzenhausen radeln, aber das Bahnabenteuer lockt zu sehr. Der Zugführer hilft mir sowohl beim Verladen meines E-Bikes als auch beim Aussteigen. Zehn Minuten dauert die Fahrt nach Walzenhausen.

Das Rad in der Appenzeller Bahn

Appenzeller Bahn

In Walzenhausen ist mein Quartier für diese Nacht gebucht. Und direkt vom Hotelzimmer aus habe ich einen schönen Blick auf den Bodensee.

Blick auf den Bodensee

Meine Rhein-Radtour wurde organisiert und unterstützt von Schweiz Tourismus und SwissTrails. Vielen Dank!

 

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