Schafwanderung im Ötztal

„Wir sind ja selber ganz verliebt in unsere Berge“, erklärt Sigi Grüner,  „und genau das wollen wir unseren Hotelgästen auch weitergeben“. Mir scheint noch ein bisserl verliebter als in die Berglandschaft ist Sigi in seine Tiroler Berglandschafe, die im Sommer auf der Alm nach dem grünsten und saftigsten Gras suchen und natürlich fündig werden.

Wir wollen ebenfalls fündig werden und den Schafen einen Besuch abstatten, wobei wir zuerst ganz bequem die Ötztal-Card zücken und uns mit der Giggijochbahn auf 2284 Meter bringen lassen. So, da wären wir jetzt also. Und wo bitte sind die Schafe?

Die können jetzt mehr oder weniger überall sein, meint Sigi und weist uns den Weg. Fast könnte man meinen, wir sind die Schäfchen, wie wir da so hinter ihm hertrotten. Immer wieder bleibt Sigi stehen, zückt sein Fernglas und sucht die Weideflächen ab. Nein, keine Schafe in Sicht, aber dahinten, nein, noch weiter hinten, dieser weiße Fleck, das könnte doch,…? Das vermeintliche Schaf entpuppt sich als Wanderer mit weißem T-Shirt.

Schafwanderung

Sigi Grüner bei der Schafwanderung

Wir wandern weiter, noch etwas höher hinauf und schließlich sind sie doch zu sehen, die Schafe. Sigi schreitet etwas schneller voran, ein mehr oder weniger harmonisches und mehrstimmiges Blöken beginnt und plötzlich ist er von seinen Schafen umzingelt. Lag es an seinem energischen Ruf vorhin oder am Geruch des Kraftfutters im Rucksack?

Wir anderen werden zuallererst von den Schafen ignoriert, um dann doch neugierig beäugt zu werden. Es könnte ja sein, dass sich auch in unseren Rucksäcken etwas Köstliches verbirgt.

Diese Schafe hatten übrigens so gar nichts gemein mit dem kleinen Lamm, dass mir in der Mongolei zum Wärmen auf den Arm gelegt wurde. Die Tiroler Bergschafe sind riesig und schauen mit ihren schmalen Köpfen und den Schlappohren ziemlich lustig drein.

Außer es kommt drauf, dass sich in deinem Rucksack nichts Nahrhaftes verbirgt, dann kann so ein Schafblick auch Todesverachtung ausdrücken und in Desinteresse wechseln. Kluges Schaf!

Wandern im Ötztal

Tiroler Bergschaf

Sigi Grüner

Sigi mustert seine Herde minutenlang. Sind alle gesund? Es scheint so, denn wir wandern weiter. Unser nächstes Ziel ist die Rotkogelhütte, die Kraftfutter für müde Wanderer anbietet.

Der Blick auf den Rettenbachgletscher macht Lust auf mehr Wanderungen im Ötztal. Nach unserer Pause steigen wir gemütlich hinab zur Ötztaler Gletscherstraße und warten auf den Bus, der uns zurück ins Bergland Sölden bringt.

Knödelsuppe

Rettenbachgletscher im Ötztal

Viel steht heute nicht mehr am Programm. Gemütlich relaxen im Sky Spa mit Blick auf Sölden und ein mehrgängiges Essen im Restaurant. Und dann ab ins Bett, denn morgen früh um 4:30 läutet der Wecker. Gletscherfrühstück bei Sonnenaufgang. Ob ich heute von Schäfchen träume?

Sigi Grüner ist Gastgeber in seinem Hotel Bergland Sölden im Ötztal und geht einmal in der Woche mit seinen Hotelgästen auf Schafwanderung. Neben der Schafwanderung stehen noch viele andere Aktivitäten am Wochenplan des Hotels. Die Palette reicht von E-Bike Touren über Besuche der Kletterwand bis zu einer Wanderung inklusive Schau-Brotbacken.

Als Gast des Hotels Bergland Sölden bekommt man außerdem die Ötztal Premium Card ausgehändigt, die in der Region Ötztal viele Vorteile bietet. Nähere Infos gibt es hier: Premium Ötztal Card.

Wer seinen Urlaub in einem außergewöhnlichen Hotel verbringen möchte, ist im Bergland Sölden an der richtigen Adresse. Zum Hotel geht es hier: Bergland Sölden.

Diese Reise erfolgte auf Einladung vom Hotel Bergland Sölden. Die Kosten für die Anreise wurden vom Tourismusverband Ötztal übernommen. Vielen Dank!

5 comments to Schafwanderung im Ötztal

  • Iris

    Hallo,
    ganz zufällig bin ich auf deinen Bericht von den Schafen am Giggijoch gestoßen. Ich kenne Sölden mit seinem Skigebiet seit Jahrzehnten als Wintergast, war nur einmal im Sommer da. Auch das „Bergland“ ist mir ein Begriff und die Leberknödelsuppe auf der Rotkogelhütte schmeckt auch im Winter lecker. Leider schreibst du zu deinem letzen Foto nichts mehr, sodass ich jetzt einfach mal neugierig nachfrage, ob der fotografierte See der Schwarzsee ist, den man auch im Winter als verschneite Fläche von der Rotkogelhütte nach hinten heraus in die Tiefe geblickt sehen kann.
    LG Iris

    • Schön, dass Dich der Zufall zu mir geführt hat! Also der See im Bild ist ein Stausee, soweit ich weiß, hat der keinen eigenen Namen. Und zwar habe ich den fotografiert, als wir bei der Rotkogelhütte ankamen und Richtung Gletscher blickten, dann ist eben unten in der Senke dieser Stausee. Der Schwarzsee ist dann hinter dem Rotkogel

  • Hannah

    Hallo!

    Danke für deinen Beitrag. Ein Gletscherfrühstück bei Sonnenaufgang klingt sehr reizvoll. Bei den Temperaturen zurzeit wäre es dort oben mit Sicherheit auch um einiges erträglicher wie in der Stadt..
    Der Panorama-Ausblick ist gigantisch…die perfekte Belohnung nach einer anstrengenden Wanderung!
    Die Hoteladresse werde ich mir merken!
    Liebe Grüße, Hannah

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