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Der Rest der Welt

Wie buchstabiert man Thüringen?

Thüringen? Äh, wo ist denn das? Das war mein erster Gedanke, als ich die Einladung zu einer Bloggerreise nach Thüringen bekam. Mein Atlas war schnell gezückt (ja, ich bin altmodisch und schlage mich noch gerne mit Büchern rum) und dann fuhr mein Finger über so bekannte Städtenamen wie Eisenach, Weimar, Erfurt und Jena. Plötzlich fiel mir ein Zitat aus einem Buch meiner Kindheit ein, ich glaube es war aus dem Sprachbastelbuch: „Wenn das Goethehaus in Weimar durch die Bäume schillert“. Oh, und dann war es schnell klar, ich wollte es schillern sehen und freute mich auf Goethe, Glas und Gropius und auf Klöße, Kunst und Krämerbrücke.

So viele G’s! So viele K’s! Was mich auf die Idee bringt: Wie buchstabiert man Thüringen?

T wie Tradition

Da gibt es in Thüringen vielerlei zu bestaunen, zu entdecken und selbstverständlich auch zu essen. Die Thüringer Bratwurst, zum Beispiel. Sie wird auch Thüringer Rostbratwurst genannt. Die älteste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1404 zurück. Das ist alt, sehr alt. Wahrscheinlich landete die Bratwurst damals auf Holztellern, denn chinesisches Porzellan war teuer und konnte in Europa noch nicht hergestellt werden.

Bis sich die Thüringer der ruhmvollen Aufgabe stellten und hinter das Geheimnis des „weißen Goldes“ kommen wollten. Zuerst gelang dem aus Thüringen stammenden Apotheker Johann Friedrich Böttger die Entdeckung und das berühmte Meißner Porzellan wurde geboren. Kleiner Schönheitsfehler: Meißen liegt in Sachsen. In Thüringen musste man noch gut fünf Jahrzehnte warten und erst dann wusste man, dass ein Gemisch aus Kaolin, Feldspat und Quarz bei richtiger Temperatur gebrannt das „weiße Gold“ ergaben.

Seither ist das Porzellan aus Thüringen nicht mehr wegzudenken. Porzellanmanufakturen entstanden und noch heute steht einer der größten Porzellanhersteller Europas in Kahla: die Kahla/Thüringen Porzellan GmbH.

Und gleich ums Eck liegt auf einer alten und ehrwürdigen Burg das lustigste und spannendste Museum, das ich heuer besucht habe: das Porzellanmuseum in Leuchtenburg. Normalerweise mache ich um Museen dieser Art einen großen Bogen. Porzellan, wie langweilig! Wahrscheinlich warten hunderte Tee-, Kaffee- oder Speiseservices, die in mindestens 237 Stücken in graubraunen Vitrinen vor sich hinstauben. Von Schäferinnen, Portrait-Tassen und grässlich gedeckten Tischen ganz zu schweigen.

Ich fand keine staubigen Vitrinen vor, aber es gibt natürlich schrecklich schöne Schäferinnen. Ich fand  Rätsel und Alltägliches,  Kunst und Superlative (die größte Porzellanvase der Welt ist hier ausgestellt) und natürlich spielt Porzellan die Hauptrolle. Viel mehr mag ich gar nicht verraten, das muss man einfach selbst gesehen haben.

Ein Frage hätte ich aber doch noch: Ab wann bringen Scherben Glück? Denn der Teller, auf den ich zuvor mit Leuchtstift einen Wunsch geschrieben habe und den ich vom Skywalk der Wünsche aus in die Tiefe fallen ließ, der da jetzt zerscheppert und zerdeppert am Grund der Leuchtenburg liegt, sollen diese Scherben umsonst gewesen sein? Mein Wunsch hat sich leider noch nicht erfüllt…

Wer sich trotzdem nicht ins Museum traut (wegen Porzellanallergie oder so) wird in der Burgschänke bestens bedient und darf sich dem Genuss einer weiteren kulinarischen Tradition hingeben, dem Original Thüringer Bauernkuchen aus dem Steinbackofen. Statt weißem Gold, Hüftgold. Ob sie mir das Rezept verraten?

Alle Informationen zur Leuchtenburg findet ihr auf folgender Homepage:
http://www.porzellanwelten-leuchtenburg.de/de/

Und dranbleiben, ich bin erst beim Buchstaben „T wie Tradition“. Bald geht’s weiter mit den Buchstaben H und Ü…

Leuchtenburg

Leuchtenburg Porzellanwelten

POrzellanwelten Leuchtenburg

Schüsselechse

Porzellan, Made in Thüringen

Steg der Wünsche

Vielen Dank an Thüringen Tourismus für die Einladung zur Bloggerreise. Mit mir unterwegs waren Ellen vom Blog Patotra, Maria vom Blog Kofferpacken und Andreas vom Blog Travelwriticus.

Teil zwei der Serie: Wie buchstabiert man Thüringen.? Von H bis Ü

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