So schmeckt Nizza

Ich habe zwei volle Tage in Nizza verbracht und das berühmteste Gericht der Stadt, der salade niçoise, landete nie auf meinem Teller. Stattdessen ließ ich mich in einem Lokal mit Sashimi aus heimischen Fisch, Lammfleisch mit Erdäpfelpüree und kalter Pfirsichsuppe verwöhnen.

Mein Restauranttipp für Nizza

Im trendigen Le Canon steht jeden Tag etwas Neues auf der Speisekarte. Ihr dürft also nicht erwarten bei eurem Besuch dieselben Köstlichkeiten wie bei meinem Besuch vorzufinden. Im Restaurant verkocht man regionale und saisonale Zutaten. Die vielen Weinflaschen, die das Lokal schmücken, stammen hauptsächlich aus Biobetrieben.

Mir hat es hervorragend geschmeckt und prinzipiell bin ich eine Wiederholungstäterin, was gute Restaurants anbelangt. Warum noch lange suchen, wenn man schon weiß, wo es besonders gut schmeckt? Es ist natürlich die reine Neugier, die mich in andere Lokale lockt.

Cuisine Nissarde Gütesiegel

Das Gütesiegel Cuisine Nissarde

Cuisine Nissarde – Das kulinarische Gütesiegel in Nizza

Da gibt es zum Beispiel das Restaurant Lu Fran Calin, das sich der Nizzaer Küche widmet. Gemeinsam mit anderen Restaurants in Nizza trägt es das Gütesiegel „Cuisine Nissarde“. Die beteiligten Restaurants müssen mindestens drei typische Gerichte der Region auf der Speisekarte anführen und noch weitere Qualitätskriterien erfüllen.

Die Vorspeisenplatte, die auf unserem Tisch landet, ist riesig und für zwei Personen gedacht. Wir werden locker zu dritt satt. Besonders gut schmecken mir die Panisses. Das sind eine Art Fritten, die aus Kichererbsenmehl und Öl geformt und in Fett herausgebacken werden. Neben den Spezialitäten Pissaladière (Zwiebelkuchen  garniert mit Sardinen und Oliven) und Mesclun (mindestens fünf grüne Salatsorten) befinden sich noch weitere für Nizza typischen Gerichte auf unserer Platte.

Cuisine Nissarde Vorspeisenplatte

Cuisine Nissarde – Eine Vorspeisenplatte

Kulinarische Traditionsbetriebe in Nizza

Der Verdauungsspaziergang durch die schmalen Gassen der Altstadt führt mich an vielen kleinen Verkaufsständen und Läden vorbei.

Im Maison Barale entdecke ich Gnocchis und Raviolis. Seit 1892 werden hier hausgemachte Nudeln hergestellt. Ein weiterer Traditionsbetrieb ist die Confiserie Auer. Spezialisiert hat man sich auf kandierte Früchte, die verlockend in der Auslage glänzen. Es gibt keine Frucht, die nicht kandierbar wäre. Birnen, Ananas, Melonen, Ringlotten, alles sieht sehr appetitlich aus.

Neben den Früchten gibt es noch mit Schokolade umhüllte Mandeln und glacierte Maronen. Einfach himmlisch!

Maison Barale

Maison Barale, bekannt für Teigwaren

Ravioli

handgemachte Ravioli

Confiserie Auer

Confiserie Auer in Nizza

Kandierte Früchte

Kandierte Früchte

Märkte in Nizza

Auf dem Cours Saleya werden Blumen in allen Farben angeboten.  Ich verkoste aromatische schwarze Oliven, die in der Umgebung von Nizza geerntet werden.

Eine weitere Delikatesse wird mir angeboten: die Socca. Sie ist groß und rund und man bekommt ein Stück dieser dünnen, aus Kichererbsenmehl gebackenen Flade direkt auf die Hand serviert. Heiß und gut gepfeffert muss sie sein. Ich habe Lust auf Süßes und entscheide mich für eine Tourte de Blettes, eine Art Kuchen mit Mangoldfülle.

Oliven

Oliven am Cours Saleya

Socca

Socca, eine typische Delikatesse

Tourtes de blettes

Tourtes de blettes, meine war gefüllt mit Mangold

Da mich Märkte magisch anziehen, nehme ich mir vor, den Obst- und Gemüsemarkt im Stadtviertel Libération zu besuchen. Am nächsten Morgen starte ich deshalb um halb acht Uhr früh vom Hotel aus. Ich lande mitten in den Marktvorbereitungen.

Der Markt im Stadtviertel Libération 

Manche Stände haben bereits geöffnet. Doch die meisten Standler holen Obst und Gemüse aus ihren Kisten und bauen dieses kunstvoll auf. Schön langsam trudeln die ersten Kunden ein. Am schönsten finde ich die Zucchiniblüten und die Berge von Orangen. Sie leuchten  so prächtig in der Sonne.

Einen Abstecher in die kleine Markthalle mache ich auch. Neben vielen verschiedenen Käsesorten wird hier Fleisch und Wurst verkauft.

Eine Bäckerei hat ebenfalls schon geöffnet und verkauft frisches Baguette. Ich hole mir einen Espresso, setze mich in die Sonne, beiße in mein pain au chocolat und sehe dem Markttreiben zu. Ja, Nizza schmeckt mir eben!

Olivenöl

Olivenöl aus der Region

Zucchiniblüten

Zucchiniblüten

Orangen in Nizza

Orangen in Nizza

Alle Informationen über die Märkte von Nizza gibt es auf der Seite von Nizza Tourismus: Märkte in Nizza
Auf der Internetseite gibt es auch ein Rezeptbuch in englischer Sprache. Ich wünsche Euch gutes Gelingen!

Vielen Dank an Atout France für die Unterstützung bei dieser Bloggerreise. Mein nächster Bericht führt mich zu den Tipps an der Côte d’Azur

8 comments to Nizza – Ein kulinarischer Spaziergang durch die Stadt

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