Salzburg – Mein erstes Mal

Ich kenne Salzburg. Hier sitze ich oftmals auf der berühmten Steinterrasse (Tom Cruise und Cameron Diaz waren übrigens auch schon da) und proste mit einem Glas Wein zur Festung hinüber. Ich kaufe in der Konditorei Fürst die Original Salzburger Mozartkugeln als Geschenk, ich war am Kapuzinerberg auf der Suche nach den Gämsen (ich fand sie nicht) und ein Haubenkoch gab mir Unterricht in Rindsroulade braten. Am Domplatz applaudierte ich Nicolas Ofczarek in der Rolle des Jedermann zu, ich stand am Sebastiansfriedhof vor dem Grab der Witwe Mozarts, ich fürchtete mich (aber nur ein bisschen) vor den Stefani-Perchten, die jedes Jahr auf der Festung Hohensalzburg ihr Unwesen treiben und tröstete mich beim Balkangrill mit einer Bosna.

Seit letztem Monat kenne ich Salzburg noch ein bisschen besser. Denn wie immer gibt es in einer Stadt Altes und Neues. Neu eröffnete Lokale, die ich immer schon einmal besuchen wollte, alteingesessene Kaffeehäuser, die ich links liegen gelassen habe und Institutionen, die ich zwar vom Hörensagen kannte, aber trotzdem noch nie besucht habe.

Salzburg und der Nebel

Zum ersten Mal begrüßte mich in Salzburg der Nebel. Schon früh morgens wabberte er über die Salzach und hüllte die Altstadt ein. Die Festung war im Nirgendwo verschwunden. Der zweite mystische Moment ergab sich am Nachmittag. Die Sonne kämpfte gegen eine Wolkendecke und siegte schlussendlich. So gespenstisch hatte ich die Stadt noch nie erlebt!

Mystisches Salzburg

Mystisches Salzburg

Salzburg im Nebel

Salzburg im Nebel

die Festung Hohensalzburg

die Festung Hohensalzburg

Salzburg und Mozart in Residenz

Zum ersten Mal besuchte ich ein Mozart-Konzert. Man hört sehr vieles über die Qualität solcher Konzerte. Manche behaupten sie seien Touristenfallen, manche loben die Musiker in den höchsten Tönen. Das Kammerorchester „Salzburg Mozart Players“ gehört auf jeden Fall zur zweiten Kategorie. Was dieses Konzert so besonders macht?

Erstens: Es findet im historischen Keunburg Saal in der Neuen Residenz statt.
Zweitens: Ein Conférencier führt durch das Programm.
Drittens: Der Conférencier ist als Mozart verkleidet, die Musiker nicht.
Viertens: Bei jedem Konzert erhält einer der Musiker die Gelegenheit als Solist aufzutreten.
(in meinem Fall war das Mikhael Nemtsov, der Joseph Haydns Konzert für Cello und Orchester in C-Dur darbot)
Fünftens: Der Conférencier kann singen.
Sechstens: Der Conférencier kann ausgezeichnet singen.
Siebtens: Das Programm zeigt einen Querschnitt über Mozarts Schaffen.
Achtens: Die Konzerte finden um 17 Uhr statt, man kann also nachher gemütlich Essen gehen.

Infos zu Mozart in Residenz
http://mozart-in-residenz.at/

Mozart in Residenz

Mozart in Residenz – als Mozart verkleideter Sänger in Salzburg

Mozart in Residenz

Mozart in Residenz – Programmheft

Salzburg Mozart Players

Salzburg Mozart Players

Salzburg und die berühmten Kaffeehäuser

Zum ersten Mal war ich zu Gast im Café Bazar. Mein neues Lieblingscafé in Salzburg. Stimmt so natürlich nicht, denn zum ersten Mal war ich auch im Café am Kai. Mein neues Lieblingscafé in Salzburg. Beide sind empfehlenswerte Kaffeehäuser direkt an der Salzach.

Cafe Bazar

Cafe am Kai

Cafe Bazar in Salzburg

im Cafe Bazar in Salzburg

Cafe am Kai

das Cafe am Kai in Salzburg

Das Mozarteum in Salzburg

Zum ersten Mal war ich im Mozarteum. Hach, wäre ich doch etwas jünger! Mit der Konzert-Flatrate können Schüler, Studenten und Auszubildende bis zum vollendeten 26. Lebensjahr um 50 Euro 15 Konzerte im Großen Saal besuchen! Und wer immer schon das Zauberflötenhäuschen im Bastionsgarten besuchen möchte, hat an manchen Dienstagen die Möglichkeit dazu. „Orgel zu Mittag“ nennt sich diese Veranstaltungsreihe des Mozarteums, die ein 30minütiges Orgelkonzert umfasst, um im Anschluss das Zauberflötenhäuschens zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Mozarteum

Garderobe im Mozarteum

Garderobe im Mozarteum

Mozarteum - Großer Saal

Mozarteum – Großer Saal

Salzburg und die Stiftsbäckerei

Zum ersten Mal biss ich in ein Vintschgerl der Stiftsbäckerei St.Peter. Dass ich es noch nie in diese Bäckerei geschafft habe, die seit mindestens 700 Jahren in diesem Gewölbe Roggenbrot bäckt, ist wirklich eigenartig. Ich liebe frisches Brot! Im mit Holz befeuerten Ofen werden Milchbrot, Vintschgerl und Roggenbrot gebacken. Im selben Raum wird auch verkauft. Herrlich, wie es hier duftet.

Stiftsbäckerei St.Peter

Vintschgerl

frischgebackenes Vintschgerl in der Stiftsbäckerei St.Peter

Stiftsbäckerei St.Peter

Stiftsbäckerei St.Peter

Das Schloss Leopoldskron

Zum ersten Mal war ich im Schloss Leopoldskron zu Besuch. Erbaut wurde das Schloss unter Fürsterzbischof Leopold von Firmian, der es als Rückzugsort nutzte. Bekannt wurde es 1918, als Max Reinhardt das Schloss erwarb und hier gemeinsam mit Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss die Salzburger Festspiele gründete. Wahrscheinlich saßen die drei bei einem guten Glas Wein in der wunderschönen Bibliothek.

Noch bekannter wurde das Schloss als es 1964 zu Dreharbeiten für die Hollywood-Produktion „Sound of Music“ genutzt wurde. Im Meierhof ist seit 2014 ein Hotel untergebracht, dass neben den herkömmlichen Einzel- und Doppelzimmern 12 Suiten im Schloss vermietet. Alle öffentlichen Räume des Schlosses stehen somit den Gästen zur Verfügung.

Schloss Leopoldskron

Schloss Leopoldskron

Schloss Leopoldskron

Deckengewölbe

Deckengewölbe in der Kapelle

Suite im Schloss Leopoldskron

Suite im Schloss Leopoldskron

Frühstücksraum

Frühstücksraum

Leopoldskroner Weiher

Leopoldskroner Weiher

Wer mich also in seine Abendgebete einschließen möchte, kann dies gerne in der hauseigenen Kapelle erledigen und wer seine Abendlektüre vergessen hat, dem stehen in der Bibliothek über 10.000 Bücher zur Verfügung.

Und wer mich einladen möchte, um mir die Möglichkeit zu geben um diesen Satz zu schreiben: „Zum ersten Mal habe ich im Schloss Leopoldskron übernachtet“, soll mir bitte eine E-Mail schreiben.

Salzburg hat mich zu eingeladen die Stadt von einer neuen Seite kennenzulernen. Vielen Dank!

7 comments to Salzburg – Mein erstes Mal

  • In Salzburg war ich schon ganz lange nicht mehr, da muss ich unbedingt wieder mal hin.
    Ich liebe das erste Foto mit dem Nebel!!!
    LG Sabienes

  • Kia

    Wunderschöne Bilder! Ich plane im Dezember auch einen kleinen ausflug nach Salzburg um den Weihnachtsmarkt dort zu besuchen und dein Blogbeitrag hat mir gleich noch ein bisschen mehr Lust drauf gemacht 🙂

  • Andersreisender

    Mir gefällt es, die Stadt, in der ich wohne, aus einer anderen Perspektive zu sehen. Irgendwie besucht man dort, wo man wohnt, die Sehenswürdigkeiten nicht. Dabei gibt es viel Spannendes zu entdecken. Das macht man maximal dann, wenn jemand zu Besuch kommt… oder man freut sich darüber, wenn jemand vom Besuch im Blog erzählt. 🙂

  • karin sophie pfliegler

    Mozart in Residenz – danke für den Hinweis. Ich war schon einige Male im Konzert und es ist jedes Mal wieder spannend. Ich bin dankbar, dass meine Stadt Salzburg ein so hochwertiges Konzert mit soviel SPaß und Spannung den Gästen aus aller Welt – nämlich ausserhalb der Festspielzeit – anbieten kann.

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