Verliebt in die Schweizer Schokolade

Seit heute Morgen grüble ich an einer Variante des offiziellen Hashtags des Schweiz Tourismus #verliebtindieschweiz. Soll ich #verliebtindieschweizerwolken wählen oder #werfindetdieberge? Mein Problem ist nämlich folgendes: Ich plane einen Ausflug auf das Jungfraujoch, #topofeurope sozusagen. Nur ist der Himmel über Interlaken #grauingrau. Und das soll sich laut Wetterbericht auch in den nächsten Stunden und Tagen nicht ändern.

Macht Schweizer Schokolade glücklich?

So ist nicht nur der Himmel betrübt, ich bin es auch. Grundsätzlich müsste ich glücklich sein, bei den Unmengen an Schweizer Schokolade, die ich verkostet habe. Dabei ging es aber gar nicht nur ums Verkosten. Im Funky Chocolate Club stellte ich beim Schokoworkshop drei höchst individuelle Schokoladentafeln her und ging mit einem Muskelkater raus. Rühren, rühren und nochmals rühren lautet die Devise, wenn man flüssige Schokolade in die richtige Verarbeitungstemperatur von 32 Grad bringen möchte.

Kakaobohnen

Kakaobohnen

Dunkle Schokolade

Dunkle Schokolade

Die Temperatur checkt man dann entweder mit einem Messgerät oder man macht die Probe mit der Schokolade selbst. Hebt man die Spachtel in die Höhe und die herab rinnende Schokolade bildet ein Muster bzw. hebt sich von der Schokolade in der Schüssel ab, ist die Temperatur genau richtig. Und wer jetzt nicht versteht, was ich da verzweifelt zu erklären versuche, sieht sich folgendes Bild an:

Schokolade Workshop

Schweizer Schokolade selbst gemacht

Genau so soll es aussehen, erklärt mir Michaela. Sie hat gemeinsam mit ihrer Freundin Tatiana 2014 den Funky Chocolate Club gegründet und ist die heutige Chocolatier vom Dienst. Sie erklärt uns mit viel Humor und guter Laune die Herkunftsländer von Kakaobohnen, wie aus einer Kakaobohne Schokolade wird und warum die richtige Temperatur bei der Schokoladeherstellung so wichtig ist.

Michaela vom Funky Chocolate Club

Michaela vom Funky Chocolate Club, die Chocolatier vom Dienst

Nach der Temperaturprobe füllen wir die Schokolade in einen Dressiersack, was in einer ziemlichen Sauerei enden kann, glücklicherweise wurden wir mit Kochschürzen ausgestattet. Schließlich ist auch dieses Kunststück vollbracht, und jetzt beginnt der kreative Teil. Wir spritzen die warme Schokolade in die erste Form und legen ein Musterpapier darauf. Schokoladentafel Nummer wird von mir mit Chili bestreut, die anderen Teilnehmer des Workshops toben sich mit Schokolinsen, Zuckerperlen und Schokoladenspänen aus.

Schokolade Workshop

Schokolade Workshop in Interlaken

I love Schweiz – dieser Spruch kommt auf die Schweizer Schokolade

Für die dritte Tafel bekomme ich einen Dressiersack mit weißer Schokolade in die Hand gedrückt. Weiße Schokolade besteht ausschließlich aus Kakaobutter, das habe ich gerade im Workshop gelernt.
Soll ich ein Muster kreieren oder meinen Bloggernamen schreiben? Für meinen Namen reicht der Platz nicht, schnell entschlossen kommt „I love Schweiz“ auf die Tafel. So, fast fertig. Denn jetzt muss die Schoki oder Schoggi, wie die Schweizer sagen, in den Kühlschrank und erst morgen dürfen die Tafeln verkostet werden.

Schweizer Schokolade

Schweizer Schokolade

Today I became a swiss chocolatier

Today I became a swiss chocolatier

„Ja, was wird morgen sein?“, seufze ich in den abendlichen Wolkenhimmel. Zum Trost schiebe ich mir ein Stück Schokolade in den Mund und kreiere einen neuen Hashtag: #verliebtindieschweizerschokolade und #vielleichtgeschehenjanochzeichenundwunder.

Und hier das gute gelaunte Team vom #funkychocolateclub:

Team vom Funky Chocolate Club

das gut gelaunte Team vom Funky Chocolate Club 

Schweiz Tourismus hat mich nach Interlaken eingeladen. Vielen Dank!

Lust auf einen Schokoladenworkshop mit viel Spaß und gute Laune?
Hier entlang: Funky Chocolate Club

Weitere Informationen über Interlaken  findet ihr hier: Interlaken

Unkompliziert bin ich mit dem Swiss Travel Pass durch die Schweiz gereist. Alle Informationen über das Swiss Travel System findet ihr hier: Swiss Travel System

Wer sich über einen Urlaub in der Schweiz informieren möchte, ist hier an der richtigen Adresse: MySwitzerland


In Costa Rica habe ich übrigens zugeschaut, wie aus Kakaobohnen Schokolade wird.
Und in Flandern war ich bei Chocolatier Laurent Gerbaud zu Gast.

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