Au revoir, Vienne! Bienvenue, Paris!

Ich erinnere mich an den Französischunterricht in meiner Schule, als ich ein Semester lang außer „Bonjour, Madame!“ kein einziges Wort Französisch gesprochen habe. Es war auch nicht notwendig, mit den schriftlichen Vokabeltests und Schularbeiten schaffte ich gerade noch eine positive Note ins Jahreszeugnis. Mit Englisch erging es mir übrigens kaum besser, nur lautete da die korrekte Anrede „Good morning, Sir!“, je militärischer, umso besser, unser Lehrer war Reserveoffizier beim Bundesheer.

Sprachen lernen leicht gemacht?

Dass ich in den Fremdsprachen nicht gut war, störte mich (noch) nicht, ich glänzte in Mathematik und Physik. Als sich jedoch in Laufe der Jahre meine Reisetätigkeit steigerte, hatte ich ein ernstes Problem. Mit den Worten „Good morning, Sir“ und „Bonjour, Madame“ konnte ich kein Hotelzimmer reservieren, keinen Mietwagen buchen und ich bekam auch kein Essen serviert. Konversationen über das Wetter, die Politik und das Leben allgemein blieben mir ebenfalls versagt. Was also tun?

Französisch lernen in Paris

Französisch lernen in Paris

Ich versuchte es mit Unmengen an Lernmaterialien, die ich nach Hause schleppte, als Buchhändlerin saß ich an der Quelle. Ich abonnierte Sprachzeitschriften, legte CD-ROMS in den Computer ein, lud Podcasts hoch, sah mir Kinofilme in Originalsprache an und probierte Apps. Geholfen hat mir das alles nichts, denn kaum richtete jemand ein fremdsprachiges Wort an mich, gab ich vor, ihn nicht zu verstehen. Im Nachhinein verstehe ich mein Verhalten selbst nicht mehr, doch immerhin fand ich einen Ausweg aus dieser Situation. Ich buchte einen Englischkurs in Edinburgh und es war wunderbar.

Zwar brachte ich meiner Hostmum nicht genug Respekt entgegen, als sie erwähnte, ihr Sohn sei mit Prinz William zur Schule gegangen, auch brauchte ich mindestens zwei Tage um das „Haua?“ des Busfahrers als schottisches „How are you?“ zu interpretieren, aber der Auslandsaufenthalt brachte mich endlich dazu, Englisch mit leicht schottischen Akzent zu sprechen.

Damals habe ich Flug, Sprachkurs und Aufenthalt selbst gebucht, wahrscheinlich wollte ich meine Selbständigkeit unter Beweis stellen. Heute ist mir das aus Zeit- und zugegeben auch aus Bequemlichkeitsgründen nicht möglich, da wende ich mich viel lieber an Yalea Sprachreisen und lasse mir meinen einwöchigen Sprachkurs in Paris nach meinen Wünschen zusammenstellen.

Cafe le Savoy

Cafe le Savoy

Mein Sprachkurs in Paris – Organisiert von Yalea

Die Sprachschule soll zentral liegen, meine Gastfamilie nicht weit entfernt von der Schule wohnen und um die Flugbuchung wollte ich mich auch nicht kümmern müssen. Natürlich gingen dann noch einige Mails hin und her. Ich musste zum Beispiel einen Fragebogen ausfüllen, ob ich an gesundheitlichen Problemen oder Allergien leide. Ich wurde vor die Wahl gestellt, ob ich in einer Familie mit oder ohne Kinder leben möchte. Ist mir egal. Will ich in einer Nichtraucherwohnung wohnen? Eindeutig ja. Bevorzuge ich eine bestimmte Ernährung (z.B. vegetarisch)? Nein, aber ein pain au chocolat jeden Morgen zum Frühstück wäre super!

Bücherflohmarkt in Paris

Bücherflohmarkt in Paris

Per Mail erreichten mich Flugticket, Kursbestätigung und eine Einstufungstest der Sprachschule. Einen weiteren Test wird es dann am ersten Tag in der Schule geben. Zehn Tage vor Beginn meiner Reise bekam ich dann die Adresse meiner Gastfamilie mitgeteilt mit der Bitte ihnen meine Ankunftszeit mitzuteilen. Das habe ich in zugegebenermaßen schlechtem Französisch gemacht, aber Madame Jacqueline hat mich trotzdem verstanden und mir prompt zurückgeschrieben. Ich bin mit sämtlichen Adressen, Stadtplänen, Telefon- und Notfallnummern ausgestattet, sogar an die Nummer des österreichischen Generalkonsulats hat man gedacht.

Vente de Pommes

Vente de Pommes – Nach meinem Sprachkurs werde ich französische sprechen

Packen muss ich leider selber (Tipps zur Reisevorbereitung und eine Packliste als PDF-Download gibt’s übrigens auf der Homepage von Yalea). Kommenden Sonntag (3.Juli 2016) geht es los und ich bin schon sehr gespannt auf meine Lehrer, Mitschüler, meine Gastfamilie und Paris. Und wer es noch nicht mitbekommen hat: In Frankreich findet zurzeit die Fußball-EM statt. Daher möchte ich zumindest einmal die Fanmeile beim Eiffelturm besuchen. Und wer wissen will, was ich in Paris sonst noch so unternehme, folgt mir am besten unter dem Hashtag #YaleaGoesEURO16.

Au revoir, Vienne! Bienvenue, Paris!

Diese Sprachreise nach Paris erfolgte auf Einladung von Yalea Languages. Vielen Dank!

Paris habe ich schon öfter besucht, wer sich für die Stadt interessiert findet hier meine Tipps: Paris

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