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Der Rest der Welt

Das Hochpustertal - immer eine Reise wert

Und wieder einmal hat es mich nach Südtirol verschlagen, diesmal ins Hochpustertal. Die Südtiroler Täler haben alle einzigartige Namen und genauso einzigartig sind die Hotels, Sehenswürdigkeiten und Menschen. Heute bin ich zu Gast im Hotel Alpenblick in Sexten, einem Hotel mitten in den Dolomiten.

Sexten im Hochpustertal

Das Hochpustertal hat viele Namen. Die einen nennen es „Das Land der Drei Zinnen“, die anderen das „Hochtal der Dolomiten“. Die Landschaft ist so beeindruckend, dass die UNESCO sie zum Weltkulturerbe erklärt hat. Verständlich, wenn man direkt vor der spektakulären Gebirgslandschaft steht. Natürlich sind die Drei Zinnen bei den Kletterern heiß begehrt, aber soweit kommt’s noch, dass ich mir für meine ersten Klettererfahrungen einen so bekannten Gipfel aussuche. Bereits im August 1869 standen zum ersten Mal drei Alpinisten am Gipfel der Großen Zinne: Paul Grohmann, Franz Innerkofler und Peter Salcher. Dann folgte lange nichts. Erst 10 Jahre später wurden die Westliche Zinne und die Kleine Zinne erobert. Dann folgte wieder lange nichts. 1933 schrieb der Bergführer Emilio Comici Klettergeschichte, als er mit einer neuen Route den Gipfel der Großen Zinne erklomm. Wie haben die das damals bloß geschafft? Wie gesagt, Klettern ist nichts für mich. Dann lieber Wandern und die Natur genießen.

Drei Zinnen

Doch das Hochpustertal ist nicht nur für Wanderfexen, Skifahrer und Langläufer interessant. Wer weiß denn schon, dass der berühmte Komponist Gustav Mahler im Hochpustertal seine Sommerfrische verbrachte und im Komponierhäuschen in Toblach, das heute noch besichtigt werden kann, die „Neunte Symphonie“, die „Zehnte Symphonie“ (unvollendet) und „Das Lied von der Erde“ komponierte. Ihm zu Ehren finden jedes Jahr im Sommer die Gustav Mahler Musikwochen statt.
Dass die feine Gesellschaft der k.u.k. Monarchie aus Wien das Hochpustertal als Sommerfrischeziel erkor, hat übrigens einen ganz einfachen Grund: Die Südbahnstrecke wurde in der Hälfte des 19.Jahrhunderts erschlossen. Wien wurde mit Franzensfeste verbunden, die Fahrt zu den Drei Zinnen dauerte nur einen Tag.

Wer mehr über Geschichte erfahren möchte, ist im Museum Dolomythos bestens aufgehoben. Direkt im Zentrum von Innichen gelegen, bietet dieses Museum allerlei Wissenswertes über die faszinierenden Berge. Es gibt Einblicke in die Geschichte der Dolomiten, in die Entstehung der Landschaft und widmet sich auch den bekannten Dolomiten-Sagen. Ein echter Schlechtwettertipp! Und wenn man schon in Innichen unterwegs ist, kann man auch der Stiftskirche einen Besuch abstatten. Die Kirche wird auch „Dom von Innichen“ genannt und zählt zu den bedeutendsten romanischen Sakralbauten im Ostalpenraum.

Auf eine weitere Besonderheit hätte ich jetzt fast vergessen: Die Sextner Sonnenuhr muss man einfach gesehen haben, denn dieses Naturschauspiel ist einzigartig. Fünf Dolomitengipfel bilden eine Sonnenuhr aus Stein. Den schönsten Blick auf die Sextner Sonnenuhr hat man vom Fischleintal aus.

Hochpustertal

Und wie bei allen meinen Reisen darf auch die Kulinarik nicht fehlen und somit ist ein Besuch in der Käserei Sexten Pflicht. Seit ich einmal im Salzburgerland selbst Käse hergestellt habe, interessiert mich das Thema. Seit 1929 werden hier in der Käserei Milchprodukte hergestellt, unter anderem der von mir so geliebte Graukäse.

Zu einer ausgedehnten Wanderung hat es bei meinem Kurzurlaub diesmal nicht gereicht, aber wie heißt es so schön? Aufgeschoben ist nicht aufgehoben…