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Der Rest der Welt

[7ways2travel]: 7 Bilder, die ich euch noch nie am Reiseblog gezeigt habe

Grob geschätzt habe ich dieses Jahr 7000 Fotos geschossen. Alleine von der Nordsee-Reise habe ich 2008 Bilder mitgebracht. Verblogt habe ich davon genau 26. Die restlichen 1982 Bilder harren also noch auf meiner Fotodatenbank. Wann werde ich Zeit finden um die Blogbeiträge über das Wattenmeer, Wilhelmshaven und Dangast zu schreiben und zu veröffentlichen? Meine nächste Reise steht nämlich schon bevor.

Das Reisejahr der Reisebloggerin

Dieses Jahr war genauso reiseintensiv wie die anderen Jahre. Begonnen hat das Reisejahr 2017 in Livigno. Nach einem anschließenden Zwischenstopp im Tiroler Wipptal folgte im März meine erste Fernreise des Jahres. Ich unternahm eine dreiwöchige Rundreise nach Myanmar. Nach einem Städtetrip nach Belgrad mit Freundinnen folgte eine kulinarische Pressereise in die Ostschweiz. Den gesamten Juni verbrachte ich auf Safari in Botswana. Meinen Vorsatz den Sommer in Wien zu verbringen konnte ich fast einhalten. Mir kam nur das Reisebloggertreffen in Gastein, ein knapp einwöchiger Aufenthalt an der Nordsee und ein Kurztrip nach Oberösterreich dazwischen.

Ich fotografiere zuviel und lösche zuwenig

Und übermorgen sitze ich endlich wieder im Flugzeug! Mit dabei: meine Panasonic DMC-TZ101. Mit einem Vorgängermodell habe ich in Laos begonnen zu fotografieren. Den Reiseblog gab es noch gar nicht. Schon damals entstanden um die 2000 Bilder. Fotografieren macht mir Spaß, das Löschen der entstandenen Bilder weniger. Zwar versuche ich bei langweiligen Busreisen oder am Heimflug verwackelte oder doppelte Fotos zu löschen, meistens bleibt es allerdings beim Vorhaben. Und schließlich landen doch wieder alle Bilder im digitalen Nirwana.

7 Bilder – 7 Geschichten – 7 Bildergeschichten

Da es den Reisebloggerkollegen und – kolleginnen von #7ways2travel ähnlich geht wie mir, haben wir beschlossen, im Oktober sieben Bilder zu präsentieren, die es noch nie auf unsere Reiseblogs geschafft haben.

Drei der sieben Bilder hatte ich ganz schnell ausgewählt. Diese Bilder sind in Situationen entstanden, die sich tief in mein Gedächtnis eingeprägt haben. Schon immer wollte ich darüber schreiben, habe es aber zu lange vor mir hergeschoben. Die geplanten Artikel landeten im Laufe der Zeit ganz unten auf meiner imaginären to-do-Liste und verschwanden schließlich ganz.

„Hello Mister!“ – Drei Bilder aus Sulawesi

Im Juni 2014 war ich mit meinem Partner drei Wochen auf der indonesischen Insel Sulawesi unterwegs. Im Rückblick betrachtet, war es bisher meine exotischste Reise. Das begann schon am ersten Tag, als wir uns in Makassar ein altes holländisches Fort ansahen. Wir wurden ständig angesprochen: „Hello, Mister! Hello, Miss! May we take a picture of you? Please?“. Oftmals wurden wir heimlich abfotografiert. Einerseits war das abfotografiert werden anstrengend, andererseits kam man so mit den Leuten ins Gespräch. Als Ausländer fühlten wir uns auf jeden Fall willkommen und bei Familienfeiern waren wir gern gesehene Gäste.

Wie gratuliert man einem Hochzeitspaar auf Sulawesi?

So auch bei einer Hochzeitsfeier. Wir fahren in einem Taxi von Rantepao zum Poso-See. Auf der Strecke fällt mir ein großes, weißes Zelt direkt neben der Straße auf. Der Taxifahrer, der leidlich Englisch spricht, erzählt von einer Hochzeit. Ob er zurückfahren solle? Mein Partner und ich schauen uns an. Mit unseren Outdoorklamotten sind wir nicht richtig für eine Hochzeit gekleidet. Man stelle sich außerdem ein Familienfest in Österreich vor, wo plötzlich zwei wildfremde Personen auftauchen würden. „No problem“, meint unser Chauffeur. Er fährt zurück und lässt uns aussteigen. Wir hören laute Musik. Aufgeregt werden wir am Zelteingang begrüßt. Zu linker Hand ist eine Bühne aufgebaut, davor sitzen um die einhundert Personen auf weißen Plastiksesseln. Auf dem Podium sitzt das reich geschmückte Brautpaar, flankiert von Kindern und Erwachsenen in Festtagsgewändern. Kaum erhasche ich einen Blick auf das Brautpaar, bricht die Musik ab.

Das Brautpaar steht auf. Alle Festgäste stehen auf. Alle Augen sind auf uns gerichtet. Eine erwartungsvolle Stille legt sich über das Geschehen.

Zögernd steigen wir die Stufen zur Bühne hoch. Wie gratuliert man einem sulawesischen Brautpaar zur Hochzeit? Hände schütteln kann eigentlich nicht verkehrt sein. Wir schütteln die nächsten Minuten alle Hände, die sich uns entgegen strecken und arbeiten uns so bis zum Brautpaar vor. Ein verlegenes Lächeln auf beiden Seiten begleitet unsere Hochzeitswünsche. Schon steigen wir die Treppen auf der anderen Seite der Bühne hinab. Das Brautpaar und die Festgäste nehmen wieder ihre Plätze ein. Die Musik beginnt zu spielen.

Ein jüngerer Mann zeigt auf große Kochtöpfe, die auf Tischen außerhalb des Zeltes aufgestellt sind. Wir deuten diese Geste als Essenseinladung. Wir zögern, doch als wir unseren Fahrer in der Menge entdecken, greifen auch wir zu. Das Essen war übrigens das Beste, das ich in Sulawesi gegessen habe.

Auf der Hochzeit in Sulawesi

Wie gratuliert man einem Hochzeitspaar auf Sulawesi?

Womit ich auch schon beim nächsten Bild bin…

Was kocht man auf Sulawesi?

Das Verkehrsnetz auf Sulawesi ist nicht das Beste. In der Regensaison schwemmen viele Muren die Straßen weg. Zweimal haben wir Straßensperren erlebt, die um die drei Stunden gedauert haben. Was macht man in der Wartezeit? Man steigt aus und kommt mit den Leuten ins Gespräch. So zum Beispiel mit einem Mopedfahrer, der in einer Holzkiste Flughunde transportierte. Nennt mich naiv, aber es wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass die Antwort auf meine Frage „What do you do with these animals?“ lauten würde: „I’ll bring them to the restaurant. They taste very good.“

Flughunde sind eine Delikatesse auf Sulawesi

Flughunde sind eine Delikatesse auf Sulawesi

Tja, andere Länder, andere Sitten. Das gilt in Sulawesi sowohl für Hochzeitsfeiern als auch für Begräbnisse. Eine Region im Inneren des Landes ist für Begräbnisse berühmt, die mehrere Tage dauern. Touristen sind herzlich willkommen.

Bei den Begräbnisfeierlichkeiten im Land der Toraja

Zwei Tage durften wir bei den speziellen Begräbnisfeierlichkeiten in Tana Toraja zusehen. Die ganze Zeremonie zu beschreiben, würde diesen Rahmen sprengen. Kurz gefaßt: Bei den Torajas dauert ein Begräbnis schon einmal eine ganze Woche. Je angesehener der Verstorbene in der Gemeinde war, umso mehr Gäste erscheinen. Und je mehr Gäste erscheinen, umso mehr Büffel werden geschlachtet. Schließlich wollen alle verköstigt werden.
Diese Schlachtungen werden früh am Morgen durchgeführt.

Mein Bild zeigt das Blutbad nach der Schlachtung von sechs Büffeln. Einer der Büffel konnte übrigens entwischen.

Büffelschlachtung auf Sulawesi

So sieht es nach einer Büffelschlachtung aus…

Sulawesi, diese Insel wäre noch mindestens 10 Blogposts wert.

Mit Bild Nummer vier entführe ich euch nach St.Petersburg.

Im Juli 2015 war ich mit dem Kreuzfahrtschiff Mein Schiff in der Ostsee unterwegs. Unsere Reiseroute: Helsinki – St.Petersburg – Tallin – Stockholm. Da ich mich zu spät um ein Visum für Russland gekümmert hatte, konnte ich nicht individuell von Bord gehen. Ich nahm an beiden Tagen, die wir in St.Petersburg verbrachten, an geführten Touren teil. Dabei konnte ich in kurzer Zeit viel besichtigen, doch in der Eremitage, die am Bild abgebildet ist, war ich zum Beispiel nicht. Darum möchte ich unbedingt noch einmal in diese unglaubliche Stadt.

Die Eremitage in St.Petersburg

Die Eremitage in St.Petersburg, da will ich unbedingt einmal hinein!

Auch das nächste Bild zeigt eine Stadt, die mich begeistert hat:

La Paz in Bolivien

Der Regierungssitz Boliviens liegt in einem Talkessel, die Häuser stehen eng aneinander und schmiegen sich an die Hänge. Die Topographie der Stadt lässt nur wenige breite Straßen zu, die Folge ist ein ständiges Verkehrschaos. Daher hat sich der Präsident Evo Morales entschlossen, den öffentlichen Verkehr mit Hilfe von Seilbahnen zu organisieren. Bei meinem Besuch im Jahr 2016 waren drei Seilbahnlinien fertiggestellt, an einer vierten wurde noch gebaut. Es hatte etwas Erhebendes über der Stadt zu schweben.

La Paz

In La Paz besteht das öffentliche Verkehrssystem aus Seilbahnlinien

Mein Aufenthalt in Bolivien war wirklich viel zu kurz. Ganze zwei Tage dauerte der Ausflug, der bei der Peru-Rundreise mit angeboten wurde. Bei meinem nächsten Besuch bleibe ich viel länger, alleine für den Blick von der Sonneninsel auf die Königskordillere lohnt sich die weite Anreise.

die Königskordillere in Bolivien

Die Königskordillere in Bolivien, ein unvergesslicher Anblick

Ein Thema, das mich immer und überall interessiert ist Handwerk. Ein Land, das auf diesem Gebiet besonders viel zu bieten hat, ist Myanmar

Die Goldschläger von Mandalay

Wumm-wumm, wumm-wumm, kaum biegt unser Taxi in die Straße in Mandalay ein, höre ich dieses Geräusch. Das Echo verteilt sich in der Straße und tausendfach ertönt es in meinen Ohren. Wumm-wumm, wumm-wumm. Wir steigen aus dem Wagen und stehen in einer offenen Werkstatt. Links von mir schlagen drei Männer mit 10 Kilogramm schweren Hämmern auf kleine, unscheinbare Pakete ein. Der Lärm wird zu einer rhythmischen Musik, wumm-wumm, wumm-wumm. In den Paketen befindet sich kostbarstes Edelmetall, es ist Blattgold, das in Mandalay in Handarbeit hergestellt wird. Immer und immer wird auf das Päckchen eingeschlagen, bis das Blattgold die richtige Stärke von 0,0001 mm erreicht hat. Plötzlich ändert sich der Takt, einer der Blattgoldschläger legt den Hammer beiseite. Stolz präsentiert er mir seine Arbeit.

Goldschläger in Mandalay

Der Goldschläger zeigt mir das soeben geschlagene Blattgold

Sieben Fotos habe ich für euch rausgesucht. Auf den Blogs meiner Reisebloggerkollegen und –kolleginnen findet ihr ebenfalls sieben außergewöhnliche, lustige und fantastische Fotos.

Die Reisebloggerin bei 7ways2travel

Montag: Meli und Juergen zeigen die lustigsten Fotos auf Lifetravellerz.com

Dienstag: Cori und Flo von Travelpins.at zeigen ihre sieben Bilder, die es noch nie auf den Blog geschafft haben

Mittwoch: Ich präsentiere euch meine sieben Bildergeschichten

Donnerstag: Gerhard von Andersreisen.net hat sicherlich viele Bilder von seinen Reisen mitgebracht

Freitag: Auf die sieben Bilder von Christina aka CitySeaCountry.com bin ich schon sehr gespannt

Samstag: Welche 7 Bilder hat Maria von kofferpacken.at für euch ausgewählt?

Sonntag: Ob Angelika vom Wiederunterwegs.com Reiseblog 7 Bilder von Reisehund Coffee zeigt? 

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