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[7ways2travel] – Reiseziele 2018: Usbekistan ist mein Reisetipp

Usbekistan? Wo ist denn das?

Zugegeben, ich mache es meinen Freunden und Familienmitgliedern nicht gerade leicht bei der Auswahl meiner Reiseziele. Manchmal muss sogar ich die Länder im Atlas nachschlagen. Oder hättest Du gewußt, dass die Hauptstadt von Usbekistan Taschkent heißt? Und dass Usbekistan ein Doppelbinnenstaat ist und sich diese geographische Besonderheit mit Liechtenstein teilt?

Eine Stadt in Usbekistan kennen allerdings alle. Der Name weckt Assoziationen. Nach Kamelkarawanen und Gewürzen, nach Seide und längst vergangenen Geschichten. Die Rede ist von Samarkand. Dieser Stadt eilt ein gewisser Ruf voraus. Sie wird mit den Adjektiven prächtig, märchenhaft und mystisch umschrieben.

Samarkand – Unterwegs entlang der Seidenstraße

Schließe ich die Augen am legendären Registanplatz in Samarkand, kann ich mir die Kamelkarawanen vorstellen. Das Gemurmel der vielen Touristen interpretiere ich als Gefeilsche der Händler, die den Platz zwischen den Medresen als Marktplatz nützen. Kamele werden be- und entladen, die Luft schwirrt über vor Geschäftigkeit. Kostbare Gewürze wechseln die Besitzer, wertvolles Porzellan wird umgepackt. Ein wichtiges Handelsgut ist Seide, ein heiß begehrter Rohstoff an Europas Königshäusern.

Öffne ich meine Augen, blicke ich auf drei Medresen, die den Registan in Usbekistan einrahmen. Die kunstvoll gestalteten Mosaike an den Eingangsfronten leuchten um die Wette. Eine Medrese ist eine Art Hochschule, in der neben dem Koran, dem Arabischen auch Kalligraphie und islamisches Recht studiert wurde. Statt Studenten eilen heute Touristen über den Platz, immer auf der Suche nach dem schönsten Fotomotiv.

Schirdor Medrese in Samarkand

Schirdor Medrese in Samarkand

Nekropole in Samarkand in Usbekistan

Nekropole in Samarkand in Usbekistan

Die Karawane zieht weiter – nächster Stopp: Buchara

Wie Samarkand gehört Buchara zu den Städten entlang der Seidenstraße.  Untergebracht bin ich in einem kleinen Boutiquehotel in der Altstadt. Zur Begrüßung bekomme ich Mandeln gereicht. Es ist schwer zu erklären, doch Mandeln schmecken in Usbekistan ganz anders als bei uns. Sie sind nicht bitter, sondern süß. Oft sind sie nicht geschält, sondern man bricht sie aus der Schale.

Buchara hat das, was mir in Samarkand abgegangen ist: eine Altstadt mit schmalen Gassen. Und dann gibt es sogar eine richtige Burg, die im tadschikischen Dialekt Ark genannt wird. Der Ark war Wohn- und Regierungssitz der Emire.

Schräg vis-a-vis des Eingangs der Ark befindet sich die Bolo-Chaus-Moschee. Auch Nicht-Muslime sind eingeladen, die Moscheen in Usbekistan zu betreten und das reich verzierte Innenleben zu bewundern. Mir haben es die 20 Holzsäulen angetan, die das Entree schmücken. Spiegeln sich die Säulen im Wasserbecken, das vor der Moschee angelegt wurde, ergibt das die usbekische Glückszahl 40.

Im Boutiquehotel in Buchara

Im Boutiquehotel in Buchara

Die Ark in Buchara

Die Ark in Buchara

Freitagsmoschee in Buchara

Freitagsmoschee in Buchara

Chiwa – Freilichtmuseum und UNESCO-Weltkulturerbe

Die dritte Stadt im Bunde, die sich wie eine Perle entlang der Seidenstraße reiht, ist Chiwa. Chiwa war vor über tausend Jahren Hauptstadt des Reiches der Choresm und wie Samarkand und Buchara ein bedeutender Handelsplatz.

Ich liebe es, Städte von oben zu betrachten und in Chiwa gibt es gleich zwei Möglichkeiten. Einmal steige ich die wenigen Treppen zum ehemaligen Wachturm der Kunja Ark empor und blicke hinüber zum Kalta Minor. Das über und über mit Fliesen verzierte Minarett sollte ursprünglich viel höher in den Himmel reichen. Es gibt viele Spekulationen, warum Mohammed Armin Khan den Bau stoppen ließ. Eine Variante gesagt, der Bauherr wollte nicht, dass die Muezzins in seinen Harem blicken konnten.

Für die Besteigung des Islam-Hodscha-Minaretts zahlt man extra Eintritt, doch der Rundblick ist jeden Som wert.

Chiwa

Chiwa

Chiwa von oben

Chiwa von oben

Dschuma Moschee in Chiwa

Dschuma Moschee in Chiwa

Islam Hodscha Minarett in Chiwa

Islam Hodscha Minarett in Chiwa

Weitere Sehenswürdigkeiten in Usbekistan

Mit Chiwa, Buchara und Samarkand habe ich die schönsten Städte in Usbekistan besucht. Da meine Rundreise in Taschkent, der Hauptstadt von Usbekistan, beginnt und endet, habe ich genügend Zeit, mir die Gebäude der russischen Moderne anzusehen.

Neben Taschkent stand auch der Friedhof der Schiffe am ehemaligen Aralsee auf meinem Besichtigungsprogramm. Zusätzlich habe ich den Osten des Landes besucht und konnte im Ferghanatal den Seidenweberinnen bei ihrer Arbeit zusehen.

In Usbekistan hatte ich die Möglichkeit, viele Märkte zu besuchen. Neugierig geworden? Hier geht es zum Film:

Weitere Informationen über Usbekistan:

Einreise und Visum:
Mein Visum für Usbekistan habe ich im Konsulat in Wien beantragt. Die Bearbeitung dauerte genau eine Woche. Alle Infos: http://www.usbekistan.at/de/services/visa-fuer-privatreisen

Empfohlene Reisezeit laut meinem Guide:
Frühling (März, April, Mai) und Herbst (September, Oktober)
Bei meinem Besuch im Oktober hat es an zwei Tagen geregnet.

Essen und Trinken:
Das Nationalgetränk ist grüner Tee. In den Restaurants wird auch Alkohol ausgeschenkt.
Die Nationalspeise der Usbeken heißt Plov. Es ist ein Reisgericht mit Lamm- oder Rindfleisch, Gemüse und manchmal auch Rosinen. Besonders gut haben mir die mit Kürbis gefüllten Teigtaschen geschmeckt. Sie werden Manti genannt. Zu allen Speisen wird traditionell Brot gereicht.

Gewürze am Markt

Gewürze am Markt

Das Nationalgericht Plov

Das Nationalgericht Plov

Brot in Usbekistan

Brot in Usbekistan

Die Reise nach Usbekistan erfolgte auf Einladung von Reisefieber – Der Asien Spezialist für Asien Reisen.

Reiseziel 2018 – Die Reiseblogger von #7ways2travel zeigen Dir die schönsten Länder fürs kommenden Jahr

Die Reisebloggerin bei 7ways2travel

Meli und Juergen von Lifetravellerz schicken Dich 2018 auf die Azoren
Angelika vom Reiseblog Wiederunterwegs träumt sich an die holländische Nordsee 
Cori und Flo von Travelpins schwärmen (noch immer) von Madagaskar
Maria von kofferpacken.at packt ihre Koffer immer wieder für Portugal
Meinen Reisetipp für Usbekistan hast Du hoffentlich soeben gelesen
Gerhard von Blog Andersreisen hat als Reisetipp die Mongolei parat
Christina von CitySeaCountry findet die Costa Brava als Reiseziel spannend

5 comments to [7ways2travel] – Reiseziele 2018: Usbekistan ist mein Reisetipp

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