Außergewöhnlich übernachten auf der ganzen Welt
Außergewöhnlich übernachten in einem Leuchtturm
Gemeinsam laden wir unser Gepäck und die Einkäufe in ein kleines Fischerboot, Darko startet den Motor und schon tuckern wir los. Der Leuchtturm auf dem Inselchen Porer schiebt sich ins Blickfeld, hier werde ich die nächsten drei Nächte verbringen.
Nach 25 Minuten haben wir unser Ziel erreicht. Darko dreht eine Ehrenrunde um den Leuchtturm, der mit 35 Metern der höchste in Istrien ist. Trotz Automatisierung ist ständig ein Leuchtturmwächter anwesend, der Funksprüche an die Küstenwache abgibt und die Funktionen des Turms überwacht.
Darko legt an der Insel an und mit Bergen von Lebensmitteln und unserem Gepäck beziehen wir unser Appartement, das aus zwei Zimmern, einer Küche mit Sitzmöglichkeit und einem Bad mit WC besteht. Sagen wir es mal so: Luxus sieht anders aus. Momentan ist alles sehr zweckmäßig eingerichtet, man könnte auch sagen: spartanisch.
Doch eigentlich macht das nichts. Nach dem täglichen Besichtigungsprogramm in Istrien (Darko spielt morgens und abends den Shuttle-Fahrer) mixen wir uns einen Drink und warten auf die Delfine, die sich pünktlich auf die Minute allabendlich vor „unserem“ Leuchtturm einfinden.





Die Einladung nach Istrien erfolgte im Rahmen der BloggerChallenge Share Istria.
Außergewöhnlich übernachten in einem Jeep mit Dachzelt
Ich und campen? Diese beiden Worte paßten irgendwie nicht zusammen. Ich war immer die erste von uns Geschwistern, die das sommerliche Zeltgelage im Garten des Elternhauses verließen und sich mitten in der Nacht ins Haus schlichen. Es war mir entweder zu warm, zu kalt, zu ungemütlich oder zu eng.
An die Überredungskünste meines Partners bezüglich des Themas Campen kann ich mich zwar nicht mehr erinnern, aber sie waren offensichtlich so erfolgreich, dass ich meine Campingkarriere in Kenia startete, und zwar mit einem Jeep inklusive Dachzelt.
Zu eng, zu kalt, zu ungemütlich und zu warm trafen natürlich auch auf diese Unterbringungsart zu. Doch sie wurden gemildert durch die Umstände, dass die Campingplätze in den Nationalparks in Kenia durchaus spannender waren als der elterliche Garten in Oberösterreich. Werde ich dort mit Vogelgezwitscher geweckt, kümmerten sich in Kenia die Affen um den Weckdienst.
Nach unserem Kenia Abenteuer waren wir 2012 in Namibia ebenfalls mit Jeep und Dachzelt unterwegs. 2017 lernten wir Botswana auf diese Art und Weise kennen (mein Highlight war der Campingplatz auf Kubu Island) und im Juni 2018 wird eine weitere afrikanische Destination mit Jeep samt Dachzelt erkundet.



Außergewöhnlich übernachten in einer Jurte
Eine Jurte ist so etwas Ähnliches wie ein Zelt, man kann also durchaus von Camping sprechen, wenn man in der Mongolei unterwegs ist und in einem Gercamp übernachtet.
Ein Gercamp ist eine Ansammlung von Jurten, sozusagen ein größeres Zeltlager für Touristen. Meist gibt es eine große Restaurantjurte und irgendwo in einer Ecke der Anlage verstecken sich die Waschräume inklusive WC.
In allen Gercamps, in denen ich übernachtet habe, befanden sich in der Gästejurte drei einfache Betten, ein Tisch mit drei Stühlen und ein Ofen, der abends von einem freundlichen Helfer beheizt wurde.
Viel spannender war es dann, von einer mongolischen Familie zu einer Übernachtung in ihre Jurte eingeladen zu werden. Anfangs wussten wir nicht so recht, wie wir mit diesem Angebot umgehen sollten, schließlich ist eine Familienjurte Küche, Schlaf- und Wohn- und Kinderzimmer zugleich. Oona, unser Guide in der Mongolei, beruhigte uns. Das Angebot sei auf jeden Fall ernst gemeint. Die Familie, bestehend aus 6 Personen, würde einfach ins Nachbargebäude umziehen. Unser Fahrer wollte ebenfalls nicht in der Jurte schlafen, er fürchtete sich angeblich vor den beiden Mäusen, die frech unter dem Bett hervorlugten.
So teilten wir uns die Jurte mit zwei Mäusen und den Küchendämpfen von vergorener Milch.





Wie man eine Jurte aufstellt, habe ich auf diesem Video festgehalten:
httpvh://youtu.be/WeEJM192Tmo
Außergewöhnlich übernachten in einem Iglu
Bereits am Nachmittag begutachteten wir unser gebuchtes Schneeiglu in Kakslauttanen in Finnland. Der Schnee glitzerte in der Sonne, es war strahlend schön, die in den Schnee geschlagenen Iglus sahen sehr einladend und freundlich aus.
Die Stimmung änderte sich radikal als ich am Abend wiederkehrte, in den Daunenschlafsack schlüpfte, mir eine Haube über den Kopf stülpte und versuchte einzuschlafen. Ich drehte mich nach links, ich drehte mich nach rechts, nichts half, es war wie man auf gut oberösterreichisch sagte „saukalt“. Nach 25 Minuten beendete ich das Einschlafexperiment und zog in meine Blockhütte um, aus der ich in weiser Voraussicht nicht ausgecheckt hatte.
Am nächsten Tag traf ich ein kanadisches Ehepaar. Sie waren ebenfalls nach wenigen Stunden aus dem Schneeiglu ausgezogen. Übernachtet hatten sie anschließend auf der Toilette, die war nämlich beheizt.


Außergewöhnlich übernachten im Baumhaus
Im Zuge meiner Arbeit bin ich auch des Öfteren als Hoteltesterin in ganz Österreich unterwegs. Dabei durfte ich einmal eine Nacht in der Baumhaus Lodge Schrems verbringen. Im Nachhinein gesehen war eine Nacht viel zu wenig. Mit genügend Lesestoff hätte ich es gut und gerne eine Woche in der Lodge ausgehalten. Das lag einerseits an der abgeschiedenen Lage am Rande des Waldes, andererseits an der gemütlichen und gleichzeitig hochwertigen Einrichtung der Lodge. Es gibt sogar einen eigenen Kamin!
Statt einem Fernseher sind viele große Fenster vorhanden, die Bäume schauen einem sozusagen beim Schlafen zu. Aufgewacht bin ich übrigens nicht vom Vogelzwitschern, sondern vom Bäcker, der in einem Leinensackerl die frischen Semmerl an die Eingangstür hängt.



Außergewöhnlich übernachten im Tipi
Auch das IKUNA Naturresort in Natternbach in Oberösterreich lernte ich aufgrund meiner Arbeit in einem Online-Reisebüro kennen.
Aus der Ferne sehen die Tipis aus, als wären die Wände aus Stoff. Erst als ich näherkomme, kann ich erkennen, dass die Zelte sehr symmetrisch aussehen und aus massivem Holz erbaut worden sind.
Ich öffne die Tür zu meinem Tipi, ein großer Raum erwartet mich. Grundsätzlich haben alle Tipis eine zweite Etage, meistens wohnen hier oben wohl die Kinder. Gerade die Jüngsten werden sich im Ikuna Tipihotel sehr wohlfühlen, der zugehörige Naturerlebnispark mit mehr als 40 Spiel- und Erlebnisstationen erfühlt so ziemlich alle Wünsche. Hier möchte man wieder Kind sein!


2 Kommentare
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GUDRUN KRINZINGER
Reiseblog von einer reiselustigen, strickbegeisterten, lesesüchtigen und fotografiewütigen Oberösterreicherin mit Hauptsitz Wien und Alte Donau.
Seit 2010 schreibe ich über meine Reisen auf dem Blog Reisebloggerin.at.
Gnihihihi, die Iglu-Story hat mir am besten gefallen. 😀
Lg /inka
Könnte ich auch verfilmen. Titel: Die kältesten Minuten meines Lebens!