Viele Wege führen nach Südtirol – Wandern in den Dolomiten

Sagenhaft! Monumental! Einzigartig! Wer die Bergwelt der Dolomiten beschreibt, kommt um Superlative nicht herum. Großartig! Extrem! Prächtig! Habt ihr schon einmal ein Bild von den drei Zinnen gesehen? Mich hat auf jeden Fall sofort die Reiselust gepackt. Sogar die Wanderlust hat sich angeschlichen, obwohl ich es mit dem Wandern eigentlich so gar nicht habe. Aber für die Dolomiten würde ich eine Ausnahme machen, ich schwöre es!

Drei Zinnen

Die Dolomiten – ausgezeichnetes Weltnaturerbe der UNESCO

Mit der Auszeichnung der UNESCO im Jahre 2009 gesellen sich die spektakulären Kalksteinspitzen zu den schönsten Bergen der Welt. Der berühmte Architekt Le Corbusier bezeichnete die Dolomiten sogar als „die schönste natürliche Architektur der Welt“.

Abend für Abend lassen sich die Besucher von einem besonderen Schauspiel faszinieren: dem Alpenglühen, auf Ladinisch „Enrosadira“ genannt. Die Berge leuchten in den schönsten Rottönen, bevor die untergehende Sonne dem Spektakel ein jähes Ende bereitet.

Der Name „Dolomiten“ stammt übrigens vom französischen Geologen und Mineralogen Déodat Gratet de Dolomieu. Dieser Forscher führte im 18.Jahrhundert die ersten Gesteinsproben durch und analysierte die Zusammensetzung. Ihm zu Ehren benannte man die gesamte Gebirgsgruppe Dolomiten und das Mineral Dolomit.

Wandern in den Dolomiten

Das Bergdorf Corvara in den Dolomiten – Ein perfekter Ausgangspunkt zum Wandern

In Corvora, einem kleinen Ort inmitten der Dolomiten, wurde Tourismusgeschichte geschrieben. Bereits in der zweiten Hälfte des 18.Jahrhunderts starteten hier die ersten Wandertouren. Im Jahre 1947 wurde der bisherige Schlittenlift durch einen Sessellift ersetzt, der erste in ganz Italien! Somit wurde der Ort besonders für Skifahrer interessant.

Doch neben den vielen Aktivitäten, die man im Winter in Corvara durchführen kann, zählen natürlich auch Bergsteigen und Wandern zu den beliebtesten Sportarten im Sommer. Kein Wunder bei der Kulisse! Der Berg, der die Ortschaft prägt, heißt Sassongher.

Die Besteigung des 2665 Meter hohen Berges zählt zu den Klassikern in Alta Badia. Für diese Wanderung sollte man unbedingt trittsicher sein und schwindelfrei sein.

Corvara in Südtirol

Wandern für Einsteiger – Von Corvara zum Col Alt und Pralongiá Hochplateau

Mir ist beim Wandern nicht die Anzahl der Höhenmetern wichtig zurücklege, sondern dass ich Zeit in der Natur verbringe. Daher suche ich mir am liebsten Wanderstrecken aus, die auch für Familien mit Kindern geeignet sind. Oder Wanderstartpunkte, die bequem mit der Gondelbahn erreichbar sind.

So gibt es zum Beispiel in Corvara zwei Bergbahnen, die die Wanderer auf über 2000 Höhenmetern bringen. Von der Bergstation der Col Alto Bergbahn wandert man über Berg- und Almwiesen zur Pralongiá Hütte, die auf 2157 Metern liegt. Das Panorama ist überwältigend. Bei guter Sicht erblickt man die Gadertaler Dolomiten und den Marmolada Gletscher.

Wanderung in Südtirol

Wandern für Fortgeschrittene – die Dolomiten Höhenwege

Insgesamt gibt es 10 Dolomiten Höhenwege. Diese Wanderwege verstehen sich nicht als Rundweg, sondern dienen der Überquerung. Mit wurde gesagt, dass der Dolomiten Höhenweg Nummer 1 der schönste sein soll. Die Attraktion dieses Höhenwegs hängt mit dem Pragser Wildsee zusammen. Dieser See mit der umliegenden Bergwelt ist traumhaft schön. Hier startet auch der Höhenweg.

Der Höhenweg Nr.1 ist 150 Kilometer lang. Erfahrene Wanderer brauchen 9 Tagesetappen, weniger tüchtige schaffen die Strecke in zwei Wochen. Vor solchen Wanderungen habe ich immer einen Heidenrespekt.

Wandern in Südtirol

Meine Bloggerkollegin Theresa von Travelwoman ist ebenfalls am Pragser Wildsee gestartet, hat aber von hier aus den Hochpustertaler Höhenweg bezwungen. Hier geht es zum Bericht: Hochpustertaler Höhenweg

Verbinde Wanderurlaub mit Wellnessurlaub in den Dolomiten

Bei ausgedehnten Wanderungen gehören Hüttenabende natürlich zum Programm, aber prinzipiell steht meinen müden Haxen nach einer Wanderung der Sinn nach einer ordentlichen Sauna oder entspannten Massagen.

Und da ich wandertechnisch sowieso eher Richtung Tagestouren tendiere, fühle ich mich in einem Wellnesshotel in den Dolomiten viel besser aufgehoben als in einer Wanderhütte. Empfehlenswert ist zum Beispiel das Wellnesshotel Col Alto in Corvara. Aber aufpassen! Wenn es in einem Hotel zu gemütlich ist, vergisst man ganz aufs Wandern…

Gewandert wird auf meinem Blog übrigens auch auf Madeira und auf den Kapverden