Campen in Schottland – Mit dem Wohnmobil auf Reisen

Sommer 2018 gab ich dem Experiment Campen in Schottland eine Chance. Warum Experiment?

Dass ich das Campen nicht unbedingt in positiver Erinnerung habe, habe ich auf meinem Reiseblog schon einmal erwähnt. Trotz dieser Erfahrung war ich in den letzten Jahren immer wieder auf Campingplätzen anzutreffen. Gerade in Namibia, Kenia und Botswana ist ein Jeep mit Dachzelt ein ideales Fortbewegungsmittel um Abenteuer und Flexibilität zu verbinden.

Trotzdem sehe ich Campen als Experiment. Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse und Ideen. In regelmäßigen Abständen wird die Packliste überarbeitet, zusätzlich landen neue Destinationen auf der eigentlich nicht vorhandenen Bucketlist. Warum aber Schottland?

Campen in Schottland

Campen in Schottland – Wildcampen erlaubt

Campen Schottland

Schottland ist eines der wenigen Ländern in Europa wo Wildcampen erlaubt ist. Klarerweise gibt es Regeln, die man befolgen soll:

  • Achte die Natur und füge ihr keinen Schaden zu
  • Nimm Deinen Müll mit
  • Verwende einen Campingkocher
  • Doppelte Vorsicht bei Lagerfeuern
  • Störe keinen Grundbesitzer

Und klarerweise gibt es auch Ausnahmen, wie zum Beispiel das Ostufer des Loch Lomond. Hier geht es zu den Bestimmungen: Camping Loch Lomond. 

Landwirtschaftliche Flächen, eingezäunte Gebiete oder Parkplätze mit Verbotsschildern sind ebenfalls denkbar ungeeignet zum Campen. Zusätzlich sollte man Plätze meiden, wo sich bereits einige Camper tummeln, denn zu große Gruppen belasten die Natur.

Natürlich gibt es in Schottland wunderschöne Campingplätze mit allen Annehmlichkeiten. Wer sich in der freien Natur nicht wohl fühlt oder lieber mit Gesellschaft campt, die Auswahl an Campingplätzen ist groß.

Camping in Schottland

Camping in Schottland – Flexibilität und Abenteuer

Campingplätze in Schottland

Zweimal suchten wir während unserer Schottland Rundreise einen Campingplatz auf. Wir mussten den WC-Tank und den Grauwasser-Tank leeren und Frischwasser nachfüllen. Diese Serviceleistungen konnten wir gegen Bezahlung in Anspruch nehmen.

Die letzte Nacht vor unserem Rückflug verbrachten wir ebenfalls auf einem Campingplatz. Dort reinigten wir das Wohnmobil, bevor wir es am nächsten Morgen unserem Vermieter zurückgaben.

Diese drei Campingplätze unterschieden sich sowohl im Preis als auch im Komfort. Somit kann ich nur sagen, dass alle Mitarbeiter freundlich und hilfsbereit waren. Wer in der Hochsaison (Juli, August) reist, sollte allerdings über eine Reservierung nachdenken. Alle drei Plätze waren gut besucht.

Durch Schottland mit dem Campingbus

Durch Schottland mit dem Campingbus

Mit dem Wohnmobil durch Schottland – Die schönsten Stellplätze

Da die Reise nach Schottland kurzfristig erfolgte, blieb für großartige Reisevorbereitungen wenig Zeit. Eigentlich waren wir schon froh, dass wir ein Wohnmobil ergatterten. Ich wollte unbedingt die Isle of Skye wiedersehen, mein Partner zeigte von der North Coast 500 angetan, den letzten Tag der Reise wollten wir in Edinburgh verbringen.

Mit diesen wenigen Plänen reisten wir unbeschwert durch Schottland und lernten die schönsten Stellplätze kennen.

Stellplatz im Fischerdorf Portmahomack

Etwas abseits der NC500 fanden wir im Fischerdorf Portmahomack auf der Halbinsel Tarbat einen Parkplatz, wo wir unser Wohnmobil anstellten. Vorteil: Statt selbst zu kochen verbrachten wir den Abend in einem gemütlichen Pub mit Livemusik. Besser geht’s nicht!

Portmahomack - Ein Fischerdorf in Schottland

Portmahomack – Ein Fischerdorf in Schottland

Unser Campingplatz am Ende von Schottland

Hoch oben im Norden und ganz weit im Osten liegt die Ortschaft John O’Groats. Fährt man noch ein ganz kleines bisschen in östlicher Richtung zum Duncansby Head Lighthouse, parkt man das Wohnmobil mit Blick aufs Meer. Von hier aus hat man nicht weit zu den Stacks of Duncansby, eine einzigartige Felsformation. Früh morgens um sieben wenn alle anderen Camper noch schlafen (es waren 5 Campingbusse über Nacht am Parkplatz), hat man dieses Naturwunder ganz für sich alleine.

Campingplatz in Schottland

Campingplatz Schottland mit Blick aufs Meer

Stacks of Duncansby

Stacks of Duncansby

Campen mit Blick auf Ben Hope

Direkt auf der A383 zwischen Tongue und Achuvoldrach liegt ein Parkplatz mit fanstastischem Blick auf Ben Hope.

Wildcampen in Schottland

Wildcampen in Schottland – hier mit Blick auf Ben Hope

Parking with a view in Schottland

In Schottland gibt es nicht nur schöne Campingplätze, sondern auch schöne Parkplätze. Unseren schönsten Zwischenstopp machten wir auf einem Parkplatz in Sichtweite des berühmten Eilean Donan Castle.

Eilean Donan Castle in Schottland

Das Eilean Donan Castle in Schottland

Abgesehen von diesem wunderbaren Schloss haben wir auf unserer Rundreise durch Schottland noch viele weitere Burgen und Schlösser besichtigt. 

Welche Ausrüstung habe ich beim Campen immer dabei?

Man kann nicht wirklich von Ausrüstung sprechen, denn gerade wenn es ums Thema Campen geht, bin ich ein absoluter Minimalist. Aber manche Dinge landen bei mir garantiert im Gepäck:

Camping Zitat

4 comments to Campen Schottland – Mit dem Wohnmobil auf Reisen

  • Campen in Schottland sieht ja eigentlich ganz schön aus. Das „eigentlich“ deshalb, da ich auch nicht der „große Camper“ bin und eher mit Öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Motorrad reise. Aber vielleicht sollte ich’s auch mal ausprobieren? Dein Beitrag inspiriert mich jedenfalls dazu. 🙂

  • Oli

    Hi Gudrun,

    dass man in Schottland auch mit dem Camper frei stehen darf, war mir gar nicht bewusst. Das ist dann natürlich um so attraktiver.

    Ich habe mir für meinen Schottlandtrip im Sommer auch die Campingbusse angeschaut, aber fand das dann ziemlich teuer – da kommt ja noch ein Rattenschwanz mit Strassen- und Fährennutzungsgebühren, Sprit und je nach dem Campingplätzen.

    Aber vielleicht sollte ich mir das fürs nächte Mal doch noch überlegen. Ich wollte eigentlich ganz gerne auf die äusseren Hybriden.

    Gruss,
    Oli

    • Hi Oli, also Straßennutzungsgebühren haben wir keine gezahlt, aber günstig ist so ein Campingbus nicht, da hast Du recht. Sprit brauchst Du beim Auto natürlich auch, die Campingplätze selbst fand ich jetzt nicht so teuer, man muss einfach eine Kostenaufstellung machen…

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