Mit einem Swarovski Fernglas auf Safari

[Werbung] Klar und deutlich stand es in der Packliste für den Safariguide-Kurs in Südafrika: Bring your binoculars! Bring dein Fernglas mit!

Die leidige Fernglasgeschichte verfolgt mich schon seit einigen Jahren, genauer gesagt seit meiner ersten Safari in Kenia. Schon damals wäre es toll gewesen, die Tierwelt durch ein Fernglas zu beobachten. Es folgte eine Reise durch Namibia (ohne Fernglas) und ein fernglasloser Aufenthalt in Botswana. Erst eine Bloggerreise durchs Burgenland mit einem ausgeborgten Fernglas von Swarovski im Nationalpark brachte mich auf die glorreiche Idee, mich endlich in den Besitz eines solchen zu bringen.

Der Neusiedler See im Burgenland

Birdwatching am Neusiedler See mit einem Swarovski Fernglas

Doch welches Fernglas brauche ich für eine Safari?

Wer sich intensiv mit dem Thema Fernglaskauf beschäftigt, kann sich mit einer Fülle an optischen Begriffen wie Okular, Objektivdurchmesser und Prisma auseinandersetzen und darin untergehen. Ich habe diese Wörter geflissentlich ignoriert und gleich mal auf der Homepage von Swarovski Optik geschaut.

Swarovski ist eine österreichische Firma mit Sitz in Wattens in Tirol. Die meisten kennen das Unternehmen aufgrund der Produktion von geschliffenen Kristallen, die zu Schmuck und originellen Dekorationsstücken verarbeitet werden. Seit vielen Jahrzehnten stellt Swarovski aber auch hochwertige optische Geräte wie Teleskope, Zielfernrohre und Ferngläser her. Zusätzlich verzaubert die Firma Jahr für Jahr tausende Touristen, die die Kristallwelten in Hall/Wattens besuchen. 2015 war ich einer von ihnen und bestaunte die Kristallwolke und die Wunderkammern.

Noch mehr staunte ich allerdings, als mir der Briefträger ein Paket überbrachte. Der Inhalt entpuppte sich als funkelnagelneues CL Companion 8×30 B, welches mir die Firma Swarovski für meinen Aufenthalt in Südafrika zur Verfügung stellte.

Swarovski Fernglas

So schaut mein Swarovski Fernglas aus

In den folgenden drei Monaten sollte das Swarovski Fernglas zu meinem täglichen Begleiter werden. Böse Zungen behaupten übrigens, ich hätte das Fernglas auch in der Nacht nicht abgelegt…

Tiere beobachten mit dem Fernglas

In der Nacht habe ich natürlich mal mehr, mal weniger tief und fest geschlafen. Bei der Ausbildung zum Safariguide wurde ich täglich um 5:30 geweckt. Eine Stunde später starteten wir unsere Ausbildung, entweder zu Fuß oder mit dem Jeep. Langweilig wurde uns nie. Jede morgendliche Safari gestaltete sich anders, jeder Sonnenaufgang wurde zum Erlebnis.

Das Abenteuer wiederholte sich am späten Nachmittag. Nach so unterschiedlichen Lektionen wie Astronomie, Vogelkunde oder Geologie stiegen wir wieder in den Jeep oder in unsere Wanderschuhe.

Wir standen selten unter Zeitdruck und hatten genügend Zeit um die wundervollsten Tiere zu beobachten. Mit einem Fernglas waren diese Beobachtungen noch um einiges spannender und interessanter. Ich hatte das Gefühl, den Tieren nahe zu sein, obwohl sie manchmal viele Meter weit weg waren.

Bushwalk in Südafrika

Bushwalk in Südafrika

Fernglas Swarovski

Wo sind die Löwen und Elefanten?

Das Fernglas als Mikroskop benutzen

Unser Lehrer Richard brachte mir übrigens nicht nur vieles über Pflanzen und Tiere bei, sondern zeigte mir eine Zusatzfunktion des Fernglases: Er drehte das Swarovski Fernglas um und verwendete es als Mikroskop.

Diese Funktion nutzten wir zum Beispiel, wenn wir Steine untersuchten. Wir bestimmten so auch Tierkot. Merke: Wer Safariguide werden möchte, wird sich nicht nur mit den Fressgewohnheiten von Tieren beschäftigen, sondern auch mit deren Ausscheidungen.

Fernglas als Mikroskop

Das Fernglas als Mikroskop nutzen

Das Swarovski Fernglas mit Adapter fürs Handy

Soll ich durchs Fernglas schauen oder doch lieber Fotografieren? Swarovski hat sich erbarmt und einen Adapter für Handyfotografen entwickelt. Das Mobiltelefon wird in den Adapter eingespannt (hier geht es zum Youtube Video) und auf das Okular des Fernglases geschraubt.

Während des Kurses hatte ich den Adapter nicht in Verwendung, da ich mich aufs Beobachten der Tiere konzentrierte. Doch während meiner Zeit im Kruger Nationalpark nutzte ich den Adapter oft, meistens in den Birdhides. Spätestens nach fünf Minuten schlich sich ein Südafrikaner an und fragte: „What’s that?“ Und für fünf Minuten waren ich und mein Adapter wichtiger als alles Getier, das außerhalb des Birdhide kreuchte und fleuchte.

Adapter fürs Fernglas

Mit dem Adapter fürs Fernglas kann man fotografieren und filmen

Löwinnen in Südafrika, fotografiert mit dem Adapter

Löwinnen in Südafrika, fotografiert mit dem Adapter

Löwinnen in Südafrika

Gleiches Bild wie oben, diesmal mit Zoom: Löwinnen in Südafrika

Birdwatching in Südafrika

Die Südafrikaner sind übrigens begeisterte Birdwatcher. Alleine im Kruger Nationalpark leben 492 verschiedene Vogelarten, die beobachtet und bestimmt werden wollen.

Klein aber fein entpuppten sich die beiden Game Reserves Ndumo und Mkhuze. Beide Reservate liegen in der Provinz KwaZulu Natal. In Ndumo buchte ich einen Gamedrive und konnte dank des Fernglases innerhalb von drei Stunden 40 Vogelarten identifizieren. Im Game Reserve Mkhuze genügte es, sich in den Birdhide KuMasinga zu setzen. Den ganzen Tag marschierten Tiere vorbei, Vögel nutzten das Wasserloch als Tränke und Badestätte. Mein Fernglas war in Dauereinsatz.

Birdhide in Südafrika

Versteckt im Birdhide kann man perfekt Vögel und andere Tiere beobachten

Webervögel in Südafrika

Webervögel beim Nestbau

Die größten Säugetiere der Welt beobachten

Ungeplant kam mein Fernglas am Strand zum Einsatz. Eigentlich wollte ich nur den Ausblick auf den Indischen Ozean genießen, als mir ein Besucher entgegenlief. „Can you spot the whales?“ Ich glaube, ich habe den neuen Streckenrekord gebrochen, als ich zum Auto rannte und mein Fernglas holte.

Und wirklich, ganz weit draußen konnte ich durchs Fernglas eine Fontäne beobachten und wenig später den Körper eines Wales, der sich aus dem Meer hob. Zwei Tage später saß ich in einem Boot um die größten Säugetiere der Welt näher beobachten zu können. Die See war rau und erst am Ende unseres Trips zeigten sich die wunderbaren Tiere.

Wale beobachten in Südafrika

Sogar vom Strand aus konnte ich mit dem Fernglas Wale beobachten

Whalewatching in Südafrika

Einige Tage später machte ich eine Whalewatching Tour mit dem Boot

Mein Fazit über das Swarovski Fernglas CL Companion:

Das Swarovski CL ist nicht nur leicht (490 Gramm), sondern liegt auch gut in der Hand. Das Wunderding ist perfekt für Brillenträger wie mich geeignet, man kann sogar einen Dioptrienausgleich machen.

Das CL Companion gibt es in zwei Farben. Geliefert wird das Fernglas mit einer Tasche (drei Design stehen zur Wahl), einer Gebrauchsanleitung und einem Mikrofaserreinigungstuch. Zusätzlich kann man einen Adapter fürs Handy erwerben, der es einen ermöglicht, Fotos und Filme zu machen. Diesen Adapter hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Ich fand es auf dieser Reise viel spannender zu beobachten und nicht zu fotografieren.

Ich freue mich auf meine nächste Reise mit Fernglas im Gepäck.

Offenlegung: Das Fernglas CL Companion 8×30 wurde mir von Swarovski Optik zur Verfügung gestellt.

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