Monatsrückblick August 2025
Mein August begann so, wie der Juli geendet hatte: reisend im Auto mit Dachzelt durch Simbabwe. Mein Partner umkurvte souverän Ziegen, Hühner, Schafe und Schlaglöcher – und ich winkte derweil den Menschen und Kindern am Straßenrand zurück.
Die Reiseroute der vergangenen vier Wochen ist schnell erzählt: Mana Pools, Lake Kariba, Matusadona Nationalpark, Chizarira Nationalpark, Binga, die Victoriafälle, der Sambesi Nationalpark, Hwange und schließlich Bulawayo. Während ich die ersten Zeilen dieses Rückblicks schreibe, sitze ich in einer Lodge unweit des Matobo Nationalparks, beim Veröffentlichen bereits am Schreibtisch in Wien.

Hinter dieser nüchternen Aufzählung verbergen sich unvergessliche Erlebnisse und fantastische Tiersichtungen. Besonders im Gedächtnis bleiben mir das Löwenrudel bei Chitake Springs, die Hyänen in Mana Pools, der Hubschrauberrundflug über die Victoriafälle (es war mein dritter Besuch bei den Fällen) und die Leopardenbegegnung im Hwange Nationalpark. Dazu kommen unzählige Campingplätze mitten in der Natur – Orte, die andere wohl schlicht als Wildnis oder Wahnsinn bezeichnen würden. Und ja, manchmal war es tatsächlich wild: vor allem die nächtlichen Geräusche, an die sich mein Ohr erst gewöhnen musste.

Erzählenswert ist auch die Begegnung mit einem österreichischen Paar im Hwange Nationalpark, das uns großzügig die Köstlichkeiten ihres Rovos-Rail-Lunchpakets anbot, ein Luxuszug, von dem wir bisher nur gehört hatten. ‚Mhhh, so ein guter Schokokuchen!‘, schwärmte mein Partner und schluckte verzückt die letzten Krümel. Ich wiederum freute mich über den frischen Apfel: ‚Echt, du magst den wirklich nicht?‘ Dazu gab es Müsliriegel und getrocknete Mangos. Nach fast einer Woche, in der abends meist Nudeln auf dem Speiseplan standen, fühlten wir uns über diese Leckereien wie kleine Kinder.

Ich bin wirklich dankbar, dieses Abenteuer erleben zu dürfen – die Nähe zur Natur, die vielen besonderen Begegnungen mit Menschen und Tieren und die Freiheit, das Handy einfach einmal ausgeschaltet zu lassen. All das tat unendlich gut. Und doch freute ich mich schon darauf, bald wieder durch Wien zu spazieren – mit vielen Erinnerungen und zusätzlich neuen Ideen im Gepäck.
Liebe Lesende, ihr dürft euch einen spannenden September Rückblick freuen!

Was habe ich im September vor?
Ich bin meinen Jahresrückblick durchgegangen und da gibt es noch so manches Projekt, dass bisher im Ruhemodus schlummerte, zB Newsletter aufsetzen und Socken stricken. Immerhin habe ich endlich, endlich einen Termin für einen Spinnkurs vereinbart!
Es stehen auch so einige Geburtstagsfeiern im Kalender, ein Reisebloggertreffen wird es geben und übermorgen sitze ich schon wieder im Flugzeug Richtung Deutschland. Es geht nach Düsseldorf! Für alle die dort wohnen: Was kann ich dort machen?
Meine Leseliste im August
Der August hat mir jede Menge Lesefreude beschert:
Claire Leost, Der Sommer, in dem alles begann
Ewald Frie, Ein Hof und 11 Geschwister
Amanda Peters, Beeren pflücken
Jennifer McCann, Afrika ist kein Land
Beatrix Gerstberger, Hummerfrauen
Emilia Hart, Die Unbändigen
Andrea Jeska, Lesereise Simbabwe
Anne Stern, Wenn die Tage länger werden
Kristina Hauff, Schattengrünes Tal
Am meisten beeindruckt hat mich das Buch Hummerfrauen von Beatrix Gerstberger. Und weil ich alle diese Bücher am E-Reader gelesen habe, freue ich mich schon wieder auf den Moment, Bücher in „echt“ in meinen Händen zu halten.

So, das war mein August.
Weder gab es Zeit für Yoga noch für großartige kulturelle Ereignisse, lässt man die Besichtigung der beiden Weltkulturerbestätten Matobo NP und Great Simbabwe außer acht. Ich bin nur wenige Schritte gelaufen (132.403) und auch die Flöte pausierte daheim im Schrank.
Ja, im September, da wird alles, alles wieder sportlicher und kultureller! Ich schwöre!
2 Kommentare
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GUDRUN KRINZINGER
Reiseblog von einer reiselustigen, strickbegeisterten, lesesüchtigen und fotografiewütigen Oberösterreicherin mit Hauptsitz Wien und Alte Donau.
Seit 2010 schreibe ich über meine Reisen auf dem Blog Reisebloggerin.at.
Das Eselfoto liebe ich – großartig, wie du sie gecatched hast, alle gucken!
Afrikaaaaa! Wunderbaaaaa!
132.403 Schritte klingen erst wenig für einen Reisemonat, fühlen sich zwischen Elefanten und Staubpisten aber plötzlich ganz anders an. Die Idee, nach so viel Wildnis wieder durch eine Großstadt zu laufen, hat ihren ganz eigenen Charme.
Natur erdet, doch Straßen, Plätze und Kultur geben dem Reisen erst die zweite Hälfte. Düsseldorf könnte dafür genau richtig kommen.