Monatsrückblick Jänner 2026

Auf den Tag heute ist das neue Jahr auch schon wieder 32 Tage alt. Und prinzipiell mag ich ja neue Jahre, ich mag auch die Tage zwischen den Jahren. Diese Tage fühlen sich für mich immer so an, als würde ich ein neues Buch in die Hand nehmen und durch die ersten Seiten blättern. Klingen die ersten Wörter spannend oder langweilig? Sind die Hauptfiguren sympathisch? Kann ich mich in die Akteure hineindenken und lässt mich die Geschichte nicht mehr los? Sehr aufregend, so ein neues Buch! Und noch aufregender ist natürlich ein neues Jahr. So viele leere Tage und Wochen und noch viel mehr Pläne, wie auch in meinem Jahresrückblick nachzulesen ist.

Blaue Filzpantoffeln zum Überziehen bei der Schlossführung in Kroměříž
Meinen Jänner verbrachte ich größtenteils in Hauspatschen

Was ich allerdings nicht mag, ist kranksein. Und da ich die Erkältung, die ich mir im Dezember eingefangen hatte, mit ins neue Jahr schleppte, fand ich den Beginn des Jahres als schnupfende, hustende, rotzelnde und kraftlose Reisebloggerin natürlich ziemlich doof.

Was hätte ich nicht alles planen, schreiben und umsetzen wollen? Umso energischer trieb ich meine Pläne voran, als ich wieder gesund war.

Von Null auf Vollgas

Zuerst traf ich mich mit einer Freundin zum Frühstücken, in einem mir fast unbekannten Lokal. Eine andere Freundin schleppte mich an die frische Luft und wir spazierten den Wienflussweg entlang, eine Premiere für mich.

Frühstücksteller mit Avocadoaufstrich, Hummus, Salat, Müsli und Brot in einem Café
Von Null auf Vollgas mit diesem Frühstück

Ich hatte die Gelegenheit, an einem exklusiven Abend teilzunehmen, bei dem Sri Lanka als Partnerland der Ferienmesse Wien präsentiert wurde. Zwei Tage später stürzte ich mich dann selbst ins Abenteuer Ferienmesse. Ehrlich gesagt: Hätte ich dort nicht so viele spannende Menschen (wieder)getroffen, wäre ich wohl enttäuscht gewesen – zu viel Leerstand, zu wenig Neues.

Ende des Monats fand ich mich dann zu einem Familientreffen in Oberösterreich ein und davor und danach gab es ganz viel Kunst- und Kulturerlebnisse in Wien und ta-da – in Brünn.

Meine Highlights im Jänner

Wenn Angelika meinen Jahresrückblick nicht gelesen hätte, wäre sie wohl nie auf die Idee gekommen, mich zu fragen, ob ich sie in die Villa Tugendhat begleiten möchte. Und weil sowohl Angelika und auch ich Frauen der Tat sind, vereinbarten wir natürlich sofort einen Termin und sie chauffierte uns bequemerweise mit dem Auto nach Brünn.

Ob ich mich ärgere, dass ich den Artikel zur Villa Tugendhat noch nicht fertig geschrieben habe? Klar ärgere ich mich, aber ihr könnt‘ ja inzwischen den Blogbeitrag von Angelika lesen: Die Villa Tugendhat

Moderner Stahlrohrsessel mit rotem Polster in der Villa Tugendhat in Brünn
Architektur-Highlight des Monats: ein Besuch in der Villa Tugendhat in Brünn

Das zweite Highlight des Monats hat ebenfalls mit Architektur zu tun. Endlich schaffte ich es zu einer Führung ins Wittgenstein Haus in den dritten Bezirk. Fotografieren im Inneren ist allerdings streng verboten, immerhin kann ich euch ein Foto von außen zeigen. Angeboten werden die Führungen vom Verein Architekturerbe Österreich. Sie machen außergewöhnliche Orte in Wien sichtbar und den Newsletter kann ich wärmstens empfehlen.

Außenansicht des Wittgenstein Hauses in Wien, moderner weißer Bau mit klaren geometrischen Formen
Ein Architekturhighlight in Wien: das Wittgenstein Haus – von außen streng, von innen voller Geschichte.

Übrigens: Auch mein Newsletter ist empfehlenswert:

Bild mit einem Foto der Reisebloggerin und dem Aufruf den Newsletter zu abonnieren

Noch mehr Kultur im Jänner

Der Jänner führte mich gleich zweimal in die Ausstellung von Marina Abramovic in die Albertina modern – beim zweiten Besuch begleitete mich meine Freundin Sabrina. Außerdem besuchte ich das weltweit einzigartige Globenmuseum Wien in der Herrengasse und bestaunte dort Erd- und Himmelsgloben aus mehreren Jahrhunderten. Letzte Woche landete ich schließlich noch in der Kulisse Wien, wo ich Florian Freistetter bei seinem Live-Podcast Sternengeschichten lauschte.

Ausstellungsplakat von Marina Abramović in der Albertina modern Wien
Zweimal Marina Abramović – weil einmal einfach nicht gereicht hat.
Historische Erd- und Himmelsgloben im Globenmuseum Wien hinter Glasvitrinen
Erd- und Himmelsgloben, die den Blick weiten – im einzigartigen Globenmuseum Wien.

Kino im Jänner

Als bekennende Kinoliebhaberin habe ich mein Nonstop-Kino-Abo ausgereizt – und bin dabei kurzerhand zur Kinorezensentin geworden. Insgesamt habe ich fünf Filme gesehen, zwei davon habe ich rezensiert.

Melt von Nikolaus Geyhalter
Seven easy pieces von Marina Abramović
Ein einfacher Unfall von Jafar Panahi 
Hamnet von Chloé Zhao
Wise Women von Nicole Schergs

Mein absoluter Liebling ist der Film Hamnet, den ich mit Sicherheit nicht zum ersten Mal gesehen habe. Wie es passieren konnte, dass die Filmvorlage Judith und Hamnet von Maggie O’Farrell jahrelang an mir vorbeigegangen ist, verstehe ich bis heute nicht. In meinen Buchlisten werdet ihr sehen: Ich habe das natürlich sofort nachgeholt.

Kinokarte für den Film „Hamnet“ im Gartenbaukino in Wien
Hamnet im Kino – mein Filmhighlight im Jänner.

Bücher im Jänner

Weil sich die Rezensenten regelrecht überschlagen haben, bin ich noch im Dezember in die Buchhandlung gehuscht und habe mir das 1153 Seiten starke Buch von Dimitri Dinev nach Hause geschleppt. Und dann bin ich den Protagonisten hoffnungslos verfallen. So schön geschrieben, so klug, so dicht – einfach großartig.

Mit nur insgesamt drei Büchern hinke ich meinen bisherigen Leselisten somit hoffnungslos hinterher, das macht allerdings gar nichts, wenn einen die Lektüre von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.

Dimitri Dinve: Zeit der Mutigen
Maggie O’Farrell: Judith und Hamnet
Mel Robbins: Let them (warum ich mir dieses Buch angetan habe, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr)

Buchcover „Zeit der Mutigen“ von Dimitré Dinev auf einem Tisch
große literarische Liebe

Blogartikel im Jänner

10 Blogartikel wollte ich im Jänner veröffentlichen und dank meiner Co-Autorin Sonja bin ich dem Ziel nahegekommen. Erreicht habe ich es nicht. Ich bin radikal von den Reisethemen abgewichen, habe wie oben geschrieben zwei Filmrezensionen verfasst und habe auch einen Artikel zum Tag des Dankeschöns veröffentlicht. Im Februar stelle ich mir wieder das Ziel von 10 veröffentlichten Blogartikeln, ich hoffe Sonja hilft mir!

Filmtipp: Melt
Schloss Kroměříž in Tschechien
Internationaler Tag des Dankeschöns
Wandern in Glencoe
Die schönsten Reiseziele 2026
Filmtipp: Ein einfacher Unfall

Was hat sich im Jänner sonst noch so getan

Ich habe vor meinem Zahnarztbesuch Kerzen im Stephansdom angezündet und – hurra! – es hat weder wehgetan noch mich Unsummen an Geld gekostet. Eine Freundin schrieb daraufhin auf Facebook, der „Zahnwehherrgott“ habe geholfen. Ich wusste zwar nicht, dass es im Steffl einen eigenen Spezialisten für Zahnweh gibt, aber trotzdem: Danke!

Drei brennende Kerzen in einer dunklen Umgebung
Kerzen vor dem Zahnarztbesuch. Man weiß ja nie.

Noch eine göttliche Begegnung gab es im Jänner: Ich brachte meine Flöte zur Reparatur. Der Mann in der Flötenwerkstatt kündigte mit schmunzelnder Miene an, dass ich nach der Reparatur wie eine Göttin spielen würde. Ich bin gespannt!

Ich habe zwei neue Lokale besucht: Einmal das Sin in der Wehrgasse, es war früher unter dem Namen ON bekannt. Dann war ich noch im Austro Galo, einer Tapas- und Weinbar.

Berufliches

Ich habe Unmengen an Mails für ein Projekt verschickt und bin ehrlich gesagt mit der Resonanz noch sehr unzufrieden. Viele Nachrichten scheinen ihre Empfänger:innen gar nicht zu erreichen, ständig muss ich nachfragen und nachmailen. Das zermürbt mich dezent.

Eine Fortbildung zum Thema Content Marketing hat mir unheimlich Spaß gemacht und die nächste Fortbildung ist schon fast gebucht.

Mein Pinterest Kanal läuft zurzeit gut (10% mehr Reichweite im Jänner), auch da habe ich viel Energie reingesteckt.

Und sonst so:

Gelaufene Schritte: 179.931
Flöte: 10 x geübt, 2 x Flötenstunde

Fail des Monats:

In diesen Pullover sind unzählige Stunden, viel Energie und richtig teure Wolle geflossen. Und jetzt? Zwei Nummern zu groß. Der Frust ist entsprechend.

Handgestrickter grauweißer Pullover flach auf einem Holzboden ausgebreitet
Fail des Monats: wunderschön, handgestrickt – und zwei Nummern zu groß.

Lichtblicke des Monats:

Danke an Sabrina, Theresa, Katharina, Maria, Angelika, Regina, Renate, Brigitte, Sonja, Mischa, Dagmar, Ingrid und an den Lieblingsmenschen! Und noch ein Dankeschön geht raus an alle die ich auf und rund um die Ferienmesse getroffen habe, besonders an Günter für seine netten Worte.

Posted in

6 Kommentare

  1. Veröffentlicht von Sonja am 02/02/2026 um 10:09

    Sag nicht, ich hätte dich nicht vor „Let them“ gewarnt 😉

    Und du kriegst 2 Blogartikel für Februar. Hilft das?

    Außerdem: Wir zwei haben auch noch Pläne. Das gibt doch Material für weitere Blogartikel, oder?

    Bis bald
    Sonja

    • Veröffentlicht von Reisebloggerin am 03/02/2026 um 16:25

      Juhu, jetzt muss ich selbst nur mehr 8 schreiben… jessas!

  2. Veröffentlicht von angelika mandler-saul am 03/02/2026 um 10:32

    Ich glaub, das „Let Them“ ist dir passiert, weil Sonja drüber geposted hat und ich kommentiert hab – Zeitverschwendung, das Buch.
    Content Marketing – interessant!
    Bis ganz bald 🙂

    • Veröffentlicht von Reisebloggerin am 03/02/2026 um 16:24

      Ich hatte es schon daheim, habe mir ehr gedacht, dass es Zeitverschwendung ist, naja, bis auf ein oder zwei Gedankengänge… Bis bald!

  3. Veröffentlicht von Susanne Stukenberg am 05/02/2026 um 16:48

    Oh wow! Das sieht nach einem großartigen Januar aus! Meiner war definitiv ruhiger.
    Mit dem Pullover ist ärgerlich! Kannst du ihn vielleicht auf der Heizung trocknen? So dass er schrumpft? Ich habe das mal gemacht. Ein Handtuch drunter gelegt.
    Liebe Grüße aus Tunis! Derzeit…

    • Veröffentlicht von Reisebloggerin am 06/02/2026 um 13:22

      Danke für den Pullovertipp, muss ich direkt mal ausprobieren

Hinterlassen Sie einen Kommentar





Miriam blitzt - Miriam Mehlman Fotografie

GUDRUN KRINZINGER

Ich tue. Ich reise. Ich bin.

Reiseblog von einer reiselustigen, strickbegeisterten, lesesüchtigen und fotografiewütigen Oberösterreicherin mit Hauptsitz Wien und Alte Donau.

Seit 2010 schreibe ich über meine Reisen auf dem Blog Reisebloggerin.at.

MUSEUMSBLOG

BÜCHERBLOG

REISENOTIZEN