Mein Lieblingsort in Tschechien
Tschechien war für mich lange ein weißer Fleck auf der Landkarte. Ich kannte Český Krumlov, war mehrmals in Budweis – und das war’s im Grunde auch schon. Und das, obwohl das Land praktisch vor meiner Haustür liegt.
Um ehrlich zu sein: Ich habe sogar erstaunlich lange gebraucht, um überhaupt einmal in Prag aufzuschlagen. Eine dieser Städte, von denen alle schwärmen – und die ich trotzdem jahrelang vor mir hergeschoben habe.
Erst in den letzten Jahren habe ich begonnen, das zu ändern. Ich war öfter in Tschechien unterwegs, habe neue Orte entdeckt, bin durch mir bis dahin unbekannte Städte wie Zlin und Zatec geschlendert und war sogar in der Böhmischen Schweiz wandern.

Aber mit jeder Reise wurde mir auch klar: Ich kratze gerade einmal an der Oberfläche. Denn Tschechien ist so viel mehr!
Und genau deshalb habe ich mir für diesen Beitrag Unterstützung geholt.
Ich habe andere Reiseblogger:innen gefragt, welchen Ort sie ganz persönlich mit Tschechien verbinden. Herausgekommen ist eine lange Liste – eine Mischung aus Klassikern und Geheimtipps, aus Natur und Städten, aus Orten, die man sofort einordnen kann, und solchen, die ich selbst erst einmal googeln musste.
Starten wir also mit einem Ort, den viele vermutlich nicht sofort auf ihrer Tschechien-Liste haben.
Das Bergplateau Pustevny
Hoch oben in den Mährisch-Schlesischen Beskiden liegt das Bergplateau Pustevny, das zu den bekanntesten Ausflugszielen der Mährischen Walachei zählt. Auf rund 1.000 Metern Höhe öffnet sich hier eine weite Bergwiese, die einen herrlichen Ausblick auf die umliegenden Gipfel bietet. Gleichzeitig ist Pustevny berühmt für seine außergewöhnliche Architektur aus Holz, die für mich der Hauptgrund war, dorthin zu fahren.
Besonders ins Auge fallen zwei historische Gebäude des Architekten Dušan Samo Jurkovič: das charmante Berghotel Maměnka und das benachbarte Restaurant Libušín. Sie entstanden Ende des 19. Jahrhunderts und verbinden traditionelle walachische Holzbaukunst mit verspielten Jugendstilelementen.

Bunte Ornamente, geschnitzte Details und steile Dächer verleihen den Gebäuden ihren märchenhaften Charakter. Das Hotel Maměnka wird bis heute als Unterkunft genutzt und gehört zu den beliebtesten Berghotels der Region. Das Restaurant Libušín gilt als architektonisches Meisterwerk. Nachdem es 2014 bei einem Brand zerstört wurde, rekonstruierte man es aufwendig nach historischen Vorbildern. Seit 2020 erstrahlt es wieder in seiner ursprünglichen Pracht und bietet authentische walachische Küche. Die fruchtigen Knödel sind zum Niederknien.
Zum Blogbeitrag: Die Mährische Walachei in Tschechien
Nadine ist seit 2011 die Autorin des Reiseblogs Planet Hibbel. Ihr Blog inspiriert zu entschleunigten Reisen mit Sinn: zwischen Natur, Kultur, Roadtrips und besonderen Unterkünften in Europa und der Welt. Als Paar, mit Familie oder allein.
Marienbad – Ein Abstecher ins Bäderdreieck
Bei einer Wohnmobiltour durch Bayern haben wir auch einen Abstecher ins tschechische Bäderdreieck gemacht. Besonders gut gefallen hat es uns in Marienbad (Mariánské Lázně). Der historische Kurort liegt nicht weit von der deutschen Grenze entfernt. Der jüngste der böhmischen Badeorte wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Abt Karel Kašpar Reitenberger gegründet.
Durch seinen Einfluss entstand zwischen 1817 und 1823 aus einem sumpfigen Tal eine prächtige Parkstadt mit klassizistischen Gebäuden. Im Laufe der Jahre entwickelte sie sich zu einem internationalen Treffpunkt. Johann Wolfgang von Goethe, Frédéric Chopin, Richard Wagner und König Eduard VII. von England zählten zu den Gästen.

Heute ist das Stadtbild von liebevoll restaurierten Gebäuden geprägt. Viele stammen aus der Zeit von 1870 bis zum Ersten Weltkrieg, der Blütezeit des Kurorts. Das Zentrum bilden große Parkanlagen. Marienbad ist wieder beliebt, und die Atmosphäre ist angenehm. Die Menschen kommen zum Kuren, sitzen in den schönen Cafés, flanieren an den Geschäften vorbei und trinken aus den verschiedenen Trinkbrunnen. Insgesamt entspringen im Stadtgebiet 40 Quellen, von denen 16 als Heilquellen anerkannt sind.
Zum Blogbeitrag: Tschechien mit dem Wohnmobil
Journalistin und Buchautorin Katja vom Blog Hin-fahren.de ist seit über 50 Jahren begeisterte Camperin und macht mit ausführlichen Wohnmobil-Reiseberichten Lust auf neue Reiseziele.
Pilsen mit Kindern entdecken
Pilsen ist für mich ein tolles Ziel für eine entspannte Städtereise mit Kindern. Die tschechische Stadt ist überschaubar, viele Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und lassen sich gut zu Fuß entdecken, perfekt, wenn man mit der Familie unterwegs ist.
Der große Marktplatz bildet das Herz der Altstadt. Dort steht auch die beeindruckende St.-Bartholomäus-Kathedrale mit dem höchsten Kirchturm Tschechiens. Bei unserem Spaziergang durch die Stadt haben wir außerdem die Großen Synagoge besichtigt, die zu den größten Synagogen Europas gehört und heute auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.
DAS Highlight für meine Kinder war aber der Zoo Pilsen. Das Gelände ist sehr weitläufig und bietet eine große Vielfalt an Tieren. Das Gefühl, die Tiere aus nächster Nähe zu betrachten wird durch die wunderschöne Anlage, verstärkt. Direkt daneben befindet sich der DinoPark, in dem bewegliche Dinosaurier mit passenden Geräuschen für echtes Urzeit-Feeling sorgen, ein Erlebnis, das meine Kinder ebenfalls begeistert hat.

Auch das Techmania Science Center hat uns sehr gefallen. In der interaktiven Ausstellung können Kinder (und Erwachsene) experimentieren, Dinge ausprobieren und Wissenschaft spielerisch entdecken. Hier kann man schon mal einen ganzen Tag verbringen, perfekt, wenn das Wetter nicht so mitspielt.
Zum Blogbeitrag: Städtereisen mit Kindern – Pilsen in Tschechien
Ich heiße Kati, bin 45 Jahre alt und schreibe über unsere Reisen und weitere Abenteuer auf meinem Reiseblog „Kuchen, Kind und Kegel“.
Camping Šonov
Das Broumovsko (Braunauer Land), ein nach Polen hineinragender Zipfel in Ostböhmen, gehört zu den eher abgelegenen Gegenden Tschechiens. Die meisten Touristen treibt es direkt zu den spektakulären Sandsteinformationen der Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt. Den Rest der stillen Region lassen sie aus.
Das Braunauer Land ist ein vergessenes, melancholisches Eck mit sanften Hügeln, auf die die Dientzenhofer-Familie Anfang des 18. Jahrhunderts barocke Sakralbauten setzte. Einst lebten hier vornehmlich Deutsche. Nach deren Vertreibung waren das Städtchen Braunau und die Dörfer der Umgebung ausgestorben.

Eines dieser Bauerndörfer, nur einen Steinwurf von der polnischen Grenze entfernt, hieß früher Schönau und heißt heute Šonov. Dort befindet sich einer der idyllischsten kleinen Campingplätze des Landes, er ist einem landwirtschaftlichen Betrieb angeschlossen. Von der leicht abfallenden Wiese, die selbst im Hochsommer nie voll ist, blickt man auf ein Kirchlein, auf Felder und die weidenden Pferde des holländischen Betreiberpaars. Kühe muhen, Hähne krähen. Der Camping Šonov ist ein Paradies für Stillesucher und ein herrlicher Ort zum ausgedehnten Faulsein. Wir kehren immer wieder gerne hierher zurück.
Zum Blogbeitrag über noch mehr idyllische Campingplätze: Camping in Tschechien

Hier Da Dort: Gabi und Michael sind hauptberufliche Reisebuchautoren und leidenschaftliche Parttime-Vanlifer. Ihre Themen: langsame Individualreisen und besondere Orte im Abseits.
Ostrava: Industrie trifft Charme
Rostüberzogene Industrieanlagen, ein mächtiger Hochofen und alte Fördertürme einer Mine: was im ersten Moment eher abschreckend klingt, ist das Setting für eine der spannendsten Städte in Tschechien! Ostrava hat es perfekt geschafft, das frühere Bild des schmutzigsten Orts des Landes abzulegen und sich in ein attraktives Ziel für eine Städtereise zu transformieren.
Die Industriestadt fügte die alten Fabrikanlagen einfach in das Tourismuskonzept der Gegenwart ein und machte das Areal der ehemaligen Witkowitzer Eisenwerke für die Öffentlichkeit zugänglich. So ist es möglich, Ostrava von einer Plattform in luftiger Höhe des imposanten Hochofens zu überblicken und zwischen alten Rohranlagen kulturelle Veranstaltungen zu genießen.

Abseits der Schwerindustrie präsentiert sich Ostrava in der Innenstadt wunderschön mit prunkvollen Häuserzeilen, Jugendstilbauten und attraktiven Plätzen. Ein wichtiges architektonisches Schmuckstück und Wahrzeichen der Stadt ist das Neue Rathaus, von dessen Aussichtsterrasse sich ein beeindruckendes Panorama überblicken lässt. Die kulinarische Seite von Ostrava ist wie erwartet großartig: deftige tschechische Küche trifft auf süffiges Bier!
Erreichbar ist die drittgrößte Stadt Tschechiens perfekt mit dem Direktzug ab Wien und lässt sich durch die Nähe zu Polen auch ideal mit einem Besuch in Krakau kombinieren.
Zum Blogbeitrag: Ostrava – Industrie trifft Charme
Christian Öser lebt in Wien und erzählt auf seinem Reiseblog in umfangreichen Fotostories von Erfahrungen, Beobachtungen und Erlebnissen während seiner Städtereisen und Roadtrips durch die Welt.
Das Prebischtor
Das Prebischtor stand schon länger auf meiner Wunschliste. Von uns aus liegt es allerdings auf der anderen Seite von Deutschland, deshalb hat es etwas gedauert, bis wir es dorthin geschafft haben.
Das Prebischtor liegt in der Böhmischen Schweiz in Tschechien, direkt an der Grenze zur Sächsischen Schweiz. Startpunkt für die Wanderung ist meist Hřensko.
Von dort sind es etwa 3,5 Kilometer bis nach oben. Der Weg führt durch den Wald und geht immer wieder leicht bergauf. Nicht schwierig, aber man merkt es, vor allem im letzten Abschnitt. Mit Kindern ab dem Grundschulalter ist die Strecke gut machbar.
Die Strecke endet oben am Prebischtor. Mit 26,5 Metern Spannweite ist es das größte natürliche Felsentor Europas. Das Tor selbst ist sehr beeindruckend, und etwas oberhalb gibt es mehrere Aussichtspunkte mit freiem Blick darauf.

Direkt darunter liegt das Falkennest, ein beeindruckendes historisches Gebäude, wo man sich etwas zu trinken holen und eine Pause machen kann.
Öffnungszeiten sollte man vorab kurz online prüfen. Auch wenn es oben einen Imbiss gibt, würde ich Getränke und kleine Snacks mitnehmen. Unterwegs gibt es mehrere Stellen, an denen man gut pausieren kann.
Das Prebischtor ist definitiv ein besonderes und lohnenswertes Naturziel.
Zum Blogbeitrag: Wanderung zum Prebischtor mit Kindern
Ich bin Elly und schreibe auf elly-unterwegs.de seit über 10 Jahren über Familienreisen mit inzwischen größeren Kindern und Mehrgenerationen.
Wir reisen in den Schulferien – zwischen zwei Jobs, Alltag und Bauernhofleben, meist Low Budget und dafür lieber öfter unterwegs.
Harrachov – Mein Lieblingsort im Winter in Tschechien
Harrachov liegt im Westen des tschechischen Riesengebirges, direkt an der Grenze zu Polen. Der kleine Bergort ist besonders im Winter ein beliebtes Ziel: Skipisten, Rodelhänge und viele Langlaufloipen führen durch verschneite Wälder und über die Hügel der Region.
Aber auch ohne Skier gibt es in Harrachov genug zu entdecken. Ein schöner Spaziergang führt zum Mumlava-Wasserfall, der etwa eine halbe Stunde vom Ortszentrum entfernt liegt. Der breite Wasserfall gehört zu den bekanntesten Naturzielen rund um Harrachov. Im Winter wirkt er zudem besonders beeindruckend, wenn sich Eis rund um die Felsen bildet.

Bei meinem letzten Besuch über den Jahreswechsel habe ich Harrachov genau so erlebt: bei Winterwanderungen durch den Schnee und beim Rodeln mit meiner Tochter. Nach ein paar Stunden draußen in der klaren Bergluft freut man sich dann umso mehr auf etwas Wärme, wie zum Beispiel im Wellnessbereich eines Hotels im Ort.
Vielleicht gefällt mir der Ort Harrachov in Tschechien genau deshalb so gut: Natur, Schnee und genug Möglichkeiten, einfach draußen unterwegs zu sein.
Mandy Mill schreibt auf Mandys Abenteuerwelt – Reiseblog für Städtereisen und Europa-Tipps über gut geplante Städtereisen, besondere Orte in Europa und kleine Abenteuer mit der Familie.
Karlsbad – Ein Lieblingsort in Tschechien
Karlsbad (Karlovy vary) ist ein wundervoller, tschechischer Kurort, unweit der deutschen Grenze. Bekannt ist er durch seine 12 Thermalquellen, die viele Krankheiten heilen oder lindern können. Die Quellen findest du u.a. in der Markt-, Mühlbrunnen-, Park- und Sprudelkolonnade. Doch Karlsbad hat mehr zu bieten als nur das Heilwasser.
Schlenderst du entlang des Flusses Tepla, wirst du dich in historische Zeiten zurückversetzt fühlen. Mondäne Villen und herrschaftliche Häuser säumen das Ufer. Jedes Gebäude für sich eine Augenweide.
Das imposanteste Haus am Platz ist das Kaiserbad, welches du besichtigen kannst. Einst kurten hier Kaiser, Könige und Staatsmänner. Anschließend gingen sie ins daneben liegende Grandhotel Pupp, um an der Bar Geschäfte abzuwickeln.

Als nächstes solltest du unbedingt die Dianabahn auf den Freundschaftsberg nehmen. Von dort hast du den besten Blick über die Altstadt und die böhmischen Wälder. Laufe dann bergab. Dabei kommst du am Wahrzeichen der Stadt, dem Hirschensprung vorbei.
Was bei keinem Besuch in Karlsbad fehlen darf, ist der Genuss einer originalen Karlsbader Oblate. Diese gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Noch warm sind sie am besten.
Wusstest du, dass die Karlsbader ihren Likör Becherovka als die 13. Thermalquelle bezeichnen? Kosten kannst du den Becherovka bei einem Museumsbesuch.
Zum Blogartikel: Mondänes Karlsbad

DieReiseEule berichtet authentisch über Reiseziele im In- und Ausland. Der Fokus liegt dabei auf Berichten im Tagebuchstil. Ihrer Wahlheimat-Stadt Mainz ist dabei eine eigene Rubrik gewidmet.
Die Böhmische Schweiz
Mein Lieblingsort in Tschechien ist mit großem Abstand die Böhmische Schweiz. Sie befindet sich im Nordwesten der Tschechischen Republik, grenzt in Höhe Dresden an Deutschland und ist die nahtlose Fortsetzung der einzigartigen Landschaftskulisse der Sächsischen Schweiz mit ihren pittoresken Sandsteinnadeln, tiefen Schluchten und panoramareichen Tafelbergen.
Entsprechend ist die Böhmische Schweiz Teil des Elbsandsteingebirges und eignet sich genauso gut zum Wandern wie die Sächsische Schweiz, ist dafür aber oft sogar deutlich weniger frequentiert und wesentlich günstiger, gerade im Bereich von Übernachtungen und Restaurants, wo man in Tschechien nach wie vor nur rund die Hälfte von typischen deutschen Preisen zahlt.

Meine persönlichen Highlights in der Böhmischen Schweiz sind:
• die Edmundsklamm & Wilde Klamm, die nach den verheerenden Waldbränden 2022 langsam wieder eröffnet werden
• die Tyssaer Wände, ein einzigartiges Felsen-Labyrinth aus hochaufragenden Sandsteinnadeln
• der Hohe Schneeberg, der höchste Berg der Gegend mit tollen Aussichten auf die Umgebung
• das Prebischtor, das berühmte Felsentor im Herzen des Nationalparks Sächsisch-Böhmische Schweiz
All diese Sehenswürdigkeiten in der Böhmischen Schweiz bieten exzellente Wandermöglichkeiten und auch immer die eine oder andere Option zur gemütlichen Einkehr bei nach wie vor humanen Preisen.
Zum Blogbeitrag: Edmundsklamm und Wilde Klamm
Christian liebt das Reisen in all seinen Facetten. Er entdeckt neue Kulturen und Abenteuer, schreibt über seine Eindrücke und plant Reisen für Kunden und Freunde. Sein Leben dreht sich fast vollständig ums Reisen – deshalb gibt es den Reiseblog My Travelworld, in dem er seine Erfahrungen aus 14 Jahren und rund 90 bereisten Ländern teilt.
Der Lipno Stausee in Südböhmen
Am Lipno Stausee in Südböhmen haben wir den Winter von seiner stillen und vielseitigen Seite erlebt. Schon die Anfahrt hinter Linz hinein in den Böhmerwald zeigte uns, wie schnell sich die Landschaft verändert. Nur wenig später waren wir von Schnee, Frost und glitzernd weißen Hängen umgeben. Der See lag stellenweise zugefroren vor uns, und an manchen Orten sahen wir sogar Eisläufer auf dem Eis. Gleichzeitig merkten wir schnell, dass ein Winterurlaub am Lipno weit mehr ist als nur Skiurlaub. Rund um den See gibt es Winterwanderwege, kleine Orte mit Geschichte und immer wieder Ausblicke, die Lust machen, einfach stehen zu bleiben und zu schauen.

Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die Rundfahrt um den See, der Abstecher nach Přední Výtoň und der Blick auf Frymburk mit seiner Kirche auf der Halbinsel. Dazu kamen der Baumkronenpfad bei Lipno, die Staumauer und ruhige Momente abseits des Trubels. Diese Mischung aus Natur, Bewegung und kleinen Entdeckungen macht den Reiz der Region aus. Wer im Winter eine Gegend sucht, die Schnee, Weite und abwechslungsreiche Ausflüge verbindet, findet am Lipno Stausee ein Ziel, das mehr bietet als Pisten und Lifte.
Zum Blogbeitrag: Der Lipno Stausee im Winter

Auf TravelWorldOnline berichten wir aus eigener Erfahrung von Reisen, Ausflügen und besonderen Orten, die uns unterwegs wirklich begeistert haben.
Liberec in Nordböhmen
Liberec hat uns vor allem durch seine überraschende Vielseitigkeit begeistert. Die Stadt liegt eingebettet zwischen Bergen und Natur und verbindet genau das mit einer charmanten, überschaubaren Innenstadt. Alles ist nah beieinander, vieles lässt sich entspannt zu Fuß entdecken und trotzdem gibt es unglaublich viel zu erleben.
Besonders erholsam fanden wir die Mischung aus Naturerlebnissen und ungewöhnlichen Freizeitangeboten. Der Ještěd mit seinem markanten Turm ist schon von Weitem ein Blickfang und bietet oben angekommen eine beeindruckende Aussicht. Gleichzeitig warten mit Orten wie dem Botanischen Garten, dem Zoo oder dem großen Freizeitkomplex Centrum Babylon ganz unterschiedliche Erlebnisse. Manche sind eher ruhig und naturnah, andere dagegen lebendig und verspielt.

Gerade diese Kombination hat Liberec für uns so besonders gemacht. Wir konnten hier aktiv sein, Neues entdecken und abends einfach durch die Stadt bummeln. Und obwohl die Stadt so viel bietet, wirkte sie nicht überlaufen oder hektisch.
Egal ob allein, zu zweit oder mit Kindern – Liberec ist ein Reiseziel, das mehr Möglichkeiten bietet, als man zunächst erwartet, und dabei angenehm unaufgeregt bleibt.
Zum Blogbeitrag: Liberec mit Kindern entdecken

Auf ihrem Blog abenteuerzeit-familienreise.de schreibt Lisa über individuell geplante Urlaube quer durch Europa. Von Dresden aus entdeckt sie gemeinsam mit ihrer Familie neue Orte und zeigt, wie durchdachte Planung und echte Erlebnisse zusammenfinden.
Die Adersbacher Felsenstadt
Wenn ich gefragt werde, was mein Lieblingsplatzerl in Tschechien ist, muss ich nicht lange überlegen.
Mein liebster Ort ist majestätisch und strahlt eine ganz besondere Atmosphäre aus. Er befindet sich im Norden von Tschechien, rund 5km von der polnischen Grenze entfernt. Es handelt sich dabei um die Adersbacher Felsenstadt.
Gleich hinter dem Eingangstor eröffnet sich eine magische Welt. Links und rechts des Weges ragen gewaltige Felsformationen in den Himmel. Ihr Aussehen ähnelt bekannten Figuren und Lebewesen und daher tragen sie unterhaltsame Namen. So treffen wir auf ein steinernes Liebespaar und entdecken imposante Elefanten. Staunend schlendern wir von Felsen zu Felsen. Doch schon bald wird der gemütliche Spaziergang abenteuerlicher. Wir steigen breite Treppen empor, klettern Leitern hinauf und hinunter und zwängen uns durch enge Felsspalten. Wir pausieren bei einem Wasserfall und wer möchte, kann auf einem malerischen See eine Bootsfahrt unternehmen.
Zum Abschluss umrunden wir eine ehemalige Sandgrube, die mit glasklarem Wasser gefüllt ist. Die Bäume des Ufers spiegeln sich an der Oberfläche und zahlreiche Fische flitzen in dem glitzernden Wasser umher.

Ehrfürchtig lassen wir den Zauber der Natur auf uns wirken bevor es mit der Bahn zurück zum Campingplatz geht.
Zum Blogbeitrag: Die Felsenstadt in Tschechien

Monika ist begeisterte Camperin und bloggt über ihre Reiseerlebnisse unter Camping mit Kind
Olmütz, die schönste Kleinstadt in Tschechien
Wer nach der schönsten Kleinstadt Tschechiens sucht, landet früher oder später in Olmütz. Spätestens nach einem Streifzug durch die mährische Perle versteht man, warum.
Die Altstadt wirkt wie ein kleines Labyrinth aus verwinkelten, kopfsteingepflasterten Gassen – perfekt, um sich einfach treiben zu lassen. Trotz ihrer Schönheit bleibt die Stadt angenehm ruhig und hebt sich wohltuend vom Trubel bekannterer Orte wie Prag ab.
Dabei wirkt Olmütz keineswegs verschlafen. Ganz im Gegenteil: Die Stadt lebt – nicht zuletzt durch die vielen Studierenden, die Parks, Plätze und Schanigärten mit Leben füllen. Zu entdecken gibt es bei einem Rundgang auch mehr als genug: Spuren der altösterreichischen Geschichte treffen auf beeindruckende Barockjuwele, die das Stadtbild prägen. Aber auch ein Denkmal des sozialistischen Realismus findet sich in Olmütz.

Der Hingucker im Zentrum ist allerdings der Oberring mit der prachtvollen Dreifaltigkeitssäule, die nicht ohne Grund zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Am Niederring wiederum geht man einem Loch auf die Spur. Was das bedeutet? Gibt es auf ausgeflogen.at nachzulesen.
Zum Blogartikel: Olmütz – 11 Sehenswürdigkeiten
Auf ihrem Reiseblog ausgeflogen.at erkundet Brigitte nicht nur die schönsten Orte Europas, sondern spürt auch versteckte Juwele direkt vor der Haustür auf, die fernab der klassischen Hotspots liegen.
Brünn mit Kind entdecken
Brünn – eine Stadt, die in ihrer Mischung aus historischer Eleganz und Moderne leise überrascht. Versteckte Innenhöfe, lebendige Cafés und architektonische Kontraste erzählen Geschichten von gestern und heute. An mehreren Orten kann man hoch hinaus, in anderen tief eintauchen in die Historie oder auch in die Wissenschaft. Und Brünn eignet sich perfekt für eine Entdeckungsreise mit Kindern.
So lässt sich etwa rund um die Festung Špilberk ganz wunderbar ein halber Tag füllen. Am Weg hinauf gibt’s Spielplätze, in der Burg viele versteckte Ecken und einen herrlichen Ausblick auf die Stadt. Auch im Park „KravÍ Hora“ können alle die Seele ein bisschen baumeln lassen, spielen und oben beim Planetarium quasi zu den Sternen reisen – oder Außerirdischen die Hand geben. Ein Highlight für Kinder ist das Vida! Science Center: Hier gibt’s Wissenschaft zum Ausprobieren und Anfassen. Auf unseren vielen gemeinsamen Reisen habe ich noch nie so ein spannendes Mitmachmuseum gesehen. Da lernen auch die Alten noch was!

Ein Spaziergang durchs historische Zentrum gefällt auch allen, immerhin kann man hier unter einem Pferd stehen. Und wenn die Kinder so nett sind und den Eltern ein bisschen Verweilen in den hippen Cafés der Stadt gönnen, dann gibt’s für sie zum Abschluss vielleicht auch noch Action im BRuNO Family Park.
Auf ihrem Blog „Reisepsycho“ schreibt die Psychologin Barbara Horvatits-Ebner über Tipps und Erfahrungen ihrer Reisen und betrachtet Reisen von der psychologischen Seite. So verbindet sie ihre Leidenschaft – das Reisen – mit ihrer Profession und der Wissenschaft. Man merkt, dass es ihr Europa besonders angetan hat – allen voran Italien und Portugal.
Cheb – Ein einziges Fotomotiv
Cheb ist für mich ein Lieblingsort in Tschechien, weil die Stadt aus dem Vogtland (Sachsen) auf kurzem Wege und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist und eine hohe Dichte an historisch beeindruckenden Bauwerken und gut erhaltenen Strukturen besitzt. Es fängt schon am Bahnhof an – von hier aus führt eine “Zeitlinie” bis zum Marktplatz. Dafür solltet ihr den Blick doch ab und an zum Boden richten.
Der Marktplatz mit dem Egerer Stöckl (der Stadt in der Stadt) in der Mitte zählt zu den ältesten erhaltenen Fachwerkansammlung dieser Art in Tschechien und dokumentiert mittelalterliche Stadtentwicklung auf engem Raum. Es ist ein beliebtes Fotomotiv und überhaupt findet man auf dem großen Platz im Zentrum zahlreiche Fotomotive. Eine Vorwarnung: Es wird definitiv bunt. Hier gibt es auch ein paar Museen für nicht so schöne Tage, zahlreiche Geschäfte und tolle Cafés in Hinterhöfen!

Durch die Altstadt, welche auch noch zahlreiche alte Gebäude und sehenswerte Kirchen zeigt, geht es weiter zur Burg von Cheb. Der Blick in eine noch erhaltene romanische Kaiserpfalz in Mitteleuropa, inklusive einer einzigartigen Doppelkapelle ist ein Muss beim Besuch hier und bietet vor allem für kleine und große Abenteurer ein tolles Ausflugsziel.
Die Stadt ist perfekt für einen Städtetrip und immer noch ein Geheimtipp.
Zum Blogartikel: Eine Zeitreise in Cheb
Ich bin Janett, seit 2013 auf Teilzeitreisender.de auf ganz vielen Kurzreisen unterwegs und Experte für Mädelswochenenden und Zeitreisen.
Ganz Prag ist ein einziger Rausch
Prag ist kein Ort, den du einfach „besichtigst“. Es ist eine Stadt, die du einatmest, bis deine Lungen nach jahrhundertealtem Staub, schwerem Gulasch und dem süßen Versprechen von Becherovka schmecken.
Mein absoluter Fixpunkt? Die Tanzenden Häuser. Ginger und Fred, erstarrt in Glas und Beton. Ein eleganter architektonischer Mittelfinger gegen die graue Gleichförmigkeit. Dann stolpere ich ans Ufer und da steht er: der große gelbe Minion. Der bunt bemalte Lüftungsschacht des Folimanka Park Bunkers. Absurd? Ja. Aber genau dieser Kontrast aus Popkultur und Gotik macht Prag aus. Wenn du die echte, bizarre Seele suchst, geh in die Lucerna-Passage. Dort reitet der heilige Wenzel auf einem toten, umgedrehten Pferd. Es riecht nach altem Theater und Freiheit.

Die Suche nach dem einen „Lieblingsplatz“ ist hier reine Zeitverschwendung. Ganz Prag ist ein einziger Lieblingsplatz. Jede schiefe Gasse, in der das Kopfsteinpflaster unter deinen Sohlen klappert, und jeder dunkle Pub, in dem das Bier kühler ist als die Blicke auf der Karlsbrücke, gehört dazu. Prag ist laut, alt, manchmal dreckig und absolut perfekt.
Zum Blogbeitrag: Die 20 schönsten Prag Sehenswürdigkeiten
Nicolos Leidenschaft gilt dem Entdecken der entlegensten Winkel des Globus. Auf seinem Blog nicolos-reiseblog.de lädt er dich ein, an seinen Abenteuern teilzuhaben und die Vielfalt der Kulturen und atemberaubendsten Landschaften unserer Welt hautnah mitzuerleben.
Und jetzt kommt meine Frage an Dich: Was ist Dein Lieblingsort in Tschechien?
8 Kommentare
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GUDRUN KRINZINGER
Reiseblog von einer reiselustigen, strickbegeisterten, lesesüchtigen und fotografiewütigen Oberösterreicherin mit Hauptsitz Wien und Alte Donau.
Seit 2010 schreibe ich über meine Reisen auf dem Blog Reisebloggerin.at.









Hallo Gudrun,
der Artikel ist richtig schön geworden! Da sind eine Menge Lieblingsorte dabei, die wir noch erkunden können. 🙂
Liebe Grüße, Lisa
Herzlichen Dank für Deinen Beitrag!
Liebe Gudrun,
da ist ja eine wirklich tolle Liste mit vielen Tipps zusammen gekommen! Ich kenne bisher so richtig nur Prag und stelle fest, dass ich unser Nachbarland doch auch mal auf die Reiseliste setzen sollte.
LG Britta
Liebe Britta, ja, Tschechien ist wirklich eine Wundertüte! Und man kann soviel unternehmen…
Liebe Gudrun,
vielen Dank, dass wir dabei sein durften. Das ist eine so schöne Sammlung mit ein paar wirklichen Highlights. Brünn eh, aber auch Olmütz ist so toll, und Ostrava in seiner Schroffheit auch megaspannend. Auch Cheb hat sich wahnsinnig gemacht – ich bin ja nur 30 Kilometer davon entfernt auf bayerischer Seite aufgewachsen und kenne die Stadt deswegen schon seit meiner Jugend.
Herzliche Grüße
Gabi
Liebe Gabi, in Tschechien gibt es wirklich noch viel zu entdecken, Cheb, Ostrava und Olmütz stehen auf jeden Fall auf meiner Liste!
Liebe Gudrun! Das ist wirklich ein schöner Beitrag mit vielen spannenden Tipps für Tschechien geworden. Nun habe ich noch ein paar mehr Orte, die ich unbedingt mal in Tschechien entdecken muss. Danke, dass ich mitmachen durfte. Liebe Grüße, Nadine
Liebe Nadine, danke für Deinen Beitrag! Es ist ja witzig, dass Du das Bergplateau im Sommer erkundet hast und ich war dann im Winter…