Monatsrückblick Mai
Wenn ich auf den Mai 2026 zurückblicke, frage ich mich ernsthaft, wie ich das alles in nur 31 Tage hineingepackt habe. Obwohl: Im April, März, Februar und Jänner war es eigentlich auch schon so. Vollgestopft bis ans Limit. Anscheinend ist mein Leben einfach so.
Der Mai war also ein Monat voller Reisen, Begegnungen, Blogartikel, kleiner Abenteuer und einer ziemlich großen Krise. Dazwischen lagen Zugfahrten, Schlösser, eine Dampflok, ein Frauenlauf, Karaoke und Kinoabende.
Kurz gesagt: Langweilig war es definitiv nicht.

Mit dem Reblaus Express ins Weinviertel
Mein Mai begann dort, wo andere Urlaub machen: in Retz im Weinviertel.
Am 1. Mai stieg ich dort in den Reblaus Express und ließ mich gemütlich durch das Weinviertel chauffieren. Langsam reisen hat immer schon seinen ganz eigenen Reiz. Kein Stress, keine Hektik, dafür schöne Ausblicke und Zeit, die Landschaft vorbeiziehen zu lassen.
Anschließend stand das Windmühlenfest in Retz auf dem Programm. Die Retzer Windmühle gehört ohnehin zu meinen Lieblingsplätzen in der Region, aber mit Musik und Festbetrieb herrschte dort eine ganz besondere Stimmung.
Am nächsten Tag blieb ich gleich noch in Retz, erkundete die Stadt samt Umgebung mit dem Fahrrad und entdeckte weitere spannende Ecken. Aus dem Wochenende sind inzwischen sogar zwei Blogartikel entstanden – einer über Retz und einer über den Reblaus Express.
24 Stunden in Retz: Vom Reblaus Express bis zur Nachtwächterführung
Mit dem Reblaus Express von Retz nach Drosendorf

Ein Kurztrip nach Liechtenstein
Nur wenige Tage später war ich schon wieder am Kofferpacken.
Diesmal führte mich eine Pressereise nach Liechtenstein. Mit der ÖBB ging es zunächst in den neuen Mini Cabins nach Vorarlberg und von dort weiter mit dem Bus nach Vaduz.
Liechtenstein hatte ich ehrlicherweise noch nie so richtig am Schirm. Umso spannender war es, das kleine Fürstentum endlich einmal näher kennenzulernen. Wir besuchten das Parlament, bekamen einen Erlebnispass und konnten dadurch auch viel auf eigene Faust entdecken. Besonders die Museen in Vaduz haben mir gut gefallen, und auch eine Weinverkostung durfte nicht fehlen.
Am zweiten Tag waren wir wandern und genossen die Bergkulisse. Nach zwei Nächten ging es bereits wieder zurück nach Österreich.

Nostalgie auf Schienen: Die Waldviertelbahn
Kaum war ich wieder zuhause, stand schon der nächste Ausflug an.
Gemeinsam mit Angelika vom Reiseblog Wiederunterwegs fuhr ich mit der Waldviertelbahn durch das nördliche Niederösterreich. Besonders schön war die Fahrt mit der historischen Dampflok, die an diesem Tag unterwegs war und Jubiläum feierte. Allein das Zuschauen beim Rangieren am Bahnhof war jedes Mal ein kleines Erlebnis.
Die Fahrt selbst war herrlich entschleunigend. Auch daraus ist bereits ein Blogartikel entstanden: Mit der Waldviertelbahn durchs Waldviertel

Sarajevo, Mostar und eine Reise voller Geschichte
Keine 12 Stunden später saß ich bereits im Flugzeug.
Gemeinsam mit meinen Freundinnen ging es für vier Nächte nach Sarajevo. Mit ihnen habe ich schon Istanbul, Florenz, Belgrad, Bukarest und viele andere Städte erkundet – und eigentlich geht es bei unseren Reisen nie nur um Sehenswürdigkeiten. Es geht ums Zusammensein, ums Lachen und ums Kaffeetrinken.
Sarajevo hat mich mit seiner Geschichte und Atmosphäre sehr beeindruckt. Auch Mostar mit seiner berühmten Brücke war spannend. Aber auf ewig in Erinnerung bleiben wird mir wohl eher der Abend, an dem wir ohne Korkenzieher eine Weinflasche öffnen wollten. Ja, wir haben es geschafft. Und ja, es war sehr lustig.

Drei Schlösser an einem Tag
Wer glaubt, dass ich nach Bosnien einmal kurz Pause gemacht hätte, kennt mich offenbar noch nicht lange.
Wenig später stand nämlich ein Tagesausflug zu gleich drei Schlössern auf dem Programm: Schloss Eckartsau, Schloss Hof und Schloss Ort. In allen drei Schlössern war ich zwar schon einmal – Schloss Hof kenne ich auch vom Weihnachtsmarkt, Schloss Ort von zwei früheren Besuchen. Aber ich brauchte frische Bilder für den Blog. Und ganz ehrlich: Für schöne Schlösser bin ich immer zu haben.

Schockverliebt in Flandern
Vor mehr als 12 Jahren war ich schon einmal in Flandern und habe Gent und Brügge besucht. Das ist gefühlt eine Ewigkeit her. Diesmal ging es nach Mechelen und Antwerpen.
Drei Tage lang war ich unterwegs und habe versucht, möglichst viele Sehenswürdigkeiten, Museen, Kirchen, Plätze und Geschichten in möglichst wenig Zeit unterzubringen.
Mechelen war für mich die große Überraschung. Eine Stadt, von der viel zu wenige Menschen sprechen. Charmant, historisch, entspannt und voller spannender Geschichten rund um Margarete von Österreich und die Beginen.
Antwerpen beeindruckte mich mit seiner Architektur, seinen Museen und seinem ganz eigenen Charakter. Besonders das Plantin-Moretus-Museum wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Die Blogartikel dazu sind bereits in Arbeit. Wer nicht so lange warten möchte, kann mir inzwischen auf Instagram folgen – dort habe ich viele Eindrücke direkt in den Stories geteilt und auch Highlights für Antwerpen und Mechelen erstellt.

Ein gehackter Blog und drei Tage Ausnahmezustand
Der wohl nervigste Moment des Monats war, als mein Blog gehackt wurde. Plötzlich funktionierte nichts mehr so, wie es sollte. Statt Reiseplanung und Schreiben standen Fehlersuche, technische Analysen und jede Menge Stress auf dem Programm.
Drei volle Tage hat es gedauert, bis alles wieder lief. Zum Glück hatte ich Unterstützung: mein Partner, der gerade in Südafrika unterwegs ist, und David, dessen Frau meinen Blog designt hat. Ohne die beiden hätte ich das vermutlich nicht so schnell geschafft.
Heute läuft wieder alles – und ich hoffe sehr, dass das auch so bleibt.
Von Ohrstöpseln, Karaoke und Kinoabenden
Zwischen all den Reisen gab es natürlich auch noch das ganz normale Leben.
Ich habe mir angepasste Ohrstöpsel anfertigen lassen. Noch warte ich darauf, sie abzuholen, aber ich bin schon sehr gespannt. Vermutlich wird daraus später auch ein Blogartikel entstehen.
Außerdem war eine Freundin zu Besuch, die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte. Ein besonderes Highlight war auch ein Karaoke-Abend, bei dem eine Freundin gesungen hat. Ich selbst blieb lieber auf der Zuschauerseite, hatte aber großen Spaß dabei. Seit Jahren war ich dann wieder einmal bei der Eröffnung der Wiener Festwochen am Heldenplatz.

Und ins Kino habe ich es diesen Monat ebenfalls erstaunlich oft geschafft. Allerdings muss ich sagen: Keiner der Filme hat mich wirklich umgehauen. Schlecht waren sie nicht, aber keiner war dabei, bei dem ich das Kino verlassen habe und sofort dachte: Den muss ich unbedingt weiterempfehlen.
Kino im Mai
- The History of Sound
- A Private Life
- Nürnberg
- The North
Gelesen im Mai
Lesetechnisch war der Mai eher überschaubar. Gerade einmal drei Bücher habe ich geschafft. Das kann ich definitiv besser.
- Liz Moore: Der andere Arthur
- Tijan Sila: Radio Sarajevo
- Margarita Kinstner: Die Schmetterlingsfängerin
Frauenlauf: Ankommen ist alles
Den Schlusspunkt setzte am 31. Mai der Frauenlauf. Ich hatte mich darauf vorbereitet. Vielleicht nicht ganz so konsequent, wie ursprünglich geplant, aber vorbereitet immerhin. Das Wichtigste: Ich bin ins Ziel gekommen.
Und das verdanke ich zu einem großen Teil meiner Freundin Katharina, die mich begleitet und motiviert hat. Danke!

Was sonst noch online ging
Auch auf dem Blog selbst ist im Mai einiges passiert. Besonders gefreut habe ich mich über das Interview mit Carmen Rohrbach. Entstanden ist die Idee eigentlich ganz zufällig: Carmen hat mich über Facebook aufgegabelt, wir kamen ins virtuelle Gespräch – und daraus wurde schließlich ein Interview. Zum Nachlesen: Carmen Rohrbach im Interview
Außerdem sind zwei neue Artikel über Tschechien erschienen. Einer führt nach Olmütz, eine Stadt, die mich bei meinem Besuch wirklich überrascht hat. Der zweite widmet sich der Villa Primavesi, einem architektonischen Juwel des Jugendstils mit einer spannenden Geschichte rund um die Familie Primavesi und Gustav Klimt.
Passend dazu ist auch wieder ein Newsletter erschienen – diesmal ganz im Zeichen Tschechiens.

Noch ein Hör-Tipp
Und wenn du lieber zuhörst statt liest: Auch bei meinem Podcast „Wien auf den zweiten Blick“ gab es im Mai zwei neue Folgen. Darin geht es wie immer um eine spannende Geschichten aus Wien, die man im Alltag leicht übersieht.
Ich freue mich, wenn du reinhörst!

Ein paar Zahlen zum Schluss
Flötenstunden: 5-mal geübt, 2 Flötenstunden
Gelaufene Schritte: 349.267
Ausblick auf den Juni
Und jetzt entschuldige mich bitte – ich sollte vermutlich den Koffer für Juni packen.
GUDRUN KRINZINGER
Reiseblog von einer reiselustigen, strickbegeisterten, lesesüchtigen und fotografiewütigen Oberösterreicherin mit Hauptsitz Wien und Alte Donau.
Seit 2010 schreibe ich über meine Reisen auf dem Blog Reisebloggerin.at.