Ein Tag in Mechelen: Mein Zwischenstopp in Flandern
Eigentlich war Mechelen nur als Zwischenstopp geplant. Ich war ja schon einmal in Flandern gewesen, damals in Brüssel, Gent und Brügge – und ich war begeistert. Diese Städte haben alles, was ich an Flandern liebe: prächtige Fassaden, große Geschichte, viel Kunst, gutes Essen und dieses besondere Licht, das sich auf Backstein, Wasser und Kopfsteinpflaster legt.
Für diese Reise nach Flandern waren Antwerpen und Mechelen vorgesehen. Antwerpen kannte ich zumindest dem Namen nach. Mechelen hingegen? Eher ein blinder Fleck auf meiner inneren Belgien-Landkarte. Ein netter Zwischenstopp, dachte ich. Eine Stadt, die man halt mitnimmt, wenn man ohnehin in der Gegend ist.

Schon der Weg in die Stadt war eine Überraschung
Wie falsch ich lag, merkte ich ziemlich schnell.
Ich landete in Brüssel und fuhr mit dem Zug weiter nach Mechelen. Es war schon gegen Abend, als ich ankam. Vom Bahnhof ging ich zu Fuß Richtung Altstadt. Und schon dieser erste Weg war viel hübscher, als ich erwartet hatte: kleine Cafés, besondere Geschäfte, bunte Fähnchen über der Straße, schöne Häuser links und rechts. Alles wirkte freundlich, einladend, ein bisschen verspielt – und vor allem sehr relaxed.

Margarete? Da war doch was
Nach dem Abendessen im Restaurant PURO zog ich weiter Richtung Hotel. Der Weg führte mich vorbei an prächtigen Bürgerhäusern, an Kirchen, Plätzen und schließlich auch an der Statue von Margarete von Österreich. Margarete? Da war doch was. In meinem Kopf begann es zu arbeiten. Mechelen hatte offenbar viel mehr mit österreichischer Geschichte zu tun, als ich erwartet hatte.

Mein Hotel für diese Nacht war das Hotel Elisabeth. Das Gebäude war früher ein Krankenhaus aus der Zwischenkriegszeit und wurde später zu einem modernen Hotel umgebaut. Ich checkte ein, ging in mein Zimmer, öffnete das Fenster – und blickte direkt auf den Turm der St.-Rombouts-Kathedrale.

Ein Besuch des Turms stand für den nächsten Tag ohnehin fix auf meinem Programm. Jetzt freute ich mich noch mehr darauf.
Mit diesem Blick auf Mechelen schlief ich ein – und mit dem Gefühl, dass der nächste Tag ziemlich schön werden würde.
Mechelen am frühen Morgen
Am nächsten Morgen war ich viel zu früh wach. Gegen fünf Uhr, glaube ich. Draußen wartete Mechelen auf mich. Also: auf, auf, Gudrun! Die Müllabfuhr war bereits am Werk, die ersten Radfahrerinnen und Radfahrer waren unterwegs zur Arbeit, und ich machte mich auf zu meinem ersten Spaziergang durch die Stadt.
Morgendliche Spaziergänge gehören für mich zu den schönsten Arten, eine Stadt kennenzulernen. Ich freue mich auf eine Stadt, bevor sie sich für den Tag zurechtmacht.
In Mechelen führte mich dieser erste Spaziergang direkt zu den Beginenhöfen.

Die Beginenhöfe von Mechelen
Die Beginenhöfe sind viel mehr als ein paar stille, schöne Gassen. Beginen waren Frauen, die in einer religiös geprägten Gemeinschaft lebten, aber keine Nonnen im klassischen Sinn waren. Sie legten nicht dieselben ewigen Gelübde ab wie Ordensfrauen und konnten, je nach Lebenssituation, mehr Eigenständigkeit bewahren.
Marc, mein Stadtführer, den ich später treffen sollte, erklärte mir den Unterschied: Nonnen verpflichteten sich zu Keuschheit, Gehorsam und Armut. Beginen lebten ebenfalls fromm und in Gemeinschaft, aber Armut war nicht zwingend Teil ihres Lebensmodells. Manche Frauen besaßen eigenes Vermögen, manche wohnten allein, andere teilten sich Häuser mit mehreren Beginen. Marc erzählte mir auch, dass manche Häuser oder Konvente Namen trugen – etwa nach den zwölf Aposteln, den zehn Geboten oder den vier Evangelisten.
Ein Beginenhof war also kein Kloster im strengen Sinn. Er war eher ein geschütztes Stadtviertel für Frauen. Tagsüber konnten die Beginen hinausgehen, arbeiten und beten. Abends wurden die Tore geschlossen – auch aus Sicherheitsgründen.
In Mechelen lebt diese Geschichte weiter. Ich spaziere durch eine Gasse, biege ab – und plötzlich wird es leiser. Schmale Häuser, Blumen, Kopfsteinpflaster, grüne Ecken. Von nun an sehe ich nicht mehr nur die hübschen Fassaden, sondern auch die Geschichte dahinter: Frauen, die hier lebten, arbeiteten, beteten und ihren Alltag organisierten. Die Beginenhöfe sind keine Sehenswürdigkeit, die für Besucherinnen und Besucher hübsch gemacht wurde.
Und weil hier tatsächlich Menschen wohnen, gilt: Psssst! Bitte nicht stören.

Eine Stadt voller kleiner grüner Oasen
Was mir bei meinem Spaziergang ebenfalls auffiel: Mechelen ist überraschend grün.
Jetzt nicht in Form großer Parkanlagen, sondern durch kleine, manchmal auch stille Oasen. Entzückend begrünte Innenhöfe, lauschige Gärten, begrünte Plätze, kleine Ecken, an denen ich ständig stehen bleiben musste. Diese grünen Zwischenräume tun nicht nur der Stadt gut, sondern auch den Menschen, die hier leben.
Überhaupt ist Mechelen eine Stadt, in der man gut schlendern kann. Sie ist kompakt genug, um sich treiben zu lassen, aber spannend genug, dass ich ständig etwas entdeckte: StreetArt an den Fassaden, eine soeben geöffnete Kirche, ein Tor, einen Wasserlauf, eine Statue oder einen Innenhof.

Mit Marc durch Mechelen
Nach dem Frühstück wartete Marc auf mich. Ehrlich gesagt: Ohne ihn hätte ich viele Geschichten dieser Stadt wahrscheinlich übersehen.
Er führte mich plaudernd durch Gassen, in Höfe und historische Gebäude. Er erzählet von Mechelen als mittelalterlicher Stadt, von Burgund und den Habsburgern, von Margarete von Österreich, vom Großen Rat, vom Wasser in der Stadt und natürlich vom Glockenspiel.
Mit ihm werden aus Fassaden Geschichten, aus Plätzen politische Schauplätze, aus Glocken Musik – und aus einer hübschen Stadt ein Stück europäische Geschichte.

Mechelen: Als diese Stadt ein Zentrum Europas war
Im späten Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit war Mechelen ein bedeutendes Zentrum der burgundischen und später habsburgischen Niederlande. Hier tagte der Große Rat, eine wichtige juristische Institution jener Zeit. Karl der Kühne spielte dabei eine zentrale Rolle, später kamen die Habsburger dazu.
Marc erklärt mir, wie eng Flandern, Burgund und die Habsburger miteinander verwoben waren. Das historische Burgund lag nicht in Flandern, sondern deutlich weiter südlich – im heutigen Frankreich. Doch durch Heiraten, Erbschaften und Machtpolitik wuchsen Gebiete zusammen. Flandern war damals eine der reichsten Regionen Europas – und Mechelen wurde zu einem Ort, an dem Politik gemacht, Recht gesprochen und Geschichte geschrieben wurde.

Margarete von Österreich: Die Frau, die Mechelen prägte
Besonders eng verbunden ist Mechelen mit Margarete von Österreich. Und spätestens jetzt wird die Stadt für mich auch aus österreichischer Perspektive spannend.
In Österreich kennt man natürlich Maria Theresia und Sisi. Margarete von Österreich hingegen bleibt seltsamerweise im Schatten. Dabei war sie eine der bemerkenswertesten Frauen ihrer Zeit.
Sie war die Tochter Maximilians I. und wurde schon als kleines Mädchen Teil großer dynastischer Pläne. Ihr Leben war von politischen Ehen, Verlusten und Brüchen geprägt. Marc erzählt ihre Geschichte mit so viel Leidenschaft, dass aus der Statue auf dem Platz plötzlich eine Frau mit einem unglaublichen Schicksal wurde.
Margarete wurde als Kind nach Frankreich geschickt, um später den französischen Thronfolger zu heiraten. Doch diese Verbindung kam nicht zustande. Später wurde eine Ehe mit Spanien arrangiert. Auch diese endete tragisch. Schließlich heiratete sie Philibert von Savoyen, doch auch diese Ehe war nur von kurzer Dauer. Mit nur 24 Jahren hatte Margarete bereits mehrere politische Ehen und schwere persönliche Verluste hinter sich. Danach soll sie beschlossen haben, nicht mehr zu heiraten.
Stattdessen übernahm sie Verantwortung.
Nach dem Tod ihres Bruders Philipp des Schönen kümmerte sie sich um dessen Kinder – darunter Karl, der spätere Kaiser Karl V. Von Mechelen aus regierte sie als Statthalterin der Niederlande. Unter ihr wurde die Stadt zu einem Zentrum von Politik, Kunst, Bildung und Diplomatie.

Hof van Busleyden: Mechelens Geschichte im Stadtpalast
Mit Marc besuche ich den Hof van Busleyden, einen ehemaligen Stadtpalast aus der Zeit, in der Mechelen ein Zentrum der burgundischen und habsburgischen Niederlande war.
Der Palast gehörte einst Hieronymus van Busleyden, einem Diplomaten und Mitglied des Großen Rates. Marc erzählt mir von den Ideen der Humanisten, von Erasmus und Thomas Morus.

Dann zeigt er mir seine liebste Sehenswürdigkeit im Museum: die sogenannten geschlossenen Gärten.
Diese „Enclosed Gardens“ oder „Besloten Hofjes“ sind eine besondere religiöse Kunstform aus den Niederlanden des späten Mittelalters. Man kann sie sich wie kleine, reich gefüllte Paradiesgärten in einem Schaukasten vorstellen. Nirgendwo sonst auf der Welt ist eine so große Sammlung dieser Kunstform zu sehen.
Der geschlossene Garten mit der heiligen Elisabeth, der heiligen Ursula und der heiligen Katharina gehört zur einzigartigen Sammlung und ist so prachtvoll, dass mir ob der Kunstfertigkeit die Worte fehlen.
Es ist unglaublich, wie viel Detail in diesem kleinen Paradies steckt: drei weibliche Heilige, kunstvolle Blumen, kleine Figuren, religiöse Symbole und eine ganze Welt im Miniaturformat. Marc erzählt, dass solche Objekte eine besondere Bedeutung hatten. Sie waren Andachtsbild, Trost, Rückzugsort und vielleicht auch ein innerer Garten, in den man sich mit den Gedanken zurückziehen konnte.

Die Glockenspielschule: Mein besonderer Moment in Mechelen
Mein persönliches Highlight in Mechelen war allerdings die Glockenspielschule.
Ich hatte vorher ehrlich gesagt keine Ahnung, wie komplex diese Kunst ist. Natürlich hatte ich schon oft Glocken gehört. Ich freue mich, wenn Musik über eine Stadt weht. Aber wie so ein Carillon gespielt wird, was dahintersteckt, wie viel Technik, Körpergefühl und Musikalität dafür notwendig sind – das wurde mir erst in Mechelen klar.
Marc ist selbst Glockenspieler. Und als er mich in die Glockenspielschule führte, merkte ich sofort: Das ist für ihn kein Randthema, sondern Leidenschaft.

Ein Glockenspiel wird nicht einfach „geläutet“. Es wird gespielt, und zwar mit Händen und Füßen. Die Tasten erinnern auf den ersten Blick ein wenig an ein Klavier, aber gespielt wird nicht mit den Fingerspitzen, sondern mit der geschlossenen Hand. Die Füße übernehmen die tiefen Töne. Die Mechanik verbindet die Tasten mit den Klöppeln der Glocken. Je nach Gewicht der Glocken, Temperatur und Länge der Metallseile verändert sich das Spielgefühl.
Marc erklärte mir, dass Mechelen mehrere Glockenspiele besitzt und dass im Turm der St.-Rombouts-Kathedrale sogar zwei Glockenspiele hängen. Eines davon ist besonders schwer und beeindruckend.
Dann spielte er mir etwas vor. Und danach durfte ich selbst probieren.
Nur eine ganz kurze Melodie. Und plötzlich hatte diese Stadt auch einen Klang, und zwar meinen.
St.-Rombouts-Turm: Mechelen von oben
Marc hatte mir bei der Stadtführung den Aufstieg auf den St.-Rombouts-Turm sehr ans Herz gelegt. Eine Stadt von oben zu sehen, ist immer eine gute Idee – und auch eine kleine Leidenschaft von mir. Ich habe schon Venedig, Prag und natürlich Wien von oben betrachtet. Mechelen durfte in dieser Sammlung also nicht fehlen.
Der Turm ist rund 97 Meter hoch, und der Skywalk führt fast bis ganz hinauf. Der Aufstieg gehört zum Erlebnis – auch wenn man dafür ein bisschen Kondition mitbringen sollte. Marc hatte mir außerdem erzählt, dass der Turm ursprünglich noch höher werden sollte. Die geplante Spitze wurde jedoch nie gebaut. Geldmangel, Stadtbrände und historische Umbrüche verhinderten die Vollendung. Heute macht gerade diese unvollendete Form den St.-Rombouts-Turm besonders.
Von oben sah ich Mechelen dann als Ganzes: die Dächer, die Plätze, die Kirchen, die grünen Innenhöfe und die Wasserläufe. Die Stadt ist kompakt, aber voller Details.

Die St.-Rombouts-Kathedrale
Auch die Kathedrale selbst sollte man nicht nur als Ausgangspunkt für den Turm sehen. Die St.-Rombouts-Kathedrale ist innen wunderschön.
Besonders spannend fand ich den Kontrast zwischen gotischer Architektur und barocker Ausstattung: viel Licht, hohe Räume, klare Linien – und dann wieder bewegte Formen, dunkle Altäre und dramatische Details. Vor allem die reich geschnitzte Kanzel sollte man sich genauer anschauen.

Mechelen und das Wasser
Ein weiteres Thema, das mich in Mechelen überraschte, war das Wasser.
Mechelen ist natürlich keine Wasserstadt wie Venedig. Und doch spielt Wasser hier eine wichtige Rolle. Marc erzählt, dass die mittelalterliche Stadt einst von Mauern, Toren und Wasserläufen geprägt war. Viele Wasserarme wurden im 18. und 19. Jahrhundert überdeckt – aus praktischen Gründen, wegen Geruch, Krankheiten und Abwasserproblemen.
Heute versucht die Stadt an manchen Stellen, Wasser wieder sichtbar zu machen. Und das verändert die Atmosphäre enorm.

Bootsfahrt auf der Dijle
Nach der Stadtführung und der Besichtigung der Kathedrale machte ich noch eine Bootsfahrt auf der inneren Dijle. Die Fahrt dauert rund 45 Minuten und startet bei der Haverwerf.
Vom Wasser aus verändert sich eine Stadt immer. Man sieht Fassaden anders, entdeckt kleine Details und bekommt eine völlig andere Perspektive. Nach dem Blick vom Turm war die Bootsfahrt fast das Gegenstück dazu: einmal Mechelen von oben, einmal Mechelen vom Wasser.
Diese Kombination hat mir sehr gut gefallen.

Die Bibliothek im ehemaligen Dominikanerkloster
Marc hatte mir schon während der Führung von der Bibliothek im ehemaligen Dominikanerkloster erzählt – und zwar so begeistert, dass ich nach der Führung unbedingt noch hinwollte.
Das ehemalige Kloster der Dominikaner wurde zu einer öffentlichen Bibliothek umgebaut: mehrere Etagen, historische Mauern, Bücher, Lesesäle. Als Liebhaberin von Bibliotheken und Bücherorten musste ich da natürlich hinein.
Als ich später davorstand, wollte ich nicht einfach so hineinplatzen. Also fragte ich freundlich, ob ich mir die Bibliothek kurz anschauen dürfe – und wurde herzlich eingeladen, sie zu besichtigen.
Alte Klostermauern, viele Bücher, mehrere Lesesäle – mehr braucht es eigentlich nicht, um mich glücklich zu machen. Mechelen hatte an diesem Tag also schon wieder einen Punkt gesammelt.

Und dann war es langsam Zeit, Abschied zu nehmen. Mein nächstes Ziel wartete bereits: Antwerpen. Ich machte mich also auf den Weg zum Bahnhof und dachte mir beim Gehen: Für einen Zwischenstopp war das ziemlich viel Kultur und Geschichte.
Lohnt sich Mechelen für einen Tagesausflug?
Mechelen eignet sich sehr gut für einen Tagesausflug. Die Stadt liegt praktisch zwischen Brüssel und Antwerpen, ist mit dem Zug gut erreichbar und kompakt genug, um die wichtigsten Orte an einem Tag zu sehen.
Aber ich würde trotzdem eine Übernachtung empfehlen.
Nicht, weil Mechelen so riesig wäre. Sondern weil die Stadt unglaublich charmant ist – besonders am Abend und am frühen Morgen, wenn die Gassen ruhiger werden und man Zeit hat, nicht nur Sehenswürdigkeiten abzuhaken.
Ehrlich gesagt würde ich Mechelen sogar als Standort für eine Flandern-Reise in Betracht ziehen. Wer Brüssel und Antwerpen besuchen möchte, kann hier wunderbar sein Hauptquartier aufschlagen: klein, entspannt und überschaubarer – und ist trotzdem bestens angebunden.
So bleibt Mechelen nicht nur ein Zwischenstopp, sondern wird zum Ausgangspunkt für eine Reise durch Flandern.

Mechelen war die Überraschung meiner Flandern-Reise
Mechelen war als Zwischenstopp geplant und hat sich leise in mein Herz geschlichen.
Ich mochte die Beginenhöfe, die grünen Oasen, die Geschichte von Margarete von Österreich, den Blick vom St.-Rombouts-Turm, die Bootsfahrt auf der Dijle und vor allem die Glockenspielschule. Ganz zu schweigen von der wunderschönen Bibliothek im ehemaligen Dominikanerkloster.
Und trotzdem habe ich längst nicht alles gesehen. Die Tapisserie-Manufaktur De Wit habe ich verpasst, und am Dijlepad bin ich auch nicht entlangspaziert. Das sind schon einmal zwei gute Gründe, warum ich noch einmal nach Mechelen zurückkommen muss.
Mein Tipp: Wer nach Flandern reist, sollte Mechelen nicht nur als Zwischenstopp einplanen. Diese Stadt lohnt sich für einen längeren Aufenthalt.

Praktische Tipps für Mechelen
Anreise:
Mechelen ist sehr gut mit dem Zug erreichbar. Ich bin vom Flughafen bzw. aus Richtung Brüssel mit dem Zug angereist und dann zu Fuß in die Stadt gegangen.
Wie viel Zeit einplanen?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reicht ein Tag. Schöner ist aber eine Übernachtung, weil man Mechelen dann auch am Abend und am frühen Morgen erlebt.
Nicht verpassen:
Beginenhöfe, St.-Rombouts-Turm, St.-Rombouts-Kathedrale, Glockenspiel bzw. Carillon-Tradition, Bootsfahrt auf der Dijle, Spaziergang durch die Altstadt.
Fürs nächste Mal vorgemerkt:
Die Tapisserie-Manufaktur De Wit und ein Spaziergang am Dijlepad – zwei gute Gründe, noch einmal nach Mechelen zu fahren.
Essen:
Die Vleeshalle ist praktisch, wenn man unkompliziert essen möchte. Das Restaurant Puro liegt in den ehemaligen Bürogebäuden der Lamot-Brauerei und eignet sich gut für einen Abend in der Stadt.

Offenlegung: Die Reise nach Flandern erfolgte auf Einladung von Flandern Tourismus.
Reisebloggerin Gudrun Krinzinger in Flandern

📍 Persönlich besucht
Für diesen Beitrag habe ich Antwerpen im Mai 2026 persönlich besucht. Als ehemalige Buchhändlerin war dieser Ort für mich eines der schönsten Museumserlebnisse in Antwerpen.
8 Kommentare
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GUDRUN KRINZINGER
Reiseblog von einer reiselustigen, strickbegeisterten, lesesüchtigen und fotografiewütigen Oberösterreicherin mit Hauptsitz Wien und Alte Donau.
Seit 2010 schreibe ich über meine Reisen auf dem Blog Reisebloggerin.at.
Voll schön lebendig geschrieben! Gratuliere, du hast mir offiziell Lust auf Mechelen gemacht. 😉
Liebe Grüße,
Christian
Das ist eine Ecke, die Dir 100% gefällt!
Was für ein schöner Einblick in Mechelen! Bisher war ich tatsächlich noch nie in Belgien, aber dein Beitrag hat mich richtig neugierig gemacht. Ich glaube, das Land muss unbedingt auf meine Bucketlist – danke für die Inspiration!
Flandern ist wirklich großartig!
Mechelen war für mich auch eine totale Neuentdeckung in Flandern. Wir haben vor zwei Jahren ein ganzes Wochenende dort verbracht und waren auf Anhieb total begeistert. Es gibt trotz der geringen Größe echt einiges zu sehen. Und wie ich nun bei dir sehe, habe ich auch immer noch nicht alles entdeckt. LG, Nadine
Ich habe bei Dir auch am Blog gestöbert und du hast Sachen gemacht, die ich am Radar hatte, aber leider nicht gemacht habe…
Mechelen ist wunderschön. Wir waren vor 4 oder 5 Jahren auf der Durchreise auch mal einen halben Tag da. Muss ich wiederholen.
Unbedingt!