Monatsrückblick August 2026

Eigentlich war der Plan für den August ganz einfach: Schon Mitte des Monats wollten wir unseren Camper packen und Richtung Bosnien aufbrechen. Eigentlich.

Denn dann kam kurzfristig eine Reise nach Südafrika dazwischen. Und wenn Südafrika ruft, bin ich bekanntlich nicht besonders gut darin, Nein zu sagen.

Südafrika habe ich gut überstanden. Mein Basilikum leider nicht.

Vertrocknete Topfpflanze nach einigen Tagen Abwesenheit
Nicht alles hat meine kurze Südafrika-Reise gut überstanden.

Fünf Tage Südafrika – und ziemlich viel Safari-Glück

Nur fünf Tage war ich diesmal in Südafrika. Der eigentliche Grund für die Reise waren Dreharbeiten für Franz Roitner – Der Safariguide. Was wir in diesen wenigen Tagen alles gesehen haben!

Ganz besonders berührt hat mich ein Nashornbaby, gerade einmal zwei Tage alt. So klein, ein bisschen tapsig und immer in der Nähe seiner Mutter. Am liebsten wäre ich sitzengeblieben und hätte stundenlang zugeschaut.

Dann waren da noch die beiden Geparden, die unbeirrt ihr Revier markierten. Dazu kamen Löwen, Elefanten, Krokodile und mit viel Glück auch eine Leopardensichtung.

Fünf Tage sind für Südafrika natürlich viel zu kurz. Aber sie haben gereicht, um mir wieder einmal zu zeigen, warum mich das südliche Afrika seit so vielen Jahren nicht mehr loslässt.

Danach ging es zurück nach Wien.

ein vertrocknetes Mopane Blatt in der Hand, im HIntergrund ein Safariauto
Das typische Mopane-Blatt erinnert ein bisschen an einen Schmetterling – im Hintergrund wartet schon das Safari-Fahrzeug

Viel Arbeit hinter den Kulissen

Bevor es nach Bosnien weiterging, wartete noch ziemlich viel Arbeit auf mich.

Im August habe ich unzählige ältere Blogartikel überarbeitet. Das klingt zunächst nicht besonders spektakulär, ist aber ein großer Teil der Arbeit an einem Reiseblog. Informationen ändern sich, Öffnungszeiten stimmen nicht mehr, Links verschwinden und bei manchen älteren Texten denke ich mir beim Lesen schlicht: Das kann ich heute besser.

Besonders viel Zeit habe ich diesmal in meine Litauen-Artikel gesteckt. Mehrere Beiträge wurden gründlich aktualisiert, ergänzt und neu strukturiert. Zusätzlich schrieb ich einen neuen über den Badeort Palanga an der Bernsteinküste.

Ganz neu entstanden sind außerdem zwei Artikel über Liechtenstein. Nach meiner Reise ins Fürstentum wollte ich nicht nur einen klassischen Überblick schreiben, sondern auch das Wandern stärker in den Mittelpunkt stellen.

Und fertig bin ich noch lange nicht. Vilnius wartet ebenso auf mich wie weitere Baltikum-Themen, Prag und einige ältere Tschechien-Artikel.

Kurz gesagt: Es wurde im August sehr viel geschrieben und überarbeitet – auch wenn ein großer Teil dieser Arbeit für Leserinnen und Leser eher im Hintergrund passiert.

Sitzbank bei Gaflei mit Blick über das Rheintal und auf schneebedeckte Berge
Eine Bank mit Aussicht: Von Gaflei reicht der Blick weit über das Rheintal und zu den Bergen.

Ein bisschen Sommer in Wien

Zwischen Computer, Südafrika und Bosnien blieb trotzdem noch ein bisschen Zeit für Wien.

Meine persönliche Strategie gegen die Augusthitze bestand unter anderem aus exzessivem Brickerl- und Twinnie-Konsum. Man muss schließlich wissen, wie man mit hohen Temperaturen umgeht.

Einen Abend war ich mit meinem Partner im Dai Golosi essen. Freunde habe ich im August dagegen erstaunlich selten getroffen. Zweimal war ich mit Katharina unterwegs – und dann habe ich endlich wieder Manfred getroffen, den ich schon ewig nicht gesehen hatte. Wir trafen uns in einem Kaffeehaus, das sogar mir bisher unbekannt war.

In Wien will das durchaus etwas heißen.

Twinnie-Eis als Abkühlung an einem heißen Augusttag in Wien
Meine persönliche Strategie gegen die Augusthitze: Eis. Und zwar reichlich.

Einmal selbst vor der Kamera

Normalerweise bin ja eher ich diejenige, die unterwegs fotografiert. Im August wurden die Rollen allerdings einmal umgedreht. Mein Partner hat mich in Wien fotografiert und wir haben daraus ein richtiges kleines Fotoshooting gemacht. Neue Fotos von mir selbst stehen bei mir eher selten ganz oben auf der To-do-Liste.

Porträt beim Fotoshooting vor einer grünen Tür in Wien
Im August stand ich zur Abwechslung selbst vor der Kamera

Ein Museumstag in Wien

Einen Tag habe ich für einen kleinen Museumsmarathon in Wien genutzt. Zuerst ging es ins Römermuseum am Hohen Markt, das ich tatsächlich zum ersten Mal besucht habe. Danach stand noch das Feuerwehrmuseum auf dem Programm.

Ganz zufällig war diese Kombination nicht, denn beide Besuche waren gleichzeitig ein bisschen Recherche für meinen Podcast Wien auf den zweiten Blick. Das ist überhaupt ein schöner Nebeneffekt des Podcasts: Ich schaue mir meine eigene Stadt wieder viel genauer an.

Passend dazu ist im August auch mein neues Round-up über die schönsten Bibliotheken Europas online gegangen. Natürlich darf der Prunksaal darin nicht fehlen – gemeinsam mit einigen anderen Bibliotheken, die meine Reisebloggerkolleginnen und -kollegen besonders beeindruckt haben.

Einen Vormittag habe ich außerdem im Wien Museum gearbeitet. Nicht gerade die schlechteste Umgebung für einen Arbeitstag.

Feuerwehrauto vor dem Feuerwehrmuseum in Wien
Beim Besuch im Feuerwehrmuseum am Hof kam mir gleich auch die Wiener Feuerwehr vor die Linse.

Wien auf den zweiten Blick: Die Ankeruhr ist online

Im August hatte der Podcast offiziell Pause. Ganz still war es hinter den Kulissen allerdings nicht – ich habe trotzdem weitergewerkelt.

Heute ist die neue Folge über die Ankeruhr und den Hohen Markt online gegangen – gemeinsam mit dem passenden Artikel auf dem Blog.

Die Ankeruhr kennen vermutlich fast alle, die schon einmal in der Wiener Innenstadt unterwegs waren. Trotzdem steckt hinter ihr viel mehr Geschichte, als man beim schnellen Vorbeigehen vermuten würde. Und auch der Hohe Markt selbst reicht geschichtlich sehr weit zurück.

Die nächste größere Geschichte ist ebenfalls schon vorbereitet. Sie führt tief hinein in die Wiener Medizingeschichte. Die Podcastfolge dazu habe ich für Mitte September geplant.

Maria Theresia und Franz Stephan von Lothringen als Figuren auf der Ankeruhr in Wien
Maria Theresia und Franz Stephan von Lothringen gehören zu den zwölf historischen Figuren der Ankeruhr.

Und dann endlich: Bosnien

Nach vielen Stunden vor dem Computer war es schließlich so weit. Später als ursprünglich geplant, aber immerhin: Wir sind nach Bosnien aufgebrochen.

Und nach den vielen Terminen und Projekten der vergangenen Wochen war unser erstes richtiges Programm erstaunlich überschaubar: Am Fluss sitzen. Auf die Una schauen. Nichts tun.

Štrbački buk im Una-Nationalpark in Bosnien
Štrbački buk gehört zu den spektakulärsten Wasserfällen im Una-Nationalpark – und war eines meiner Highlights in Bosnien.

gelesene Bücher im August

  • Virginia Evans: Die Briefeschreiberin
  • Milena Michiko Flasar: Oben Erde, unten Himmel
  • David Szalay: Was nicht gesagt werden kann
  • Elle Kennedy: The Deal
  • Sloane Crosley: Lolas Entscheidung
  • Jegana Dschabbarowa: Die Händer der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt
  • Jean-Baptiste Andrea: Was ich von ihr weiß

Richtig gut gefallen haben mir „Die Briefschreiberin“ und „Oben Erde, unten Himmel“.

Aufgeschlagenes historisches Buch bei einem Museumsbesuch in Wien
Bücher begleiten mich natürlich auch durch den August – gelesen wird schließlich immer.

Kinobesuche im August

Auch fürs Kino blieb im August Zeit. Drei Filme habe ich mir angesehen: Insects – Hidden Heroes, H Is for Hawk und Tuner.

H Is for Hawk kannte ich bereits als Buch – auf Deutsch H wie Habicht. Die Verfilmung war dann ganz anders, als ich sie mir vorgestellt hatte. Trotzdem hat sie mir gut gefallen, auch wenn der Film stellenweise sehr traurig war.

Tuner mochte ich ebenfalls.

Und dann war da noch Insects – Hidden Heroes – damit hatte der August sogar auf der Kinoleinwand noch ein bisschen Tierwelt zu bieten.

Mein August 2026 in Zahlen

Neue Blogartikel: 11
Überarbeitete Blogartikel: 7
Gelesene Bücher: 7
Flötenstunden: null
Kinobesuche: 3
Gegangene Schritte: 156.958

Übermorgen beginnt der September und meine Liste ist wie immer lang. Aber zuerst freue ich mich auf die nächsten Tage hier in Bosnien – und auf alles, was unterwegs noch passiert.

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1 Kommentar

  1. Veröffentlicht von Mark Kramer am 10/09/2026 um 08:04

    Dein Hinweis auf die kleineren Wiener Museen ist eine schöne Ergänzung zu den bekannten Sehenswürdigkeiten. Wie viel Zeit würdest du jeweils für das Römermuseum und das Feuerwehrmuseum einplanen, wenn man sich die Ausstellungen in Ruhe ansehen möchte? Viele Grüße, Mark von HN Insider

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Miriam blitzt - Miriam Mehlman Fotografie

GUDRUN KRINZINGER

Ich tue. Ich reise. Ich bin.

Reiseblog von einer reiselustigen, strickbegeisterten, lesesüchtigen und fotografiewütigen Oberösterreicherin mit Hauptsitz Wien und Alte Donau.

Seit 2010 schreibe ich über meine Reisen auf dem Blog Reisebloggerin.at.

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