Monatsrückblick Juli 2026

Puh, der Juli war wieder einmal dicht gefüllt. Große Reisen standen zwar nicht auf dem Programm, doch erholsam war der Monat deshalb noch lange nicht. Ich habe Wien intensiv genutzt, Museen und Ausstellungen besucht, neue Podcastfolgen für meinen Podcast „Wien auf den zweiten Blick“ aufgenommen, Kaffeehäuser getestet, viel gelesen und so fleißig am Blog gearbeitet wie wohl noch nie zuvor.

Blick von der Dachterrasse des Wien Museums auf das Mural von RUIN und die Karlskirche
Trotz der Hitze hat sich der Blick von der Dachterrasse des Wien Museums gelohnt.

Mein bisher produktivster Blogmonat

Am meisten Zeit habe ich im Juli in meinen Blog investiert. Insgesamt sind 10 neue Beiträge entstanden. So viele Artikel habe ich bisher noch nie in einem einzigen Monat geschafft.

Auch meine Gastautorin Sonja Warter war fleißig und hat einen neuen Artikel über Kärnten geliefert. Sie war im Nationalpark Hohe Tauern unterwegs, besuchte unter anderem den Stappitzer See und wanderte am Ankogel.

Ich selbst habe geschrieben, überarbeitet, Fotos ausgewählt, interne Verlinkungen ergänzt und zusätzlich ältere Beiträge wieder auf den neuesten Stand gebracht. Besonders intensiv habe ich mich mit meinen Litauen-Artikeln beschäftigt, die derzeit erfreulich gut auf dem Blog laufen. Dazu kamen neue Texte über Graz, Antwerpen, Wien und Kap Verde.

Im Juli wurde mir wieder bewusst, wie viel Arbeit in einem Blog steckt. Ein Artikel besteht eben nicht nur aus dem Schreiben. Fotos müssen bearbeitet, Alt-Texte ergänzt, Karten eingebunden und Links kontrolliert werden. Trotzdem war ich nach diesem Monat vor allem eines: sehr zufrieden mit dem, was alles entstanden ist.

Treppenaufgang mit geöffnetem schmiedeeisernem Tor zu einer Synagoge im jüdischen Viertel von Venedig
Ich habe nicht nur neue Artikel veröffentlicht, sondern auch alte Artikel und neue Fotos hochgeladen: Hier eine von den Synagogen in Venedig.

Meine neuen Flandern-Artikel

Ein Schwerpunkt lag im Juli auf meinen Artikeln über Flandern. Nach meiner Reise im Frühjahr sind gleich mehrere Beiträge online gegangen. Im Museum Plantin-Moretus in Antwerpen bin ich in die Geschichte des Buchdrucks eingetaucht und habe eine der bedeutendsten Druckereien der Welt kennengelernt. Ein zweiter Artikel führt zu den schönsten Bücherorten Antwerpens – von prachtvollen historischen Bibliotheken bis zu unabhängigen Buchhandlungen, in denen ich stundenlang hätte stöbern können.

Außerdem ist mein Reisebericht über Mechelen erschienen. Die kleine Stadt zwischen Brüssel und Antwerpen hat mich mit ihren historischen Gassen, dem imposanten St.-Rombouts-Turm und ihrer entspannten Atmosphäre völlig überrascht. Für mich zählt Mechelen zu den schönsten Entdeckungen meiner Flandern-Reise.

Grüner Innenhof in Mechelen mit Rosen, Bank und historischen Gebäuden
Ich würde mich ja gerne zurück beamen nach Mechelen! Immerhin, mit meinem Blogbeitrag geht das ganz easy!

Ein kurzer Ausflug nach Steyr

Die einzige kleine Reise führte mich nach Steyr. Ich war nur kurz in der Stadt, habe die Zeit aber für einen Spaziergang genutzt und einige Eindrücke gesammelt.

Natürlich musste ich auch beim berühmten Bummerlhaus vorbeischauen. Dieses spätgotische Gebäude gehört zu den Wahrzeichen von Steyr und ist eines jener Bauwerke, die viele von uns aus der Schulzeit kennen. Vor Ort sieht es dann doch noch einmal ganz anders aus als im Schulbuch.

Aus meinen Aufnahmen ist auch ein kleines Rätsel-Reel entstanden mit mittlerweile sage und schreibe 100.000 Aufrufen auf Facebook. Tja, manchmal klappts eben doch mit Social Media.

Museen und Ausstellungen in Wien

Kulturell hat mir der Juli so einiges geboten. Gemeinsam mit Tanja Rosenberger, mit der ich bereits zwei Podcastfolgen aufgenommen habe, besuchte ich im Wien Museum die Ausstellung über die Alte Donau. Die Ausstellung ist absolut sehenswert.

Am selben Tag ging es für mich noch weiter ins MAK. Dort traf ich Gitti von Ausgeflogen.at und ich sah mir die Ausstellung „Glanzstücke“ an. Später waren wir gemeinsam mit Elena an der Alten Donau essen. Ein schöner Abschluss!

Auch das Literaturmuseum stand im Juli auf meinem Programm. Bei einem Konzertabend von Amadeus Concerts war ich ebenfalls. Auch daraus ist bereits ein Beitrag für den Blog entstanden: Klassisches Konzert in Wien.

Weniger überzeugt hat mich mein Besuch im Immersium:Wien. In der immersiven Ausstellung Planet der Tiere geht es mit Projektionen, interaktiven Stationen und virtuellen Erlebnissen durch verschiedene Lebensräume.

Ensemble und Sopranistin bei den Amadeus Concerts Vienna während eines klassischen Konzerts in Wien
Die Amadeus Concerts Vienna verbinden Wiener Klassik, Gesang und eine persönliche Konzertatmosphäre

Neue Aufnahmen für „Wien auf den zweiten Blick“

Obwohl mein Podcast im August eine Sommerpause macht, war ich im Juli bereits wieder unterwegs, um neue Folgen aufzunehmen.

Ein Besuch führte mich ins Schneekugelmuseum. Dort gibt es nicht nur unzählige Schneekugeln zu sehen, sondern auch viele Geschichten über eine Wiener Erfindung, die heute in die ganze Welt geliefert wird. Ich bin schon sehr gespannt, wie euch diese Folge gefallen wird.

Außerdem war ich für eine Aufnahme im Literaturmuseum. Und dann gab es noch einen dritten Ort, den ich vorerst geheim halte. So viel kann ich schon verraten: Die Aufnahme war ausgesprochen spannend, und ich freue mich sehr darauf, diese Geschichte später mit euch zu teilen.

Schneekugelmanufaktur Wien
Im Schneekugelmuseum entstand eine neue Folge für meinen Podcast

Ein neuer Innenhof und ganz viel Wien

Auch abseits der Museen habe ich in Wien wieder etwas Neues entdeckt: einen wunderschönen Innenhof im fünften Bezirk, den ich bisher noch nicht kannte. Dabei habe ich bereits einen großen Artikel über die schönsten Innenhöfe Wiens auf dem Blog.

Selbst nach mehr als 30 Jahren in Wien gibt es für mich noch immer Neues zu entdecken. Der Innenhof war für mich der perfekte Anlass, endlich auch einen Artikel über Gratis in Wien zu schreiben. Denn Wien kann teuer sein – muss es aber nicht. Gerade viele meiner Lieblingsorte kosten keinen Cent.

Kaffeehäuser, neue Lokale und sehr viel Eis

Der Juli war heiß, sehr heiß. Bei mehr als 30 Grad wurde jede Unternehmung anstrengend, und meine Wohnung heizte sich erneut ordentlich auf. Entsprechend viel Eis habe ich gegessen.

Außerdem habe ich einige neue Lokale kennengelernt und sehr guten Kaffee getrunken. Gemeinsam mit meiner Gastautorin Sonja war ich im Pomali essen.

Natürlich musste ich auch im neu eröffneten Café Bräunerhof vorbeischauen. Ein traditionsreiches Wiener Kaffeehaus sperrt wieder auf – das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Also habe ich getestet, wie es dort nach der Wiedereröffnung aussieht und ob sich die vertraute Kaffeehausatmosphäre erhalten hat. Die gute Nachricht: Der Kaffee schmeckt, die Atmosphäre stimmt, und der Bräunerhof fühlt sich noch immer wie der Bräunerhof an.

Ganz zufällig habe ich außerdem das tart’a tata entdeckt. Dort war der Kaffee allerdings eher Nebensache, wie man auf dem Foto sieht. Und mit dem Café Vogl im Nordbahnviertel ist noch ein weiteres Lokal auf meine Juli-Liste gekommen. Auch das war ein feines Kaffee- und pain au chocolat-Erlebnis.

Espresso und pain au chocolat auf einem Tisch in einem Wiener Kaffeehaus
sehr feine Kaffeebar im 7.Bezirk: das tart’a tata

Die Niederösterreichische Landesausstellung

Mit einer Freundin fuhr ich mit dem Zug zur Niederösterreichischen Landesausstellung „Wenn die Welt Kopf steht“. Solche Ausflüge mag ich besonders gern: ein Ziel, das bequem öffentlich erreichbar ist, eine interessante Ausstellung und anschließend genügend Zeit, um sich über das Gesehene auszutauschen. Ich muss allerdings gestehen, dass ich manche Ausstellungstexte ziemlich seltsam fand. Das Gelände, auf dem die Landesausstellung stattfindet, ist dafür wunderschön – und die Kirche ist für mich das eigentliche Highlight. Allein ihretwegen hat sich der Besuch schon gelohnt.

Kirche im Jugenstil in Mauer in Niederösterreich
Ich habe eben beschossen, dass ich einen eigenen Beitrag über diese grandiose Kirche schreiben werde

Hinter den Kulissen entsteht etwas Neues

Mit Gitti, Elena, Angelika und Anita arbeite ich seit April an einem neuen gemeinsamen Projekt. Noch kann ich nicht allzu viel darüber erzählen, aber wir bündeln dabei unsere Erfahrungen, Ideen und Stärken – und genau darauf kommt es an. Natürlich braucht so ein Projekt Zeit und Energie, aber ich bin überzeugt, dass daraus etwas richtig Gutes entsteht.

Für die neue Website hatten wir im Juli einen Fototermin. Dabei wurde konzentriert gearbeitet, viel ausprobiert und natürlich auch viel gelacht.

Bücher im Juli

Gelesen habe ich ebenfalls einiges. Ob ich schon alle Bücher vollständig in Goodreads eingetragen habe, muss ich noch kontrollieren. Mit meiner Jahresleseliste liege ich derzeit jedenfalls ganz gut im Rennen.

  • Ein Ort, der bleibt – Sandra Lüpkes
  • Wenn Katzen reden könnten – Piergiorgio Pulixi
  • Fast ein Leben – Kiran Millwood Hargrave
    Mein Lieblingsbuch des Monats. Der Roman hat mich besonders berührt und ist mir von meiner Julilektüre am stärksten in Erinnerung geblieben.
  • Alibi al dente – Anja Rauter

Meine Kinobesuche im Juli

Im Juli habe ich drei Filme gesehen – und zwei davon haben mir richtig gut gefallen.

Enzo
Diesen Film habe ich eher spontan ausgewählt, ohne vorher viel darüber zu lesen. Die Geschichte über einen Jugendlichen, der gegen die Erwartungen seiner wohlhabenden Familie eine Maurerlehre beginnt, hat mir gut gefallen.

This Life of Mine
Von dem neuen Film mit Agnès Jaoui hatte ich mir deutlich mehr erwartet. Die Geschichte über eine Frau, die sich mit 55 neu orientieren muss, konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.

Band Together
Mein Kinohighlight im Juli. Der spanische Film erzählt von einer galicischen Dorfgemeinschaft, die nach einem tragischen Unglück durch Musik und gemeinsames Tanzen wieder zueinanderfindet. Tragisch, warmherzig und sehr berührend.

Reels, Instagram und mein Newsletter

Auf Instagram war im Juli richtig viel los. Ich habe zahlreiche Reels erstellt, und derzeit entwickeln sich meine Beiträge erfreulich gut.

Über noch mehr Abonnentinnen und Abonnenten für meinen Newsletter würde ich mich trotzdem sehr freuen. Auf dem Blog wird die Anmeldung inzwischen zusätzlich über ein Plugin eingeblendet. Noch hält sich der Erfolg dort in Grenzen, aber vielleicht braucht es einfach ein wenig Zeit.

Oder ihr macht mir eine Freude und abonniert einfach jetzt meinen Newsletter.

Bild mit einem Foto der Reisebloggerin und dem Aufruf den Newsletter zu abonnieren

Mein Juli in Zahlen

Neue Blogartikel: 10
Überarbeitete Blogartikel: 9
Gelesene Bücher: 4
Flötenstunden: 2 – 6 Mal geübt
Kinobesuche: 3
Gegangene Schritte: 202.462

Morgen beginnt der August. Der Podcast macht zwar Pause, aber mein Notizbuch ist längst wieder voller Ideen. Ich freue mich auf alles, was der nächste Monat bereithält.

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4 Kommentare

  1. Veröffentlicht von Anita auf Reisen am 03/08/2026 um 09:48

    Wow, da warst du echt fleißig…

  2. Veröffentlicht von Esther Niederhammer am 03/08/2026 um 10:01

    Und wieder bin ich da. Ich lese deine Rückblicke und auch Reiseberichte sehr gern, liebe Gudrun. Jedes Mal denke ich mir auch: Puh, ganz schön viel. Dann muss ich lachen, denn ich erkenne mich wieder. Ich wünsche dir einen fabelhaften August und wieder tolle Eindrücke und Erfahrungen.
    Liebe Grüße, Esther

    • Veröffentlicht von Reisebloggerin am 04/08/2026 um 12:39

      Liebe Esther, vielen Dank! Ich wünsche Dir ebenfalls einen wunderbaren August!

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GUDRUN KRINZINGER

Ich tue. Ich reise. Ich bin.

Reiseblog von einer reiselustigen, strickbegeisterten, lesesüchtigen und fotografiewütigen Oberösterreicherin mit Hauptsitz Wien und Alte Donau.

Seit 2010 schreibe ich über meine Reisen auf dem Blog Reisebloggerin.at.

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