Nottebohmsaal in Antwerpen: Eine der schönsten Bibliotheken Belgiens

Es gibt Orte, für die nehme ich auch eine zweite Reise auf mich. Die Erfgoedbibliotheek Hendrik Conscience in Antwerpen ist so ein Ort. Bei meinem ersten Besuch in der Stadt stand ich vor verschlossenen Türen: Der berühmte Nottebohmsaal ist für Individualreisende nicht das ganze Jahr über geöffnet. Also flog ich noch einmal nach Antwerpen – vor allem wegen dieser Bibliothek.

Und ja: Für Menschen, die alte Bücher, historische Bibliothekssäle und besondere Geschichten lieben, lohnt sich die Reise.

Historischer Bibliothekssaal der Erfgoedbibliotheek Hendrik Conscience in Antwerpen
Die Nottebohmzaal in Antwerpen ist einer der schönsten Bücherorte der Stadt

Ein versteckter Bücherort mitten in Antwerpen

Die Erfgoedbibliotheek Hendrik Conscience liegt am Hendrik Conscienceplein, einem der schönsten Plätze der Antwerpener Altstadt. Schon der Weg dorthin ist besonders: Kopfsteinpflaster, historische Fassaden und gleich gegenüber die prachtvolle Sint-Carolus-Borromeuskerk.

Von außen lässt sich kaum erahnen, welcher Schatz sich hinter den Mauern der Bibliothek verbirgt. Erst nachdem ich meinen gebuchten Timeslot vorgezeigt hatte, ging es die Treppen hoch Richtung Nottebohmsaal.

Der Saal liegt im ältesten Teil der Bibliothek. Dunkles Holz, hohe Bücherregale, gusseiserne Galerien und ein Boden, der bei jedem Schritt knarrt: Ich brauchte einige Minuten, um alles auf mich wirken zu lassen.

Insgesamt verbrachte ich rund zwei Stunden in der Bibliothek. Das ist eher ungewöhnlich – viele Besucherinnen und Besucher bleiben ungefähr 45 Minuten. Aber wer sich den Audioguide vollständig anhört, die Ausstellung betrachtet und die vielen Details des Saals entdecken möchte, sollte auf jeden Fall mehr Zeit einplanen.

Reihen alter Bücher hinter Schutzgittern im Nottebohmsaal in Antwerpen
Rund 150.000 Bücher werden heute im Nottebohmsaal aufbewahrt.

Der Nottebohmsaal – einer der schönsten Bibliothekssäle Flanderns

Die Bibliothek selbst bezeichnet den Nottebohmsaal als einen der schönsten Bibliotheksräume Belgiens. Ich würde ihr da nicht widersprechen.

Der Raum ist deutlich dunkler, als man es von vielen historischen Prunksälen kennt. Die Fenster sind abgedunkelt, denn alte Bücher mögen weder direktes Licht noch Wärme und Feuchtigkeit. Im Saal werden deshalb möglichst gleichmäßige klimatische Bedingungen geschaffen.

Die gedämpfte Beleuchtung verstärkt die besondere Atmosphäre. Rund 150.000 Bände werden heute im Nottebohmsaal aufbewahrt. Für Individualbesucher ist der Saal nur zu bestimmten Zeiten zugänglich; außerdem wird er für Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen genutzt.

Vor den Bücherregalen befinden sich Gitter. Nur die Bibliothekarinnen und Bibliothekare dürfen die Bücher herausnehmen. Kleine weiße Zettel zwischen den Buchrücken zeigen an, dass ein Werk gerade im Lesesaal benutzt wird.

Die Bücher stehen übrigens nicht nach Themen geordnet in den Regalen. Jedes Buch erhält eine Signatur, die angibt, in welchem Depot, auf welcher Etage, in welchem Regal und auf welchem Regalbrett es zu finden ist.

Die grünen Schilder mit den Namen berühmter Antwerpener Schriftsteller dienen hingegen nur der Dekoration. Auffällig ist, dass darauf fast ausschließlich Männernamen stehen. Frauen hatten über Jahrhunderte deutlich weniger Möglichkeiten, wissenschaftliche oder literarische Werke unter ihrem eigenen Namen zu veröffentlichen. Und auch später wurden Schriftstellerinnen und Wissenschaftlerinnen bei der Darstellung der Kulturgeschichte häufig übergangen.

Detailaufnahme alter Bücher hinter einem Gitter in der Nottebohmzaal
Alte Bücher, Spuren der Zeit und ganz viel Bibliotheksatmosphäre.

Vom barocken Gebetsraum zur Bibliothek

Kaum vorstellbar: Der dunkle Bibliothekssaal war im frühen 18. Jahrhundert eine helle, prunkvoll ausgestattete Kapelle.

Der Gebäudeteil gehörte ursprünglich zur Sodalität, einer von den Jesuiten gegründeten religiösen Bruderschaft. Ihre Mitglieder kamen vor allem aus der wohlhabenden Antwerpener Bürgerschaft. Beamte, Kaufleute, Handwerker und Künstler trafen sich hier zum Gebet.

Auch Peter Paul Rubens und Anthonis van Dyck gehörten dieser Gemeinschaft an. Van Dyck malte ein Bild der heiligen Rosalia für den Hauptaltar der Kapelle. Zahlreiche weitere Antwerpener Maler und Bildhauer wirkten an der Ausstattung mit.

Die Wände und Decken waren mit barocken Kunstwerken geschmückt, die Verkleidungen bestanden teilweise aus kostbarem Marmor. Nach der Auflösung des Jesuitenordens im Jahr 1773 wurden viele Kunstwerke verkauft und über ganz Europa verstreut. Manche konnten bis heute nicht wiedergefunden werden.

Alte Bücher in Regalen der Nottebohmzaal in Antwerpen
In der Nottebohmzaal stehen historische Bücher dicht an dicht in den Regalen.

Wer war Oscar Nottebohm?

Der Nottebohmsaal wurde nach Oscar Nottebohm benannt. Seine Familie gehörte zu einer Gemeinschaft deutscher Kaufleute, die sich im 19. Jahrhundert in Antwerpen niedergelassen hatten.

Die Familie war nicht nur wirtschaftlich tätig, sondern sammelte auch Kunst und Bücher und unterstützte das kulturelle Leben der Stadt. Oscar Nottebohm vermachte nach seinem Tod unter anderem der Stadtbibliothek und dem Museum Plantin-Moretus bedeutende Geldbeträge. Als Dank wurde der neue Prunksaal 1936 nach ihm benannt.

Die Verbindung zwischen der Familie Nottebohm und der Bibliothek besteht bis heute. Eine Stiftung ermöglicht unter anderem ausländischen Forschenden einen Aufenthalt in Antwerpen.

Büste vor historischen Bücherregalen in der Nottebohmzaal in Antwerpen
Die Nottebohmzaal gehört zur Erfgoedbibliotheek Hendrik Conscience in Antwerpen.

Die Globen von Willem Janszoon Blaeu

Zu den eindrucksvollsten Ausstellungsstücken im Nottebohmsaal gehören ein Himmels- und ein Erdglobus des niederländischen Kartografen Willem Janszoon Blaeu.

Das Globenpaar stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert und hat einen Durchmesser von rund 68 Zentimetern. Zur Zeit seiner Entstehung gehörten die Globen zu den größten ihrer Art.

Kleine Globen wurden auf Schiffen zur Orientierung und Routenplanung eingesetzt und nutzten sich durch den häufigen Gebrauch schnell ab. Große Globen dienten dagegen vor allem als kostbare Repräsentationsobjekte in den Häusern wohlhabender Sammler und Gelehrter.

Auf den Oberflächen sind nicht nur Länder und Meere zu sehen. Blaeu schmückte seine Karten mit Schiffen, Tieren, Seeungeheuern und Fantasiewesen. Neue geografische Erkenntnisse wurden teilweise auf kleinen Papierstücken ergänzt und direkt auf die vorhandenen Karten geklebt.

Nach einer umfassenden Restaurierung kehrten die Globen 2012 in den Nottebohmsaal zurück. Heute stehen sie hinter besonders entspiegeltem Glas. Beim näheren Betrachten kann man daher fast vergessen, dass sich überhaupt eine Scheibe zwischen den Globen und den Besucherinnen und Besuchern befindet.

Ausstellung zwischen historischen Bücherregalen im Nottebohmsaal in Antwerpen
Der Nottebohmsaal dient nicht nur als Bücherdepot, sondern auch als Ausstellungsraum.

Der ägyptische Bücherschrank

Ein weiteres außergewöhnliches Stück ist der sogenannte ägyptische Schrank. Darin werden zwölf monumentale Bände des Werkes „Denkmäler aus Ägypten und Äthiopien“ aufbewahrt.

Der deutsche Ägyptologe Karl Richard Lepsius leitete im 19. Jahrhundert eine mehrjährige Expedition nach Ägypten und Nubien. Während der Reise entstanden zahlreiche Zeichnungen, Pläne und Aufzeichnungen zu Tempeln, Gräbern, Inschriften und Kunstwerken.

Ein Exemplar der monumentalen Publikation gelangte als Geschenk des preußischen Königshauses nach Antwerpen. Die Bücher erhielten schließlich einen Ehrenplatz in einem eigens dafür angefertigten Möbelstück.

Der Schrank besteht aus Linden- und Eichenholz und ist mit ägyptisch inspirierten Ornamenten verziert. Im Inneren befinden sich ausziehbare Regalböden für die großformatigen Bücher. Die obere Platte lässt sich aufklappen, sodass einzelne Bände präsentiert werden können.

Historisches Buch mit verziertem Einband im Nottebohmsaal in Antwerpen
Alte Bücher und kostbare Einbände gehören zu den Schätzen der Erfgoedbibliotheek Hendrik Conscience.

Antwerpen im Jahr 1565

Im Nottebohmsaal ist außerdem eine Reproduktion eines beeindruckenden Stadtplans von Antwerpen zu sehen. Er zeigt die Stadt im Jahr 1565 – auf dem Höhepunkt ihrer wirtschaftlichen Bedeutung.

Das Original wurde von Virgilius Bononiensis geschaffen. Es handelt sich um einen handkolorierten Holzschnitt, der aus 20 Bögen handgeschöpften Papiers zusammengesetzt wurde. Mit einer Größe von ungefähr 1,20 mal 2,65 Metern ist er die größte und detaillierteste bekannte Darstellung Antwerpens aus dem 16. Jahrhundert. Das einzig erhaltene Original befindet sich heute im Museum Plantin-Moretus.

Wer den Plan genauer betrachtet, erkennt einige Gebäude, die das Stadtbild bis heute prägen: die Kathedrale, das Rathaus und die Handelsbörse. Andere Bereiche Antwerpens haben sich dagegen vollständig verändert.

Die Darstellung war jedoch nicht nur eine sachliche Stadtkarte. Sie sollte Antwerpen als wohlhabende, sichere und bestens organisierte Handelsmetropole präsentieren. Die Stadtmauern wirken auf dem Plan beispielsweise eindrucksvoller, als sie in Wirklichkeit gewesen sein dürften.

Büste vor historischen Bücherregalen im Nottebohmsaal in Antwerpen
Zwischen den alten Buchbeständen stehen im Nottebohmsaal mehrere Büsten bedeutender Persönlichkeiten.

Eine Bibliothek mit 1,5 Millionen Bänden

Die Geschichte der Erfgoedbibliotheek Hendrik Conscience reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Heute besitzt sie ungefähr 1,5 Millionen Bände. Aneinandergereiht würden die Bücherregale eine Länge von rund 36 Kilometern erreichen.

Die Sammlung wächst weiter. Bücher gelangen durch Ankauf, Schenkungen und Vermächtnisse in die Bibliothek. Bevor ein neues oder altes Werk seinen Platz im Depot erhält, kann es zunächst in Quarantäne kommen. So soll verhindert werden, dass Schimmel oder Schädlinge in die Sammlung eingeschleppt werden.

Anschließend wird das Buch katalogisiert, beschriftet und einem Standort zugeteilt. Im Lesesaal können die Werke von Interessierten, Forschenden und Studierenden eingesehen werden.

Der Schwerpunkt liegt auf niederländischer Sprach- und Literaturwissenschaft sowie auf der Kultur und Geschichte Antwerpens und Flanderns.

Vitrine mit modernen Buchobjekten zwischen historischen Bücherregalen im Nottebohmsaal
Moderne Buchkunst trifft im Nottebohmsaal auf jahrhundertealte Bücherbestände.

Die Ausstellung „Verbeelding gebonden“

Während meines Besuchs wurde im Nottebohmsaal die Ausstellung „Verbeelding gebonden“ gezeigt. Anlass war das 100-jährige Bestehen der Ausbildung Buchkunst an der Akademie Berchem.

Zu sehen waren rund 100 Bücher, die von ehemaligen und aktuellen Studierenden sowie von Lehrenden der Ausbildung gestaltet und gebunden worden waren. Besonders schön fand ich, dass man zwei Buchbinderinnen direkt bei ihrer Arbeit beobachten konnte.

Die Geschichte dieser Ausbildung ist eng mit Frauen verbunden. Als die Buchbinderin Regina Martens ihre Ausbildung begann, gab es in Belgien und den Niederlanden kaum Frauen in diesem Kunsthandwerk. Später wurde sie gebeten, an der neu gegründeten freien Akademie Buchbinderinnen und Buchbinder auszubilden.

Seitdem wurde das Atelier immer wieder von Frauen geleitet. Es war daher kein Zufall, dass viele der in der Ausstellung präsentierten Bucheinbände von Künstlerinnen gestaltet worden waren.

Ein Einband bestand tatsächlich aus Stein. Ein anderer sah nur wie Stein aus, war aber aus Papier gearbeitet. Manche Bücher wirkten weniger wie Gebrauchsgegenstände und mehr wie Skulpturen.

Alte Bücherregale und gusseiserne Konstruktion im Nottebohmsaal in Antwerpen
Die gusseisernen Galerien und dicht gefüllten Regale geben dem Nottebohmsaal seine unverwechselbare Atmosphäre.

Der Audioguide durch den Nottebohmsaal

Für den Besuch steht ein Audioguide in mehreren Sprachen zur Verfügung, darunter auch Deutsch. Er erklärt nicht nur die Geschichte des Saals, sondern führt zu einzelnen Ausstellungsstücken, erzählt vom Alltag der Bibliothek und beantwortet Fragen, die sich beim Rundgang automatisch stellen.

Warum ist es hier so dunkel? Wie findet man ein bestimmtes Buch? Wie wurde aus einer barocken Kapelle ein Bücherdepot?

Ich fand den Audioguide sehr ausführlich. Wer alle Stationen anhört, sollte jedenfalls mehr als die oft empfohlenen 45 Minuten einplanen.

Historische Bucheinbände in einer Vitrine im Nottebohmsaal
Bei meinem Besuch standen kunstvoll gebundene Bücher im Mittelpunkt einer Sonderausstellung.

Für wen lohnt sich der Besuch des Nottebohmsaals?

Für mich ganz eindeutig: ja.

Der Nottebohmsaal ist nicht einfach nur ein schöner Raum voller alter Bücher. Seine Geschichte erzählt zugleich von Antwerpens Zeit als Handelsmetropole, von Jesuiten und Künstlern, von Mäzenen, Sammlern, Kartografen, Forschenden und Buchbinderinnen.

Natürlich ist es ein Ort, der besonders Menschen anspricht, die Bibliotheken und Bücher lieben. Aber auch Architektur-, Kunst- und Geschichtsinteressierte werden hier viel entdecken.

Ich war bereits im Museum Plantin-Moretus von Antwerpens Buchgeschichte begeistert. Der Nottebohmsaal ergänzt dieses Erlebnis perfekt. Während man im Plantin-Moretus-Museum erfährt, wie Bücher gedruckt wurden, zeigt die Erfgoedbibliotheek, wie sie gesammelt, geschützt, katalogisiert und für kommende Generationen bewahrt werden.

Ausstellung zwischen historischen Bücherregalen im Nottebohmsaal in Antwerpen
Der Nottebohmsaal dient nicht nur als Bücherdepot, sondern auch als Ausstellungsraum.

Praktische Informationen zur Erfgoedbibliotheek Hendrik Conscience

Der Nottebohmsaal ist für Einzelbesucherinnen und Einzelbesucher nur zu bestimmten Zeiten geöffnet. Im Sommer 2026 kann er vom 19. Juni bis 30. August von Dienstag bis Sonntag zwischen 12 und 17 Uhr besucht werden. Der letzte Einlass ist um 16.30 Uhr. Ein reguläres Ticket kostet 8 Euro. Der Audioguide wird auf Niederländisch, Französisch, Deutsch, Englisch und Spanisch angeboten.

Da die Öffnungszeiten und Ausstellungen wechseln, sollte man sich unbedingt vor der Reise auf der Website der Bibliothek informieren und rechtzeitig einen Timeslot reservieren.

Mein Zeitbedarf: ungefähr zwei Stunden
Übliche Besuchsdauer: etwa 45 bis 60 Minuten
Mein Tipp: Nicht nur auf die hohen Bücherregale schauen. Auch die Globen, Büsten, Schilder, Karten, Vitrinen und vor allem der knarrende Boden erzählen ihre eigenen Geschichten.
Adresse:
Hendrik Conscienceplein 4
2000 Antwerpen

Warum sich die zweite Reise gelohnt hat

Ich bin tatsächlich ein zweites Mal nach Antwerpen gereist, weil ich diesen Saal bei meinem ersten Besuch nicht besichtigen konnte. Nachdem ich im Nottebohmsaal gestanden bin, wusste ich aber wieder, warum ich es getan hatte.

Auf Fotos wirkt der Nottebohmsaal bereits beeindruckend, aber seine besondere Atmosphäre erschließt sich erst vor Ort. Das gedämpfte Licht, das Knarren des Bodens, die vielen Buchrücken und die Geschichten hinter den einzelnen Objekten machen den Raum für mich zu einem echten Erlebnis.

Für mich ist die Erfgoedbibliotheek Hendrik Conscience deshalb einer der schönsten Bücherorte in Antwerpen – und einer jener Orte, wegen derer ich immer wieder in diese Stadt zurückkehren würde.

Verzierter Bucheinband und Werkzeug der Buchbinderei in einer Ausstellung im Nottebohmsaal in Antwerpen
Bei der Ausstellung zur Buchkunst waren nicht nur kunstvoll gebundene Bücher, sondern auch Werkzeuge des Buchbinderhandwerks zu sehen.

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Reisebloggerin Gudrun Krinzinger in Antwerpen

📍 Persönlich besucht

Für diesen Beitrag habe ich den Nottebohmsaal in Antwerpen im Juni 2026 persönlich besucht. Als ehemalige Buchhändlerin hatte dieser Ort für mich noch einmal eine ganz besondere Bedeutung.

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GUDRUN KRINZINGER

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Seit 2010 schreibe ich über meine Reisen auf dem Blog Reisebloggerin.at.

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