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Der Rest der Welt

10 Tipps für Lissabon

Was? Nur 10 Tipps für Lissabon? Beim Aussortieren der Fotos wird mir klar, Cascais und das Stadtviertel Belem bekommen beide einen eigenen Blogartikel. Ansonsten wird dieser Beitrag zu laaange (niemand liest sich bis Tipp 29 durch) und zu unübersichtlich.

Und jetzt verrate ich euch, wo ich in Lissabon den besten Fisch gegessen habe, wo Literaturliebhaber auf ihre Kosten kommen und wo ich die schönsten Souvenirs gekauft habe.

Wie ich hingefunden habe, ist mir immer noch ein Rätsel und wahrscheinlich würde ich noch immer in Lissabon herumlaufen (keine schlechte Idee!), hätte meine Freundin nicht zufällig durch ein Fenster fotografiert und die vielen Personen dahinter entdeckt. Dann bogen wir noch zweimal um die Ecke und standen mittendrin, im kreativen Dorf LX Factory. Es war Sonntag, Flohmarkttag.  Selbstgenähtes dominierte die Tische, daneben gab es  Schmuck oder Marmelade zu kaufen. In den alten restaurierten Lagerhallen haben sich neben Geschäften auch Restaurants angesiedelt.

Mein Lieblingsladen:  Eine riesige Buchhandlung auf zwei Etagen, die einen Erfinder beherbergt. Er war anwesend und nahm sich die Zeit, den Besuchern seine kunstvollen Werke zu zeigen. Die Sonne strahlte vom Himmel und bevor ich es mir in einem Lokal gemütlich machte, bog ich um die Ecke und entdeckte Streetart, die die Fabrikshallen schmücken. Da schwor ich mir, beim nächsten Besuch mehr Zeit mitzubringen und auch einen Besuch unter der Woche einzuplanen.

LX Factory
Rua Rodrigues Faria, 103
http://www.lxfactory.com/PT/localizacao/

LX Factory

LX Factory Lissabon

Buchhandlung Ler Devargar

Lissabon von oben zu betrachten ist bei den vielen Hügeln kein Problem. Immer wieder findet man Aussichtsterrassen und hat einen wunderschönen Blick über die Stadt bis hin zum Tejo. Eine Aussicht mit Rundumblick auf Lissabon bot sich mir vom Triumphbogen aus.

Es war früh am Morgen und ich die einzige Besucherin, die mit dem Lift empor fuhr. Eine schmale Treppe führt dann weiter bis auf die Aussichtsterrasse. Die Treppen sind so eng, dass nur jeweils eine Person passieren kann, daher hat man ein Ampelsystem eingeführt.

Arco da Rua Augusta
Rua Augusta 2-10

Arco da Rua Augusta

Baixa

Rundumblick auf Lissabon

Mein zweiter Tipp um die Stadt von oben zu entdecken ist der Aufstieg auf das Dach des Panteão Nacional.

Prinzipiell bin ich schwindelfrei, doch der oberste Rundbalkon, von wo aus ich einen grandiosen Blick hinab in die Halle habe, ist wirklich sehr, sehr schmal. Besser geht es mir, als ich dann ganz oben auf dem Dach stehe, mit Blick auf die Alfama, den Tejo und den Flohmarkt, der wöchentlich zweimal stattfindet (Dienstag und Samstag).

Ich bin nur wegen dem Blick über die Stadt da, andere Besucher sind mehr an den berühmten Persönlichkeiten interessiert, die im Panteão beerdigt sind.

Panteão Nacional
Campo de Santa Clara

Panteão Nacional Lissabon

Panteão Nacional

Auf dem Dach des Panteão

Einer Person kann man in Lissabon nicht entkommen: Fernando Pessoa. Wer war dieser berühmte portugiesische Schriftsteller und Dichter, der zu seinen Lebzeiten nur ein einziges Buch verkaufte?

Ich habe ein bisschen das Gefühl, in die heiligen Hallen des Dichters vorzudringen, als ich im Haus des Dichters im Stadtviertel Campo Ourique stehe. Okkulte Zeichen an den Wänden, eine große Bibliothek aus dem Besitz Pessoas kombiniert mit seinen Werken in allen Sprachen, Bilder des Literaten, ein Zimmer, eingerichtet wie ein Schlafzimmer, seine Schreibmaschine, seine Brille, Zeugnisse, Briefe,…

Andächtig schweben wir Besucher durch die Zimmer, es ist eine Kultstätte für die Verehrer des Dichters.

Casa Fernando Pessoa
Rua Coelho da Rocha, 16
Campo de Ourique
http://casafernandopessoa.cm-lisboa.pt

Casa Fernando Pessoa

Musuem Fernando Pessoa

Liebhaber der portugiesischen Literatur fühlen sich auch im nächsten Museum wohl:

Museum José Saramago
Casa dos Bicos
Rua dos Bacalhoeiros
http://www.josesaramago.org/

Angeblich ist es eines der ältesten Häuser in Lissabon, die Casa dos Bicos. Schon bei meinem Morgenlauf ist mir die besondere Fassade aufgefallen, die aus vielen spitzen Steinquadern besteht und mich an Diamanten erinnert. Eine andere Geschichte erzählt, dass in jedem Stein ein Diamant eingearbeitet wurde. Mit Geschichten kennt sich der Schriftsteller José Saramago aus, der vor diesem Haus unter einem Olivenbaum begraben liegt und dem das Museum im Inneren gewidmet ist.

Jose Saramago

Schreibmaschine

Durch Lissabons Straßen zu schlendern macht müde. Überall gibt es kleine Cafés und Restaurants. Eines möchte ich hervorheben, denn hier habe ich ein besonders gutes überbackenes Sandwich gegessen: Queijo de cabra, nozes e mel (Ziegenkäse, Walnüsse und Honig). Auch die anderen Sandwich-Kreationen sahen unglaublich lecker aus, das Café ist super gemütlich eingerichtet und ich bin mir sicher, hier lande ich noch einmal in meinem Leben.

Medrosa d’Alfama
Largo de Sao Rafael, 6
https://www.facebook.com/medrosa.dalfama

Überbackenes Brot

Ich bin marktsüchtig. Daher kommt mir der Mercado da Ribeira gerade recht. Der Markt teilt sich in zwei Hälften: Auf der Ostseite liegt die „alte“ Markthalle, in der seit dem 19.Jhdt. Fisch, Obst, Gemüse und Kräuter verkauft werden und auf der Westseite reihen sich 35 gastronomische Stände aneinander und verkaufen die leckersten Dinge.

In der Mitte sind Bänke und Tische aufgebaut und jeder nimmt Platz, wo gerade Platz ist. Ein geniales Konzept und ich wandere ziellos durch die Hallen.

Mercado da Ribeira
Avenida 24 de Julho – Cais do Sodré

Lissabon Markthalle

Mercado da Ribeiea Lissabon

Mercado da Ribeira

Souvenirtechnisch hat Lissabon so einiges zu bieten. Sardinen in allen Farben, Größen und Materialien, Kacheln in allen Farben und allerlei Geformtes aus Kork. Meine Souvenirs habe ich in einem kleinen Geschäft in der Alfama gekauft, das zwei Künstlerinnen gehört.

Eine von ihnen widmet sich dem Zweitleben von Krawatten und fertigt Broschen und Röcke.  Somit bin ich jetzt stolze Besitzerin einer Krawattenbrosche in rot! Und wenn mir einer der Röcke gepasst hätte, wäre ich jetzt auch Besitzerin eines Krawattenrockes, aber leider waren die Pasteis de Nata zu gut zu mir…

Simona Accattatis und Marisa Carboni
Rua dos Remédios, 85
http://carboniaccattatis.tumblr.com/

Carboni Accattatis

Es nützt alles nichts, aber um den besten Fisch in Lissabon zu essen, muss man auf die andere Seite des Tejo. Die richtige Fähre Richtung Cacilhas war schnell gefunden, nur mit der auf eine Rechnung gekritzelten Wegbeschreibung (Empfehlung des Barmannes am Vortag) hatten wir so unsere Schwierigkeiten. So landeten wir in der Touristinformation, die uns auf den richtigen Weg brachte.

Der Weg ist schmal und führt direkt an der Ufermauer des Tejo entlang Richtung Brücke des 25.April. Nach 20 Minuten Wegzeit waren wir am Ziel und ergatterten einen Tisch in der Sonne mit Blick auf Lissabon und ließen uns verwöhnen mit Octopussalat, Kichererbsensalat mit Stockfisch und gegrillten Sardinen. Vielleicht war es die Sonne, vielleicht der Weißwein, aber hier sitzen zu dürfen war pures Glück!

Ponto Final
Cais do Ginjal 72,
Cacilhas, Almada

Ponto Final

Ponto Final Lissabon

Kichererbsensalat

„Saúde“ oder „Tchim tchim!“ heißt es in Lissabon wenn man in den zahlreichen Bars das Glas hebt und mit dem berühmten Ginjinha auf die Gesundheit anstößt. Der Alkoholanteil dieses Sauerkirschlikörs liegt zwischen 17-20 Prozent und ganz egal wo ich einen getrunken habe, mal war er süßer, mal war er säuerlicher, mir hat er jedes Mal geschmeckt.

Empfehlen kann ich euch zwei Bars:

Amigos da Severa
Rua do Capelão, 32,
Mouraria

Amigos da Severa

Ginjinha do Carmo
Calçada do Carmo 37

Ginjinha do Carmo

Für meine Recherchen in Lissabon wurde mir vom Tourismus-Büro die LISBOA-Card zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!