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Der Rest der Welt

Istanbul - der asiatische Teil

Eine kleine unscheinbare Münze bringt mich nach Asien. Istanbuler benützen die Fähren über den Bosporus so selbstverständlich wie unsereins die U-Bahn oder die Tram. Und während wir Touristen die Skyline der asiatischen Seite bestaunen und die Bosporusbrücke fotografieren, bestellen sich die Einheimischen am Kiosk einen Tee und plaudern mit den Nachbarn.

Jungfrauenturm

Frauen unterhalten sich auf der Fähre von Europa nach Istanbul

„Welcome to Europe“ hat vor zwei Tagen der Taxifahrer lachend ausgerufen, als er uns über die Bosporusbrücke kutschierte. Europa? Ach ja, wir waren doch am Sabiha Gökcen Flughafen gelandet, und der liegt auf der asiatischen Seite der Stadt. Asien verbinde ich mit Langstreckenflügen, doch hier in Istanbul ist es nur eine Münze entfernt.

Knappe 15 Minuten braucht die Fähre von Eminönü nach Üsküdar. Die Leute strömen von Bord und verschwinden in alle Richtungen.

Wir sind auf der Suche nach der modernsten Moschee in der Türkei, eingerichtet von einer türkischen Innenarchitektin namens Zeynep Fadillioglu. Und diese Şakirin Moschee ist wirklich etwas ganz besonders und ganz anders als die bisher besuchten Gebetshäuser. Beton und Glas dominiert den Bau, lichtdurchflutet präsentiert sich der Gebetsraum und der schönste Platz gebührt den Frauen. Sie beten auf der Empore.

Die modernste Moschee in Istanbul

Der Innenraum der Sakirin Moschee in Istanbul

Die Kuppel der Sakirin Moschee

Die Şakirin Moschee steht im größten muslimischen Friedhof in der Türkei. Wir schlendern zwischen den alten Gräbern und unter Zypressen hindurch und wundern uns über die Geburtsdaten mancher Verstorbener. So sind zum Beispiel auf einem Grabstein der Name des Verstorbenen und die Daten 1323-1961eingemeisselt. Erst nach einigem herumrätseln wird uns ein Zusammenhang klar. Atatürk führte die westliche Zeitrechnung ein, der erste Jänner 1926 folgte auf den letzten Tag des Jahres 1341.

Ein Weg im größten Friedhof der Türkei

Ein Grabmal im größten Friedhof der Türkei

Aber der Friedhof Karacaahmet birgt noch andere Überraschungen, die wir ohne die Hilfe eines freundlichen Arbeiters nicht gefunden hätten. Zu unserer Entschuldigung ist zu sagen, wir haben gar nicht danach gesucht. Wir klettern mit unserem Helfer zwischen den Gräbern durch die Friedhofsanlage und landen vor einem Areal osmanischer Grabsteine.

Osmanische Grabsteine

Osmanischer Friedhof

Grabsteine

Im Gegensatz zur modernen Şakirin Moschee gilt die Çinili Moschee als eine der ältesten Moscheen in Istanbul. Sie wurde 1640 erbaut und der Innenraum ist über und über mit blauen Iznik Fayencen ausgekleidet.

Die Cinili Moschee von innen

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Ja, das war mein Ausflug in das asiatische Istanbul. Meine Tipps? Sich einfach durch die Gassen treiben lassen. Sich in irgendein Lokal setzen und ein Ayran trinken. Sich auf einen Tee einladen lassen. Noch eine Moschee besuchen. Durch den Basar schlendern. Einen frischen Fisch am Fischmarkt kaufen. Und dann? Eine Münze kaufen, auf die Fähre steigen und nach 15 Minuten heißt es wieder „Welcome to Europe“.

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