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Der Rest der Welt

Mit der Brandner Schiffahrt durch die Wachau

„[…] und die Donau rauschte dazwischen herauf – und es war alles, alles gut!“ Joseph von Eichendorff aus „Aus dem Leben eines Taugenichts“

Eichendorff hat so recht. Ich nehme Platz am Sonnendeck der MS Austria, dem Linienschiff der Brandner Schiffahrt und kann mein Glück nicht fassen.

Brandner Schiffahrt in Krems

Erstens: Die Sonne strahlt vom Himmel. Meiner Meinung nach waren die letzten Wochen total verregnet.

Zweitens: Bei der Aufteilung der TOP Ausflugsziele, für die Angelika vom Blog wiederunterwegs.com , Lucia von die kremserin on the go und ich durch ganz Niederösterreich reisen, verweigerten beide die Schifffahrt durch die Wachau. O-Ton Lucia: „Na bitte, des muass wer aundara mochn, des hob i scho so oft gmocht“. Eine Freiwillige war schnell gefunden, die sich „erbarmte“, diese Person war natürlich ich.

Drittens: Die Strecke Krems-Melk gehört meiner Meinung nach zu den schönsten auf der Donau. Unzählige Male war ich in der Wachau. Ich hörte beim Musikfestival glatt&verkehrt Musikern aus der ganzen Welt zu, erlebte das Weinerlebnis in der Sandgrube 13 bei Winzer Krems, machte eine Stadtführung in Dürnstein und war beim Adventmarkt auf der Ruine Aggstein. Einmal versuchte ich mit Freundinnen den Donauradweg zu absolvieren, was uns von Linz bis Weißenkirchen auch ganz gut gelang. Doch der Grüne Veltliner bei den Weinbauern in der Wachau war einfach zu gut und wir waren einfach zu beschwingt um noch aufs Rad zu steigen.

Ahoi, Krems! Ahoi, Wachau!

Noch ist es zu früh, es ist kurz vor 10 Uhr, um mit einem Glas Veltliner in den Tag zu starten. Die Weinkarte der MS Austria spielt auf jeden Fall alle Stückerl, das merke ich mir fürs Mittagessen. Nun sind auch die letzten Passagiere an Bord, die Schiffsschraube beginnt sich zu drehen, ein Matrose löst die Leinen, ahoi, Krems!

Stein bei Krems an der Donau

Ich kann mich gar nicht satt sehen an der vorbeiziehenden Landschaft. „Sind Sie ortskundig?“ reißt mich ein Mitpassagier aus meiner Schwärmerei. Ob ich wüsste, welches Kloster sich da drüben befindet. Er zeigt zurück Richtung Krems. Puh, Glück gehabt, denke ich mir. Das Stift Göttweig erkenne ich. Wir kommen ins Plaudern und er erzählt mir, dass er und seine Frau früh morgens in Salzburg weggefahren sind um diese Schifffahrt zu unternehmen. Er strahlt wie ich über das ganze Gesicht.

Bereits 30 Minuten nach Abfahrt in Krems nähern wir uns Dürnstein. Gerne nehme ich das Angebot des Kapitäns an und steige die paar Stufen zur Brücke hinauf. Von hier aus habe ich einen wunderschönen Blick auf die Donau, die Weingüter und die Ortschaften.

Dürnstein mit seinem markanten blau-weißen Kirchturm ist vom Wasser aus gesehen noch viel schöner. Alleine hier mache ich um die 50 Bilder.

Dürnstein - Unterwegs mit der Brandner Schiffahrt

Dürnstein

Im Anschluss habe ich Zeit und plaudere mit den beiden Kapitänen. Dürfen sie eigentlich Hochzeiten durchführen? Die Frage bringt sowohl Wolfgang Sehner als auch Matthias Höllbacher zum Schmunzeln. Nein, höre ich, es sei ja auch gar nicht notwendig. Die Donau sei kein rechtsfreier Raum, ein Standesbeamter könne an Bord kommen und die Trauung vollziehen. Das Team der Brandner Schiffahrt helfe übrigens gerne beim Organisieren von Hochzeiten und allen anderen Feiern wie Geburtstagen, Taufen und Betriebsausflügen.

Dass sich die Flusskreuzschifffahrt in den letzten Jahren vervielfacht hat, bestätigen mir beide Kapitäne und zeigen mir ein Wunder-Wuzi-Gerät, wo sie sehen, welche Schiffe ihnen entgegenkommen. Uns kommt auf dem rechten Donauufer Weißenkirchen entgegen, also eigentlich kommen wir Weißenkirchen näher, was mich wie ein Magnet ins Freie zieht. Foto hier, Foto da, ich kanns einfach nicht lassen.

Weißenkirchen an der Donau

Mahlzeit! Genuss am Schiff der Brandner Schiffahrt

An eine Fotopause ist nicht zu denken, naja, vielleicht doch, mein Magen knurrt. Zu Mittag reicht mir normalerweise eine Kleinigkeit, obwohl ich nach einem Blick in die Speisekarte mit einem Wachau.Burger oder dem Flößer.Pfandl liebäugle. Die Pensionisten ringsum lassen es sich gut gehen, das Essen schaut aber auch wirklich sehr gut und vor allem frisch gekocht aus. Ich belasse es dann doch bei der Bestellung von einem Sommer.Sandwich, vor allem weil ich weiß, dass ich beim Essen nicht ruhig sitzen kann, wenn die schönsten Sehenswürdigkeiten der Wachau an mir vorbeiziehen.

Sandwich am Schiff der MS Austria - Ein Schiff der Brandner Schiffahrt

Wenig später bekomme ich das Sandwich serviert und ich bin während des Essens nur dreimal aufs Sonnendeck gelaufen. Einmal in Spitz, einmal in Willendorf, und zum dritten Mal als die Ruine Aggstein in Sicht kommt.

Burgruine Spitz

Die letzte Stunde verbringe ich dann wieder auf der Brücke. Die Landschaft ändert sich, statt Weinterrassen tauchen wir in eine Art Aulandschaft ein. Vor Emmersdorf biegt die MS Austria in einen Altarm der Donau ein, die letzte Sehenswürdigkeit kommt mir vor die Linse, das Stift Melk.

Melk an der Donau - Unterwegs mit der Brandner Schiffahrt

Schade, dass ich keine Zeit mehr für die Rückfahrt habe. Oder für einen Besuch im Stift Melk. Aber es ist ganz einfach, ich muss bald wieder in ein Schiff der Brandner Schiffahrt einsteigen, damit ich in 15 Jahren auch sagen kann: „Na bitte, des muass wer aundara mochn, des hob i scho so oft gmocht“.

MS Austria - ein Schiff der Brandner Schiffahrt


Dieser Beitrag wurde von den TOP Ausflugszielen Niederösterreichs in Auftrag gegeben und gesponsert.

Zu Speis und Trank wurde ich von der Brandner Schiffahrt eingeladen. Vielen Dank!