Ich über mich

Folge mir auf

Facebook   Google Plus   Twitter   Instagram

Pinterest   Flickr   YouTube   RSS Feed

Der Rest der Welt

Hoteltipp: la pura women's health resort kamptal

Small oder Medium?“, schon in diesem Moment hätte ich den Rezeptionisten abbusseln können. Nicht weil er mir die Kleidergröße „small“ überhaupt zutraute, nein, einfach deshalb weil das Hotel la pura den angereisten Damen die Möglichkeit gibt, zwischen zwei Bademantelgrößen auszuwählen. Es war das erste Mal auf meinen Reisen! Woanders landete ich immer ungefragt in XL.

Das la pura – women’s health resort im Kamptal entpuppte sich überhaupt als DAS Hotel mit den vielen ersten Malen. Beispiele gefällig? Bitte sehr:

Mein erstes Mal Urlaub in einem Resort women’s only
Als Zicken- oder Lesbenhotel wurde es abgestempelt, erklärt uns die Hoteldirektorin Sandra Gneist beim Welcome-Drink im wunderschönen Boccaccio-Saal. Nachdenklich mustere ich die umstehenden Frauen und sehe in fröhliche Gesichter. Ganz normale Frauen, die sich auf entspannende Tage freuen, Frauen, die mit sich selbst im Reinen sind, Mütter, die mit ihren Töchtern ein paar Tage verbringen, Freundinnen, die sich auf die gemeinsame Zeit freuen und mittendrin eine rüstige, hellwache 89-jährige, mit der ich beim Frühstück über Gott und die Welt und Prinz Charles plaudere.

Apropos Frühstück. Ich habe auf keine Köstlichkeit verzichtet. Der Guglhupf schmeckte hervorragend und mein absolutes Highlight war das vegane, lactosefreie Birchermüsli, das lauwarm serviert wurde. Ebenfalls schmecken ließ ich mir die Suppen beim Mittagsbuffet und die Menüfolge beim Abendessen.

Langweilig wurde mir nicht. Ich absolvierte meinen Behandlungsplan mit Massagetermin, Yogastunde und Kosmetik, konnte aus einem umfangreichen Aktivitätenplan (Yoga, Zumba, Smovey Walking und vieles mehr) wählen und ließ mich von der Direktorin Sandra Gneist bei der Weinverkostung überraschen. Den Kochkurs ließ ich aus. Dafür schaffte ich es auf die Burg Kamp und genoss die Aussicht auf das Kamptal.

Zimmer im la pura

Frühstück im la pura

Im la pura wurde mir zum ersten Mal der Fußpuls gemessen
Ja, ich habe einen Fußpuls und er ist messbar. Das ist die gute Nachricht. Und die schlechte Nachricht? Ich habe einen Blähbauch, einen ganz, ganz kleinen. Schon habe ich Angst, dass mir Frau Dr. Dienhart das kalorienreduzierte Menü verschreibt. Aber im la pura wird auf die Wünsche der Frau eingegangen, und für eine F.X. Mayr-Kur ist mein Aufenthalt ohnehin zu knapp (puh, Glück gehabt!).

Wobei die F.X.Mayr-Kur schon lange nichts mehr mit Milch und alten Semmeln zu tun hat. Ich bekomme Tipps zur Reduzierung meines Bäuchleins (keine Rohkost zu Mittag, kein Salat am Abend) und Tipps für meinen niedrigen Blutdruck (ich soll das Frühstücksei salzen bzw. Salz nicht ganz verteufeln).

Frau Dr. Dienhart ist übrigens eine Ärztin, die frau alles Fragen kann. Und wenn ich jemals in meinem Leben entschließen würde, eine F.X.Mayr-Kur zu machen, würde ich das im la pura machen. Dort ist frau gut aufgehoben und für die Diätwilligen gibt es sogar einen sehr stylischen, extra abgetrennten Restaurantbereich.

Restaurantbereich

Im la pura war ich zum ersten Mal im Rasulbad
Gestern roch ich nach Vanille und heute nach Kokos. Was es wohl morgen für Peelingsorten geben wird? Dieses Peeling (es gibt Peelings auf Salz-, Zucker- oder Cremebasis) verreibe ich auf meiner Haut und drücke dann den Startknopf vor der Rasulkabine. Aus einer Düse in der Mitte des kleinen Raumes strömt heißer Dampf und es wird wärmer und wärmer. Die Temperatur erreicht maximal 50 Grad und die Luftfeuchtigkeit zwischen 90 und 100 Prozent. Das ist sehr angenehm für meinen Kreislauf! Anschließend kommt aus zwei Brauseköpfen warmes Wasser, ich dusche mir die Peelingreste vom Körper und freue mich über meine weiche und duftende Haut.

Spabereich

Im la pura habe ich zum ersten Mal bei der Aquagymnastik mitgemacht
Als ich beim Einchecken den Aktivitätenplan in die Hand bekam, dachte ich mir noch: Ist Wassergymnastik nicht etwas für ältere Damen? Naja, und als ich mich im Hotel dann so umschaute, bemerkte ich, ich falle genau in die Zielgruppe. Nach den ersten 10 Minuten im Wasser konnte ich dann feststellen, die Gymnastik ist ganz lustig, wenn nur das viele Wasser nicht wäre.

Aber in den letzten 10 Minuten stellte die Aqua-Nudel sowohl meine Balance als auch meine Motorik gehörig auf die Probe, als ich versuchte die Nudel ins Wasser zu drücken und gleichzeitig die Knie anzuheben. Da war ich dann wieder froh über das viele Wasser, sonst wäre ich umgefallen. Zum Glück erging es den anderen genauso.

Auch die Trainerin staunte über die Kreativität der dargebrachten Übungen und versprach, sie in das Programm in der nächsten Woche einzubauen. Die 50 Minuten waren viel zu schnell vorbei. Aquagymnastik macht richtig Spaß, diese Sportart hatte ich ja gehörig unterschätzt.

Hallenbad

Im la pura habe ich zum ersten Mal eine Myoreflextherapie genossen
Behutsam legt die Therapeutin ihre rechte Handfläche unter mein linkes Schulterblatt und drückt mit ihrer linken Hand auf meinen – nicht vorhandenen – Brustmuskel. Nicht vorhanden stimmt wohl nicht ganz, irgendwo in mir ist sicherlich ein Muskel, die Masseurin findet ihn auch. Eines meiner gesundheitlichen Probleme sind meine immer wieder auftretenden Rückenschmerzen.

Zu viel Computerarbeit, zu wenig Bewegung, lautet meine Diagnose. Bei der Myoreflextherapie erhöht die Therapeutin den Druck auf einen gedehnten Muskel so lange, bis sich dieser entspannt. Bei mir hat sie da einiges zu tun. Immer wieder wechselt sie die Seiten und arbeitet sich so durch meinen Körper. Ich finde die Behandlung sehr angenehm. Einerseits weil ich die klassischen Massagen ziemlich „satt“ habe und andererseits weil sich mein Körper, als ich aufstehe, so leicht anfühlt.

Ich wurde nicht klassisch „durchgeknetet“ und mit Massageöl übertüncht, so wie es in anderen Hotels leider manchmal noch üblich ist. Und das Beste: Die Therapeutin zeigt mir noch zwei einfache Übungen wie ich meine Brustmuskeln zu Hause oder im Büro stärken kann. 10 Punkte für Frau Cornelia!

Rezeption Kosmetik

Im la pura bekam ich zum ersten Mal eine Gesichtsbehandlung der Marke Fuhlendorf
Bis zu meinem Besuch im la pura war apparative Kosmetik ein Fremdwort für mich. Wie die Fuhlendorf Gesichtsbehandlung funktioniert, erklärte mir Frau Dr. Dienhart salopp bei meinem ersten Gespräch: Das ist wie eines der alten Gebäude der Ringstraße in Wien, das sandgestrahlt wird! Gut, also von Architektur verstehe ich ja ein bisschen was und so wage ich mich in die heiligen Hallen der Kosmetik. Hier wartet Verena auf mich, die mir alles ganz genau erklärt.

Zuallererst wird meine Haut mittels Microdermabrasion (es ist wirklich eine Art Sandstrahlgerät) von abgestorbenen Hornhautschüppchen befreit. Dann wird mit kleinen Glasglocken mein Gesicht geschröpft (das tut gar nicht weh, nur das Geräusch ist ein wenig gewöhnungsbedürftig: Es schmatzt!) und im Anschluss werden mittels Ultraschall spezielle Gele in die Haut eingearbeitet.

Meine Haut war nach der Behandlung wesentlich glatter und auch meine geerbten Zornesfalten (von der Kosmetikerin liebevollerweise „Denkerfalten“ genannt,) verschwanden auf wundersame Weise. Nach der Fuhlendorf Behandlung soll man übrigens Sauna, Dampfbad oder Schwimmen vermeiden. Dann gönne ich mir eben ein Nachmittagsschläfchen…

Fuhlendorf Kosmetik

Im la pura habe ich mir Zeit für meine erste Yogastunde genommen
Im la pura bin ich auf den Hund gekommen. Die Katze beherrsche ich mittelmäßig, an der Kobra muss ich noch feilen, aber ich habe das Gefühl, das wird noch. Yoga habe ich schon einige Male probiert, meistens war es eine Enttäuschung und zwar immer dann, wenn mich der Yogalehrer oder die Yogalehrerin erleuchten wollten.

Bei Daniela im la pura ist das nicht der Fall. Sie lacht unglaublich viel, das gefällt mir, und wie die anderen Therapeuten im la pura nimmt sie sich Zeit und hört mir zu. Was will ich erreichen? Welche Übungen sind angenehm? Welche nicht? Sie korrigiert meine Bewegungen, lobt mich und treibt mich zu Höchstleistungen an. Und sie lacht mich nicht aus als ich Arme und Beine sinnlos verrenke. Gibt es im Yoga eine Übung namens gordischer Knoten?

Mein Fazit:

Ich bin in den drei Tagen, die ich im la pura verbringen durfte, nicht schöner oder leichter geworden. Aber ich bin ein bisschen klüger geworden, was mich und meinen Körper angeht und werde versuchen, die Übungen und Ratschläge, die ich bekommen habe, in meinen Alltag zu integrieren. Und bisher klappt’s ganz gut!

la pura Kamptal

Burgruine Gars am Kam

Ins la pura women’s health resort kamptal wurde ich eingeladen. Sämtliche Behandlungen wurden für mich übernommen.Vielen Dank dafür! Mehr Fotos gibt’s in meiner Flickr-Galerie.