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Der Rest der Welt

Kommt Zeit, kommt Retz

Dreimal war ich bisher in Retz zu Gast. Einmal an einem stürmischen Sommertag im August, der Himmel war mit Regenwolken verhangen. Vor dem Regen flüchtete ich ins Fahrradmuseum, das im Schloss Gatterburg untergebracht ist. Beim meinem nächsten Besuch wanderte ich zur Windmühle, die vom Zentrum aus in etwa 15 Minuten zu erreichen ist. Es war im September, die Weinstöcke waren voll mit Reben, die glücklichen Winzer lachten mit der Sonne um die Wette.

Retz ist aber auch im Winter eine Reise wert. Bei winterlichen Temperaturen stieg ich die Stufen zum Erlebniskeller hinab. Außerdem nahm ich an einer Windmühlführung teil. Und trotzdem habe ich noch nicht alles gesehen. Da gibt es noch die Möglichkeit mit einem Nachtwächter durch die Stadt zu spazieren, das Museum Retz zu besuchen oder mit dem Reblaus Express von Retz ins benachbarte Drosendorf zu düsen. Wie lautet doch gleich der Slogan des Tourismusverbandes? „Alles mit der Zeit“. So bin ich mir sicher irgendwann mal wieder in Retz am Hauptplatz zu sitzen und zu überlegen, was ich mir denn ansehen könnte. Mein Slogan lautet nämlich: Kommt Zeit, kommt Retz.

Der Retzer Hauptplatz gilt mit 1,2 ha als zweitgrößter Marktplatz in Österreich (nur Linz ist größer). Beeindruckend sind die Barock- und Biedermeierbauten, die den Platz schmücken. Auffallend ist das Verderberhaus, das im venezianischen Baustil erbaut wurde. Ebenfalls bewundern sollte man das von Stadtrichter Augustin Resch errichtete Sgraffitohaus, das Motive aus der griechischen und römischen Mythologie, dem Alten Testament und die Lebensalter des Menschen von 10-100 Jahren zeigt. Eine riesige Traube ist natürlich ebenfalls abgebildet.

Hauptplatz in Retz

Verderberhaus in Retz

Sgraffitohaus

Weinrebe am Sgraffitohaus

In der Mitte des Platzes befindet sich der Rathausturm. Steigt man die 128 Stufen empor, hat man eine wunderschöne Aussicht auf Retz und die beiden Brunnen am Hauptplatz, aus denen beim Retzer Weinfest Wein sprudelt. Ja, wirklich und wahrhaftig echter Wein!

Rathausturm in Retz

Retzer Hauptplatz

„Da Wein is a Luada, du schüttst’n in Kropf, und moanst er rinnt obi, just steigta da z’Kopf.“ Wer diesen Spruch und noch mehr Geschichtliches und Interessantes zum Thema Wein erfahren möchte, steigt diesmal nicht hinauf, sondern hinunter. Und zwar in den Retzer Erlebniskeller, der sich auf über 20 km unter der Stadt Retz befindet. Selbstverständlich begeht man nur einen kleinen Teil der unterirdischen Welt und wird am Schluss mit einer Weinprobe in der Gebietsvinothek belohnt.

Retzer Erlebniskeller

Erlebniskeller

Alter Wein

Weinprobe in der Gebietsvinothek

Ebenso einzigartig wie der Erlebniskeller ist auch die Windmühle, die inmitten von Weingärten oberhalb der Stadt steht. Seit 1924 steht sie unter Denkmalschutz und funktioniert einwandfrei. Zu Verdanken hat man das den niederländischen Windmühlbauern, die die Mühle nach 85 Jahren wieder in Schuss brachten. Seit einigen Jahren wird in der Mühle wieder Mehl gemahlen, das Brot gibt es beim Windmühlheurigen gleich neben der Mühle. Gegen Voranmeldung sind auch Brotbackkurse für Kinder und Erwachsene buchbar.

Retzer Windmühle

Innenleben der Windmühle

In der Windmühle

Das Weinviertel ist ein Radviertel. Beim Tourismusverband direkt am Hauptplatz kann sich der Feriengast sowohl Fahrräder als auch E-Bikes ausborgen. Dass die motorisierte Form des Fahrradfahrens nicht Neues ist, lernte ich im Fahrradmuseum, das im Schloss Gatterburg untergebracht ist. Auf einer Fläche von 250m² sind um die 90 historischen Fahrräder präsentiert, sogar ein Hochrad ist dabei.

Gatterburg in Retz

Fahrradmuseum in Retz

Fahrradmuseum in Retz

Ein Besuch in Retz zahlt sich also auf jeden Fall aus.

Die Fotos entstanden an verschiedenen Tagen zu unterschiedlichen Jahreszeiten (August 2013, September 2015, Jänner 2016). Im Retzer Erlebniskeller und in der Windmühle war ich auf Einladung vom Althof Retz. Alle Informationen über Retz gibt es auf dieser Homepage.