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Der Rest der Welt

Advent der Dörfer - mal laut, mal leise

Im dichten Nebel gehen wir von Hintersee zum Satzstein, der Weg von Fackeln beleuchtet. Schon von weitem höre ich die Bässe wummern. Ich durchschreite ein großes Tor und stehe mittendrin in der aufgeregten Menschenmenge, die Stimmung ist aufgeladen. Jeder weiß, da kommt noch was. Jeden Moment könnten sie um die Ecke biegen, sich aufbrausend einen Weg durch die Menge schieben, sich mit der Rute Platz verschaffen oder sich mit den furchteinflößenden Masken vor einem aufbauen. Sie? Das sind die Krampusse, die heute Abend hier ihr Unwesen treiben. Zuallererst mischen die Stoaberg Teifin die Menge auf. Sie sind eine Pass, die sich aus Jugendlichen zusammensetzt. Als nächstes haben die Organisatoren des Krampuslaufs, die Feichtnstoa Teifin, ihren ersten Einsatz. Und jetzt erlebe ich eine perfekt durchorganisierte Choreografie. Ein Teil der Pass bewegt sich beleuchtet mit bengalischem Feuer durch den Wald auf die Zuschauer zu. Es sieht unglaublich aus.

Die nächste Gruppe steht schon bereit. Die Tiefbrunnauer Krampusse ziehen in die Arena ein.

Und jetzt darf auch ich Bekanntschaft mit der Rute machen, denn einer der Krampusse stellt sich noch brav in Fotografierpose, um mir gleich anschließend eine überzubraten. Und das tut jetzt nicht höllisch weh, aber es brennt ganz ordentlich. A so a bleder Teifi! Den Abschluss bilden dann nochmals die Feichtnstoa Teifin, die mit ihrer tollen Show und perfekter Organisation die Zuseher begeistern.

Um nicht mit schlechten Träumen aufzuwachen, besuche ich im Anschluss der Krampusshow das Puppenstubenmuseum, das sich im Joseph Mohr Haus befindet. Joseph Mohr, der Dichter des Liedes „Stille Nacht, heilige Nacht“ lebte 10 Jahre lang als Generalvikar in Hintersee. Somit ist der Ort Hintersee nicht nur Teilnehmer beim „Advent der Dörfer“, das heuer schon zum 6.Mal in der Region Fuschlsee stattfindet, sondern zählt sich zu den Stille-Nacht-Gemeinden.

Obwohl stiller als in Hintersee war es heute Nachmittag in Ebenau, einer weiteren „Advent der Dörfer“- Gemeinde. Die letzten Handgriffe wurden angelegt um einen der ältesten Weihnachtsmärkte im Salzburger Land in vollem Glanz erstrahlen zu lassen. Aus Tannenreisig wurde noch in Windeseile eine Girlande gebunden, die die letzte der Hütte schmücken soll. Der Imker verräumte seine Waren im Stand. Mit „Wüst nu an?“ wurde mein Becher zum zweiten Mal mit herrlichem Glühwein gefüllt. Und natürlich „wü i nu an“, hier schmeckt Glühwein ja noch nach Glühwein. Die Feuertonne, eine Ebenauer Erfindung, wurde extra angeheizt und erfüllte den kleinen Platz mit wohliger Wärme und Gemütlichkeit.

Advent in Ebenau

Für Geschichtsinteressierte werden Führungen im Museum in Fürstenstöckl, gleich neben dem Weihnachtsmarkt angeboten. Am letzten Adventsonntag führt der Bürgermeister persönlich durch den historischen Wasserstollen des ehemaligen Messingwerks. Auch das Kinderprogramm bietet viel Abwechslung: Laternenwanderung, Würstelgrillen am Lagerfeuer und eine lebende Krippe mit Esel und Schafen.

Laut wird es erst wieder am 6.Dezember, wenn die Krampusse der Plötz-Pass ihr Unwesen treiben.

Advent der Dörfer – da ist für jeden was dabei. Handwerk und Tradition trifft Krampus mit Glühwein, das ist einfach eine geniale Mischung!

Mehr Informationen zu den zukünftigen Veranstaltungen im Advent in der Fuschlseeregion inkl. Krampusläufe gibt es auf folgender Homepage: Advent der Dörfer

Vielen Dank an das Salzburger Land für die Einladung in die Fuschlseeregion.