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Der Rest der Welt

So köstlich schmeckt das Projekt Spielberg

Würde ich in einem Roman leben, wäre das jetzt der passende Moment um mir verwundert die Augen zu reiben. So machen das doch Romanfiguren, die Unwirkliches, Unglaubliches oder Außergewöhnliches erleben. Habe ich eine Zeitreise hinter mir? Mir scheint, ich bin in einer anderen Epoche gelandet. Vor mir steht ein kleines Schlösschen, wunderschön restauriert, mit Zinnen, Erkern und eben allem, was zu einem perfekten Schloss dazugehört. Jetzt fehlt nur noch der Prinz auf seinem weißen Schimmel und da höre ich schon Hufgetrappel. Es ist dann doch kein Prinz der meinen Weg kreuzt, sondern ein Reiter vom dahinterliegenden Pferdehof, der mit seinem Pferd vorbeitrabt.

G'Schlössl Murtal

Ich trabe zur Rezeption und checke ein. Die nächste Überraschung wartet auf mich. Meine Suite ist nur eine Spur kleiner als meine Wohnung. Nur habe ich in meiner Wohnung keinen Balkon, keine Badewanne, keinen so gut gefüllten Kühlschrank, selten Pralinen, so gut wie nie frische Blumen und kein so ausgeklügeltes Lichtkonzept. Der Bademantel sieht ebenfalls um einiges flauschiger aus als meiner, also werde ich ihn und den Wellnessbereich gleich mal testen. Dass ich in meiner Wohnung weder mit finnischer Sauna, Dampfbad, Sanarium und Indoorpool aufwarten kann, versteht sich wohl von selbst. So genieße ich die Zeit in dieser Wellnessoase und verkneife mir den Griff nach einem frischen Apfel, denn das Abendessen wartet auf mich.

Suite im G'Schlössl

Schlafzimmer im G'Schlössl

Wellnessbereich im G'Schlössl Murtal

Äpfel im Wellnessbereich

Was jetzt an und für sich nichts Außergewöhnliches wäre, ich aber die Einladung „Wir gehen jetzt in die Küche“ als Scherz auffasse, und dann doch am Chef’s Table in eben dieser lande. Chef’s Table im G’Schlössl Murtal bedeutet an einen wunderschön gedeckten Tisch in der Profiküche Platz nehmen zu dürfen. Weder stört es den Küchenchef Oliver Drtina noch seinem Team, wenn man ihnen beim Kochen über die Schulter schaut. Fragen stellen ist ausdrücklich erwünscht, sogar Mitkochen ist möglich. Meine Kochkünste wären dem Gesamtergebnis eher abträglich, daher beschränke ich mich aufs Fragen stellen.

Chef's Table im G'Schlössl

Wenn möglich stammen die Zutaten der raffinierten Gerichte aus der näheren Umgebung. Wobei mit näherer Umgebung der Innenhof des Hotels (Kräuter) und das Gewächshaus (Gemüse) über der Straße gemeint sind. Der Schwerpunkt liegt nach wie vor auf steirischer Hausmannskost. Aber am liebsten kocht Oliver Drtina ein Überraschungsmenü für seine Gäste, dass ich mir an diesem Abend schmecken lasse.

ausgezeichnete Küche im G'Schlössl

Am nächsten Abend folgt dann die nächste Überraschung. Ich bin im Steirerschlössl im nahen Zeltweg zu Gast. Wieder stehe ich vor einem Schloss, diesmal erbaut im Jugendstil. Auch die Inneneinrichtung widmet sich den angesagten Architekten der damaligen Zeit. Gustav Klimt ist mit viel Gold in der Bar vertreten und Josef Hoffmann hätte sich im Kaminzimmer sicherlich wohl gefühlt.

Steirerschlössl

Im Steirerschlössl schwingt der Haubenkoch Johannes Marterer den Kochlöffel, als Gastgeber fungiert Stefan Ebner. Dieser ist ein wahrer Tausendsassa. Er hat eine Ausbildung  als Wein-, Käse-, Kaffee- und Teesommelier und als ob das noch nicht genug wäre, stellt er in einem eigenen Raum Frischkäse, Weißschimmel- und Rotschimmelkäse her. Sein Weinkeller spielt sowieso „alle Stückeln“ und alle edlen Tropfen aus der ganzen Welt sind vertreten. Trotzdem vergisst der Steirer nicht auf die heimischen Weißweinsorten, die er selbst gerne trinkt.

Menükarte im Steirerschlössl

Was bekomme ich als Gast kredenzt, wenn „Kräutertee/Muhrhahn/Yuzu“ oder „Frischkäse/Kirsch/Pistazie“ auf der Speisekarte steht? Ich bin schon sehr gespannt. Schließlich folgt eine Überraschung nach der anderen. Vom Geschmackserlebnis einmal abgesehen sind die Speisen so originell auf den Tellern arrangiert, dass sie wie Gemälde aussehen. Fast bedauernd zerlege ich jedes einzelne Gericht. Und ja, ich hätte mitschreiben sollen, welche Kreationen auf dem Teller gelandet sind, aber ich war zu sehr mit dem Essen beschäftigt. Und nein, es tut mir gar nicht leid.

Kreation Johannes Marterer

Käsebuffet im Steirerschlössl

Leider habe ich keine Hauben zu vergeben. Ich kann mich nur herzlich für die Einladung in die Gourmetküchen des G’schlössl Murtal und des Steirerschlössl Zeltweg bedanken und die beiden Köchen beknien, niemals mit dem Kochen aufzuhören.

Neben den beiden erwähnten Häusern gehören auch das Hotel Schloss Gabelhofen, das Landhotel Schönbergerhof  & Gästehaus Enzinger in Spielberg, das Café Wasserturm in Zeltweg und das Hotel Hofwirt in Seckau zum Projekt Spielberg. Beim Hofwirt in Seckau habe ich ebenfalls hervorragend gegessen und gespielt habe ich natürlich auch. Hier geht’s zum Bericht: Projekt Spielberg

Herzlichen Dank für die Einladung ins Hotel G’Schlössl Murtal. Alle Hotels und Aktivitäten des Projekt Spielberg sind hier zu finden: https://www.projekt-spielberg.com/de